Inwieweit muss man den Empfehlungen aus der Reha folgen?

vom 23.07.2012, 08:41 Uhr

Bei meinem Thema hier geht es mir speziell um die Arbeitsstunden, die nach der Reha empfohlen werden. Man erhält ja, sofern man körperlich eingeschränkt ist, eine gewisse Empfehlung in dem Abschlussbericht mit. Mich würde nun einmal interessieren, ob dies wirklich nur eine Empfehlung ist, oder ob man den Arbeitgeber beispielsweise darüber informieren muss und sich auch danach richten sollte. Kann ich immer noch selbst entscheiden, wie viel ich arbeite, je nachdem wie es eben geht, oder muss ich diesen Empfehlungen folgen?

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» Vampirin » Beiträge: 5979 » Talkpoints: 30,32 » Auszeichnung für 5000 Beiträge



Meines Wissens nach ist das wirklich nur eine Empfehlung. Letzten Endes ist es doch immer die eigene Gesundheit, die darunter leidet, wenn man das nicht befolgt und letzten Endes hat man immer selbst was davon, wenn man es befolgt. Der Arbeitgeber rechnet ja schon damit, dass man selbst das Interesse daran hat, schnell und vor allem langfristig gesund zu sein. Wenn man sich nicht daran hält, zieht man selbst den Kürzeren und irgendwo sollte man auch froh sein, dass man Arbeit hat und die Möglichkeit hat, nach der Reha wieder zurück zu kehren.

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» winny2311 » Beiträge: 15159 » Talkpoints: 4,91 » Auszeichnung für 15000 Beiträge


Ich verstehe das mit der Empfehlung der Arbeitsstunden nicht ganz. Soll das eine Wiedereingliederungsmaßnahme über die Krankenkasse werden? Dann sollte dein Chef damit eigentlich kein Problem haben, weil er die Stunden, die du leistest, gar nicht bezahlen muss. Du erhältst in dem Fall beispielsweise weiterhin Krankengeld. Sprich doch mal mit deiner Krankenversicherung.

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» Bellikowski » Beiträge: 7700 » Talkpoints: 16,89 » Auszeichnung für 7000 Beiträge



In erster Linie solltest Du ja selbst wissen, inwiefern Du Dir die Arbeit zutraust und wie viele Arbeitsstunden Du ableisten kannst. Aber in erster Linie solltest Du langsam wieder zu Deinem Pensum finden und gerade für die Anfangszeit kann es eben sein, dass die empfohlene Zeit durchaus sinnvoll ist. Ich kenne es auch aus dem Umfeld so, da war jemand recht lang krank, hat an einer stationären Rehabilitationsmaßnahme teilgenommen, die auch darauf ausgerichtet war, in den beruflichen Alltag zurückzukehren. Dort wurden auch entsprechende Übungen veranstaltet. Dieser Person wurde ebenfalls empfohlen, die Stundenzahl zu verringern und anders zu gestalten, was mit dem Arbeitgeber auch abgesprochen wurde und der hat sich darauf eingelassen.

Die Stundenzahl bei der Person ist zwar meines Wissens nach die gleiche geblieben, aber sie wurden nun anders, das heißt auf mehrere Tage verteilt. Der Person tut es so sehr gut und ihr geht es damit auch recht gut, sodass es die richtige Entscheidung gewesen ist. Aber es war hier eben nur von einer Umverteilung die Rede, die eine andere Organisation der Aufgaben mit sich brachte, die sich letztendlich aber wohl gelohnt hat.

Gerade am Anfang ist es besser, wenn Du Dich nach den Empfehlungen richtest. Stell Dir vor, Du mutest Dir zu viel zu und musst quasi wieder von vorn beginnen oder wirst wieder krank geschrieben. Oder geht es bei Dir vielleicht auch darum, dass Du gern weniger Stunden zur Eingliederung haben möchtest? In dem Fall solltest Du das auch mit dem Arbeitgeber besprechen, wobei in der Tat für die Wiedereingliederung eher die Krankenkasse zuständig ist und weniger der Arbeitgeber. Insofern müsste man das mit einem in der Rehabilitation zuständigem Menschen besprechen.

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» *steph* » Beiträge: 18439 » Talkpoints: 38,79 » Auszeichnung für 18000 Beiträge



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