Übelkeit, wenn man gegen die Fahrtrichtung sitzt
Wenn ich mit dem Bus oder mit der Bahn fahre, dann muss ich immer schauen, dass ich mit der Fahrtrichtung sitze. Also in die Richtung schaue, wo die Bahn oder der Bus hin fährt. Selbst, wenn ich die vordere Scheibe nicht sehen kann, wird mir übel, wenn ich rückwärts, also entgegen der Fahrtrichtung sitze.
Warum wird einem übel, wenn man gegen die Fahrtrichtung sitzt? Warum wird einem nicht übel, wenn man nach vorne schaut? Wie gesagt, es ist auch so, wenn ich nicht nach vorne aus der Scheibe schaue oder auch dann, wenn ich nicht aus dem Fenster sehe. Das Gefühl, wenn ich rückwärts fahre ist anders als vorwärts. Warum ist das so?
Also ich habe auch mehrere Kollegen, denen dabei schlecht wird. Bei denen ist das sogar so schlimm, dass sie nur 3 Minuten fahren müssen und schon müssen sie sich übergeben. Bei mir ist das gar nicht so. Ich kann in jede Richtung fahren und habe kein Problem damit.
Ich weiß nicht genau, warum manchen Menschen dabei schlecht wird, aber ich denke das kommt daher, weil man sich "abnormal" bewegt. Normalerweise bewegt man sich ja nur vorwärts und wenn man sich mal in eine andere Richtung bewegt, dann nur in kurzen Abständen und nicht besonders schnell. Wenn man allerdings im Bus oder Bahn sitzt, dann fährt man schnell und für einen längere Zeitraum in eine Richtung, in die man sich normalerweise nicht bewegt.
Soweit ich weiß wird einem beim Schauen in die entgegengesetzte Fahrtrichtung schlecht, da die Bewegungen des Busses oder der Bahn nicht mit dem übereinstimmt, was man sieht oder was im Gehirn verarbeitet wird. Manchmal habe ich das auch, aber eher seltener. Meistens passiert mir das, wenn ich während der Fahrt etwas lese. Ich glaube, dass man sich in so einer Situation nicht auf einen einzigen Punkt fixieren darf, sondern man sich umschauen sollte. Meiner besten Freundin wird sogar schlecht, wenn sie im Auto bei einer längeren Fahrt auf der Rückseite sitzt.
Ich persönlich habe kein Zaubermittel gegen Reiseübelkeit, ich glaube aber, dass man sich bei jeder Fahrt ein Stückchen mehr an das Fahren gewöhnt, zumindestens habe ich bei mir die Beobachtung gemacht. Ich glaube, dass es auch wichtig ist, nicht hungrig oder mit vollem Magen in den Zug oder in die Bahn zu steigen. Meistens habe ich ein Brezel dabei oder ich esse es vorher.
Ich denke mal, das ist ähnlich wie bei der Seekrankheit. Die Augen bekommen anderen Informationen als die anderen Sinne und schon gerät das Gehirn ein wenig durcheinander. Der Mensch ist halt gewohnt vorwärts zu gehen und der Gleichgewichtssinn meldet aber irgendwie läuft da gerade was verkehrt herum.
Beim Bahnfahren macht es mir überhaupt nichts aus. Da ist es völlig egal, wo ich sitze und in welche Richtung ich schaue. Auch ist mir noch nie auf einem Schiff oder im Flugzeug übel geworden. In Autos und Bussen sieht das aber schon wieder ganz anders aus. Da ist es am Besten, wenn ich vorne sitze. Ich kann dann auch weder lesen noch lange auf mein Handy gucken oder so. Meistens versuche ich zu schlafen. Rückwärts fahren geht in Bussen und Autos auch gar nicht, mir wird da sehr schnell schlecht.
Vielen Menschen geht es so wie dir. Das merke ich oft, wenn ich mit dem Bus fahre. Dadurch habe ich fast immer einen schönen Sitzplatz, wo ich sogar meine Tasche noch hinstellen kann. Ich habe das Glück, dass mir das Rückwärtsfahren nichts ausmacht. Sowohl in Fahrtrichtung, als auch entgegengesetzt kann ich fahren. Im Gegenteil ist es mir viel lieber entgegengesetzt zu fahren, weil meine Augen dann ungestört die Gegend betrachten können. Sitze ich in Fahrtrichtung, kann ich meine Augen nicht schweifen lassen, weil ich sie dann hin und her bewegen muss.Was ich gar nicht kann, im Bus lesen, dazu fährt der Bus zu unruhig.
Wo mir allerdings regelmäßig übel wurde, war im Auto meines damaligen Chefs, wenn ich mit ihm Geschäftskunden besuchen musste, waren wir den ganzen Tag unterwegs. Ich hatte das Gefühl, dass er nicht richtig fahren konnte. Wir haben dann immer die nächste Apotheke angefahren. Erst als ich selbst ein Auto hatte, ging das besser.
Warum es viele Menschen nicht haben können, rückwärts zu fahren, kann ich Dir leider nicht beantworten, aber die Erklärung von Bellikowski hört sich für mich recht schlüssig an. Mir selbst geht es im Falle des Fahrens nun nicht so, dass mir dabei übel wird, sobald ich rückwärts fahre, aber ich kenne beinahe ausschließlich Menschen, die damit ein Problem haben. Außerdem erinnere ich mich daran, dass ich als Kind niemanden kannte, der mit dem Rückwärtsfahren ein Problem hat.
Diese Information finde ich deshalb interessant, weil ich irgendwann einmal Näheres darüber gehört habe, dass vielen Erwachsenen schneller schwindelig wird als Kindern, weil sich durch das Wachstum irgendetwas am Gleichgewichtssinn verändert, dass dieses schnellere Schwindelgefühl mit sich bringt. Nachdem ich nun einige erwachsene Menschen kenne, die ein Problem mit dem Rückwärtsfahren habe und mir wiederum kein Kind bekannt ist, das das Rückwärtsfahren nicht abkann, frage ich mich tatsächlich, ob für diese Problematik nicht auch der Gleichgewichtssinn ausschlaggebend ist und ich gehe sogar ziemlich sicher davon aus, zumal Bellikowskis Erklärung sich reichlich stichhaltig anhört.
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