Arten, Produkte und Mittel zur Wundreinigung
Früher war ein beliebtes Mittel zur Wundreinigung das Jod. In jede Hausapotheke gehörte Jod und wir als Kinder wussten, dass wir Jod auf die Wunde bekommen, wenn wir hingefallen sind. Auch bei meinen Kindern war Jod noch ein Wundreinigungsmittel, welches in der Hausapotheke nicht fehlen durfte. Später kamen dann auch jodfreie Produkte, die nicht brannten und wo die Kinder dann auch nicht mehr weinten, wenn sie das zeug auf die Wunde bekamen.
Es gab aber auch Leute, die einfach nur die Wunde ausgewaschen haben, Pflaster drauf und fertig. Andere gaben nur eine Wundcreme auf die Wunde und auch das heilte ab. Welche Arten, Produkte und Mittel habt ihr für die Wundreinigung bei Erwachsenen und Kindern? Kennt ihr noch das Jod? Nutzt ihr es heute noch oder gibt es das gar nicht mehr?
Es gibt Jod schon noch, wobei die früher bekannte Jodtinktur eigentlich nicht mehr verwendet wird. Diese hat eben auch einige Nachteile. Erstens brennt sie natürlich sehr, was gerade für Kinder, die ohnehin schon Schmerzen haben, nicht sehr angenehm ist. Außerdem muss man mit dem Auftragen sehr vorsichtig sein, weil diese bräunliche Farbe nur sehr schwer aus der Kleidung herauszubekommen ist. Heute werden eher Jod-Verbindungen genommen, die zwar auch färben, aber nicht mehr so unangenehm sind. Diese gibt es auch als Salbe, was meist als angenehmer empfunden wird als die Lösung. Ein Markenname wäre dabei z.B. Betaisodona.
Ansonsten kommt es natürlich auf die Wunde an, wie man damit umgehen sollte. Manchmal kommt man um das unangenehme Ausspülen mit Wasser nicht herum, weil beim Sturz Schmutz in die Wunde gelangt ist. Man hat ja nicht unbedingt eine sterile, isotonische Kochsalzlösung dabei, mit der man spülen könnte. Was man aber gut zu Hause haben kann, ist ein Desinfektionsspray speziell für Wunden. Da gibt es heute schon sehr gute, die nicht färben und auch nicht brennen. Dabei fällt mir z.B. das Octenisept ein, das diese Eigenschaften verspricht.
Ich habe zu Hause immer ein Desinfektionsspray und natürlich auch eine Heilsalbe. In meinem Haushalt gibt es keine Kinder, aber Verletzungen können ja immer mal passieren. Außerdem versuche ich, immer ein paar Pflaster dabei zu haben, die ich dann bei Bedarf sofort parat habe. Dann entscheide ich eben, je nach Wunde, was ich dafür am besten verwende.
Ich habe durch meine Pleuradrainage eine immer vorhandene Wunde, wenn man es so möchte. An der Stelle kommt der Schlauch aus dem Körper, über den ich das Wasser ableiten kann. Die Wunde nässte anfangs noch und war nicht richtig verheilt, schon da haben die Schwestern im Krankenhaus Octenisept verwendet. Das nehme ich bis heute noch um die Wunde zu reinigen, wenn ich einen neuen Verband drüber mache. Das brennt überhaupt nicht und reinigt wirklich wunderbar.
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