Cannabis probieren nur um mitreden zu können?
Wir wohnen nicht weit von der holländischen Grenze entfernt und irgendwie ist es schon normal, dass irgendjemand ein wenig Cannabis dabei hat, wenn wir uns treffen. Es ist nicht viel und ich habe noch nicht bemerkt, dass jemand total zugekifft ist. Aber dennoch frage ich mich manchmal, ob man das einfach mal probieren soll um mal mitreden zu können. Ich lasse es dann aber doch lieber sein.
Habt ihr das Zeug schon mal probiert um einfach mal mitreden zu können? Wie fühlt es sich eigentlich an, wenn man Cannabis geraucht hat? Denkt ihr, dass man das unbedingt mal erlebt haben muss? Wie schädlich ist Cannabis eigentlich?
Ich denke, dass man auf jeden Fall die Hände von Drogen lassen sollte. Man wird schnell süchtig danach und dann richtet es einfach dauerhaft Schäden an. Man kann bei einem dauerhaften Konsum von Cannabis eine Menge Probleme bekommen. Man kann Angststörungen und Konzentrationsstörungen bekommen außerdem erhöht sich das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken und der Lunge tut es an sich nicht gut. In der Pubertät kann es auch nachgewiesenermaßen die weitere Entwicklung verzögern.
Meiner Meinung nach sollte man nichts dergleichen ausprobieren, um mitreden zu können. Ich denke nicht, dass man Drogen als normal ansehen sollte und daher würde ich an deiner Stelle die Finger davon lassen. Dass du überhaupt darüber nachdenkst, es auszuprobieren zeigt, dass du dich in falschen Kreisen bewegst und naiv bist. Drogen schaden immer. Ich habe keine Drogen ausprobiert, meine Freunde haben aber auch keine genommen.
Man muss es nicht probiert haben. Das Problem ist, dass man nicht vorhersagen kann, wie es bei einem wirkt. Das ist individuell unterschiedlich. Es gibt Menschen, die Psychosen davon bekommen, die schwer in den Griff zu bekommen sind.
Ich habe in meiner Jugend in den Siebzigerjahren zweimal Haschisch probiert. Das erste Mal war es lustig, ich fühlte mich leicht, glücklich und sorglos. Beim zweiten Mal bekam ich extremes Herzrasen. Ich hatte das Gefühl, dass ich mich dauernd bewegen muss, um dieses Herzrasen zu ertragen und bin mindestens eine Stunde lang immer wieder um den Block marschiert. Das war eine so unangenehme körperliche Erfahrung, dass ich ab da die Finger von dem Zeug gelassen habe.
Ich würde die Finger davon lassen, auch wenn andere einen dazu drängen, es auszuprobieren.
Ich habe das Zeug einmal ausprobiert, einfach um es mal selbst kennenzulernen. Geschadet hat mir das nicht, aber ich habe auch nicht das Bedürfnis, häufiger etwas zu rauchen. Mir hat es nicht wirklich viel gebracht, allerdings hatte ich kurz zuvor auch schon etwas anderes ausprobiert, das mir damals mehr zugesagt hat. Überflüssig sind Drogen grundsätzlich immer, wobei ich es auch nicht hochdramatisch finde, wenn jemand ein- oder zweimal so etwas ausprobiert. Man sollte das aber nur tun, wenn man selbst das Gefühl hat, dass man die Sachen ausprobieren möchte. Anderen zuliebe, um mitreden oder sich beweisen zu können, sollte man niemals Drogen nehmen. Wenn du du Cannabis gerne probieren möchtest, ist das deine Sache. Du musst dir nur darüber im klaren sein, dass es in Deutschland nicht erlaubt ist. Ich meine auch, dass in den Niederlanden Ausländer auch nicht mehr so einfach auf legalem Wege an Drogen herankommen wie das sonst der Fall war.
Ich kann nicht wirklich beschreiben, wie es sich anfühlte, Cannabis zu konsumieren. Viele sagen ja, dass sie dadurch ruhig werden und sich entspannen. Ich habe eigentlich kaum eine Wirkung mitbekommen, ich habe mich nicht anders gefühlt und ich hatte auch nicht das Gefühl, nennenswert ruhig zu werden. Der größte Reiz war wohl da einfach die Tatsache, überhaupt so etwas auszuprobieren. Und dafür muss man Cannabis wirklich nicht konsumieren, sondern kann es lieber gleich lassen. Es ist natürlich auch möglich, dass man ernsthafte Probleme bekommt. Cannabis ist sicher nicht das Teufelsprodukt, als das es oft dargestellt wird, und eine Kommilitonin hat während ihrer Zeit in Afrika auch häufig Cannabis bei starken Regelschmerzen geraucht. Bei psychisch nicht gefestigten Personen ist so ein Zeug aber immer falsch aufgehoben und auch bei körperlich und psychisch gesunden Menschen muss es einfach nicht sein. Du verpasst nichts.
Damals auf meiner Schule haben auch wirklich 80 % meiner "Freunde" gekifft. Damals war ich die einzige die es nicht getan hat. Auch wenn das Kiffen verharmlost wird ist und bleibt es eine Droge und ich kann aus Erfahrung sprechen, von meinem damaligen Freundeskreis, war Cannabis nur die Einstiegdroge. Leider verkraftet das nicht jeder und hat auch nicht die Disziplin zu sagen, ich probiere mal nur. Ich denke nicht, dass man alles im Leben mal getestet haben muss und was willst du da mitreden? Wirst du ausgestoßen weil du es nicht tust oder anders behandelt oder lachen sie über dich? wenn ja sind es eh keine Freunde. Wahre Freunde akzeptieren dich so wie du bist. Ich würde dir raten bleib stark und lass die Finger davon.
Ich habe Cannabis noch nicht probiert und ich neige grundsätzlich auch nicht dazu, etwas zu probieren, um dann mitreden zu können, weil ich darin keinen tieferen Sinn erkennen kann. Wenn ich etwas ausprobiere, dann tatsächlich nur, weil es mich interessiert oder verlockt oder möglicherweise auch schon weitestgehend überzeugt hat. All das trifft auf Cannabis und auch andere illegale Drogen aber nicht zu. Ich war wohl eine Zeit lang häufiger mal mit Leuten unterwegs, die gekifft haben und ich fand es auch nicht schlimm, dabei anwesend zu sein. Auch mir wurde mal ein Joint angeboten, aber ich habe dankend abgelehnt und das wurde auch gut akzeptiert und niemand hat versucht, mich zu ermuntern oder sonst irgendwie aufzufordern. Wie es sich anfühlt, wenn man Cannabis geraucht hat, kann ich also nicht sagen, weil ich es schlichtweg nicht weiß.
Dass man das nun unbedingt erlebt haben muss, würde ich verneinen wollen, denn ich fühle mich auch gut, ohne zu wissen, was passiert, wenn man Cannabis geraucht hat. Man sollte sich vermutlich wirklich überlegen, ob es so sinnvoll und vorteilhaft für einen selbst ist, wenn man Dinge ausprobiert, die einen Suchtfaktor haben. Drogen zählen natürlich unbedingt dazu, und wer meint, dass das unbedingt sein muss, der soll es tun. Allerdings sollte man sich sicherlich auch der möglichen Konsequenzen im Klaren sein, und mich schreckt allein schon die Tatsache ab, dass ich einer möglichen Abhängigkeit vielleicht nicht oder wenigstens nicht einfach entkomme. Allein das hindert mich, solche Dinge auszuprobieren und ich habe eben auch kein weiteres Bedürfnis danach, hier irgendetwas auszutesten. Die genaue Schädlichkeit der einzelnen Stoffe ist für mich dabei wiederum eher unerheblich. Ich finde nicht, dass es sein muss und insofern habe ich die wichtigste Erkenntnis für mein Leben auf jeden Fall gezogen.
Wie bei allen Drogen würde ich sagen, genießen wirst du es erst können, wenn du etwas erwachsener bist. Dann kann man bewusster, realistischer und kontrollierter damit umgehen. Steckst du im "falschen" Freundeskreis, bist du labil, gibt es zu viel Druck, dann tust du eher Dinge, die du vielleicht gar nicht tun möchtest, nur um nicht als Außenseiterin zu gelten. Das wäre Käse. Dazu kommt noch, dass es Menschen gibt, die eher zu Süchten neigen. Ich könnte vermutlich nie zu einem "harten Süchtigen" werden, weil ich es hasse, sobald mir schwindelig oder übel wird, ich Kopfschmerzen bekomme oder so etwas wie Kontrollverlust droht.
Die Geschichte mit der Einstiegsdroge ist millionenfach durchgekaut und durchgestritten. Man könnte auch behaupten, Bier sei die Einstiegsdroge, denn fast jeder, der mal einen Joint geraucht hat, hat auch mal Bier getrunken. Und jeder Alkoholiker hat sicher auch vorher Bier getrunken. Natürlich, es ist eine Art Zugang in den Bereich der Drogen und man lernt vielleicht auch Leute kennen, die man gar nicht kennen möchte. Hier muss man stark genug sein, "Nein" zu sagen. Ich möchte dir nicht dazu raten, aber ich halte es persönlich unter gewissen Voraussetzungen für vergleichsweise harmlos. Andere Drogen würde ich persönlich aber nicht konsumieren. Dafür habe ich da schon zu viel Elend gesehen und das widerspricht auch meinen persönlichen Bedingungen: Schwindel, Übelkeit, Kontrollverlust usw. Nicht meine Baustelle.
Gleich von Sucht zu reden, das halte ich in Verbindung mit einem Joint für ziemlich dick aufgetragen. An sich kann ein Joint eine harmlose und extrem witzige Sache sein, aber es kann - abgesehen von dem, was ich oben gesagt habe - z. B. in Verbindung mit Alkohol auch vollgekotzt auf einem schäbbigen Klo enden. Die Wirkung hängt letztlich von der Pflanze ab, leider weiß man das oft nicht. Es gibt Gras, das wirkt eher dämpfend, anderes eher stimulierend. Besser, man baut es selber an, das Zeug wächst wie Hölle. Das ist in Deutschland aber unter Strafe verboten. Wenn man vorsichtig an die Sache rangeht (heute sind die Pflanzen deutlich potenter als noch vor 20 Jahren) und dabei die Finger vom Alkohol und anderen Drogen lässt, das Auto und das Fahrrad stehen lässt, dann ist das kein großes Ding. Sex mit einem Joint kann übrigens beides sein, total heiß und totaler Mist.
Muss man das mal gemacht haben? Ach, naja. Muss man mal Whisky getrunken haben, muss man mal Austern geschlürft haben, muss man mal einen Dreier gemacht haben? Es geht problemlos auch ohne, aber es kann auch ein Genuss sein, kann aber auch ein Elend sein.
Ich denke nicht, dass man Cannabis ausprobieren muss, um nur mitsprechen zu können.Es ist sicherlich für den einen oder auch anderen eine Erfahrung, aber meiner Meinung nach keine so interessante, dass man es wirklich ausprobieren muss. Weiterhin finde ich den Geschmack auch nicht so besonders, sodass ich auch davon eigentlich abraten würde. Jedoch muss man natürlich selber wissen was man tut oder auch eben nicht. Fraglich wäre nur der Gedanke etwas ausprobieren zu wollen, um mitsprechen zu können. Was ich daran besonders fraglich finde, liegt einfach daran, dass man ja auch in Zukunft auf Menschen trifft, die einen Selbstmordversuch hinter sich haben, im Knast gesessen haben oder auch andere Drogen ausprobiert haben und diese Dinge probiert man doch dann auch nicht einfach aus, nur damit man mitsprechen kann oder etwa doch?
Mir ist es somit völlig egal, ob es Dinge gibt, wo ich nicht mitsprechen kann. Ich würde daher nicht extra etwas ausprobieren, nur damit ich an einer Konversation teilnehmen kann.Jeder sollte sich solch ein Gedanken auch gut überlegen, denn wirklich lohnenswert sind solche Sachen doch nun wirklich nicht oder siehst du das anders?
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