Zwei Arzttermine machen, wenn man Arbeitszeit nicht weiß?

vom 22.07.2012, 13:12 Uhr

Eine Freundin ist Krankenschwester und arbeitet ziemlich unregelmäßig ist Schichtdienst. Nun war sie bisher immer bei einem Zahnarzt, der sich auch darauf eingelassen hat, dass sie an einem Tag zwei Termine gemacht hat und sie einen dann absagen konnte, wenn sie die Arbeitszeit wusste. Da man bei dem Arzt immer 8 Wochen im Voraus planen musste, war das immer ganz gut.

Nun hat dieser Zahnarzt zu gemacht und meine Freundin ist bei einem anderen Zahnarzt, der sich auf diese Terminvergabe nicht einlässt, weil sie dann eine gewisse Zeit einen Termin blockt. Da er aber auch eine Terminwartezeit von mehr als 8 Wochen hat, kann meine Freundin nicht so lange im Voraus planen.

Wie machen es die Leute, die Schichtdienst arbeiten, der unregelmäßig ist, auf den Schichtplan warten müssen und einen Termin brauchen, der außerhalb der Arbeitszeit ist? Wie kann man das am besten organisieren, wenn der Arzt bzw. die Arzthelferin sich nicht auf zwei Termine einlassen will? Oder müsste sich ein Arzt darauf einlassen, damit man eben die Möglichkeit hat die Vorsorge machen zu lassen?

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» Diamante » Beiträge: 41749 » Talkpoints: -4,74 » Auszeichnung für 41000 Beiträge



Ich selbst habe zur Zeit einen Nebenjob, bei dem ich auch sehr unregelmäßige Arbeitszeiten habe. Ich muss fast jeden einzelnen Tag um eine andere Uhrzeit arbeiten und kann also auch schlecht voraus planen. Mein Arbeitgeber ist in Sachen Arzttermine aber sehr tolerant. Wenn man ihm früh genug Bescheid gibt, an welchem Tag man nicht kann, ist das überhaupt kein Problem. Dann wird der Plan zur Not umgeschrieben. Arzttermine sind schließlich wichtig und müssen einfach wahrgenommen werden. Ich denke, dass ein Arbeitgeber da in gewisser Weise Rücksicht nehmen muss. (Wenn es nicht jede Woche ist)

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» Prinzessin_90 » Beiträge: 35273 » Talkpoints: -0,01 » Auszeichnung für 35000 Beiträge


Bei vielen Leuten, die im Schichtdienst arbeiten und ihre Arbeitspläne maximal für die nächsten zwei bis drei Wochen wissen ist es scheinbar schwer Arzttermine zu planen, die in acht Wochen Entfernung liegen.

Dabei finde ich es jetzt nicht sonderlich schlimm. Die meisten Chefs haben kein Problem damit Schichten umzulegen, wenn sie früh genug von dem Arzttermin wissen. Da ist es doch eigentlich gut, dass man schon acht Wochen im Voraus weiß wann der Termin stattfindet und der Arbeitgeber hat genug Zeit die Pläne auf diesen Termin vorzubereiten.

Natürlich darf man nicht erst eine Woche vorher mit der Sprache rausrücken. Dann könnte es sein, dass sich so mancher Chef querstellt, denn er weiß ganz genau dass bei vielen Ärzten mit langen Wartezeiten zu rechnen sind und da würde er sich sicher wundern, warum die Angestellte erst so spät Bescheid gibt.

» Angel4887 » Beiträge: 24 » Talkpoints: 13,16 »



Ich arbeite auch im Schichtdienst und weiß maximal eine Woche vorher, wie ich arbeiten muss. Dennoch habe ich noch nie zwei Arzttermine für einen Tag gemacht. Selbst wenn der Arzt das mitmachen würde, wäre ich ehrlich gesagt nie auf diese Idee gekommen. Ich habe Arzttermine bisher einfach irgendwann geplant und erst mal gehofft, dass es zufällig passt.

Dazu habe ich zumindest ein bisschen Mitspracherecht bei den Schichten, sodass ich meinen Termin frühzeitig mitteile und mein Arbeitgeber mir dann meistens auch entgegenkommt und quasi die Arbeitszeiten um den Termin herum legt. Manchmal geht das jedoch nicht und dann bleibt mir nichts anderes übrig, als den Arzttermin zu verschieben. Das war bisher aber auch kein großes Problem. Ich musste deshalb nicht wieder monatelang auf den Termin warten, sondern es ging dann immer recht schnell.

» SuperGrobi » Beiträge: 3876 » Talkpoints: 3,22 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



Ich selbst arbeite auch im Schichtdienst und weiß nicht wirklich, wo das Problem liegt. Es gibt doch Dienstpläne und die sind, gerade im Krankenhaus, ein muss. Meistens sind die schon 2 oder gar drei Monate im voraus da. Sicherlich kann sich immer mal was ändern, aber im großen und ganzen behält man seinen Dienst. Vor allem dann, wenn man was wichtiges vor hat. Dann versucht eigentlich immer ein anderer einzuspringen oder man kommt eher oder später.

Ich habe mit Terminen deswegen auch kein Problem, wenn ich denn den Dienstplan weiß und bei uns ist es eigentlich auf allen Stationen so, dass der Dienstplan wirklich Monate vorher schon im Groben steht. Nur längerfristiger kann ich eben nichts ausmachen. Viele Büromenschen wissen ja, dass sie immer von 9-17 Uhr arbeiten und ich kann eben nicht sagen, wie ich in vier Monaten arbeite. Aber notfalls kann man rechtzeitig ankündigen, dass man einen wichtigen Arzttermin hat und dann wird auch das schon bei der Planung im Dienstplan berücksichtigt.

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» winny2311 » Beiträge: 15159 » Talkpoints: 4,91 » Auszeichnung für 15000 Beiträge


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