Eigene Anfrage bei Krankenkasse sinnvoll?
Herr C ist von einem medizinischen Gerät abhängig, welches überdurchschnittlich hohe Kosten verursacht. Im Grunde könnte eine andere Therapie auch möglich sein, die Herr C zwar auch am Leben erhält, jedoch wäre die Lebensqualität dann eine andere. Herr C ist im Übrigen nicht bettlägerig oder etwas in der Richtung, sondern nur von der Zugabe von außen durch Hormone angewiesen. Wie die Hormone in den Körper gelangen, ist einfach von der Therapie abhängig.
Nun hatte Herr C schon mit seinem Arzt darüber gesprochen, dass dieser in jedem Fall diese Fortsetzung der Therapie unterstützt, der entsprechende Antrag würde noch in diesem Jahr an die Krankenkasse herausgehen. Die müssen den Antrag natürlich erst einmal genehmigen.
Ist es da allgemein betrachtet besser, den Arzt machen zu lassen und Geduld zu haben, oder könnte man selbst als Patient schon einmal telefonisch anfragen, wie es denn mit der Wahrscheinlichkeit einer weiteren Kostenübernahme aussieht? Was wäre sinnvoller und welche Methode wäre wahrscheinlicher, dass die Krankenkasse dem Antrag letztendlich statt gibt? Ohne den Arzt beziehungsweise dessen Antrag würde nichts genehmigt werden, das nur so nebenbei.
Ich sehe eine Anfrage bei der Krankenkasse in dem Fall recht zwiegespalten. Auf der einen Seite kann es schon sinnvoll sein, als Patient auch Interesse zu zeigen und bei der Krankenkasse eben auch so zu signalisieren, dass einem diese Therapie so wichtig ist, wie sie bislang ist. Wenn man an die richtige Stelle und zum richtigen Ansprechpartner kommt, könnte es schon etwas bringen.
Auf der anderen Seite habe ich es gerade in meinem Beruf in der Apotheke schon vielfach erlebt, dass Patienten vor mir standen, denen die Krankenkassen erzählt haben, dass die verordneten Arzneimittel oder Hilfsmittel auf jeden Fall übernommen werden. Wenn das nicht der Fall war, sind wir in der Apotheke die bösen Leute, die etwas einfach nicht abgeben wollen, obwohl doch von der Krankenkasse die Übernahme mündlich versprochen wurde.
Genau das ist auch der Punkt, den ich wichtig finde. Wenn Herr C etwas mit der Kasse bespricht und diese ihm irgendetwas am Telefon schon vorab bewilligen sollte, sollte Herr C auf jeden Fall darauf bestehen, dass er es auch schriftlich bestätigt bekommt. Auf mündliche Zusagen würde ich bei den Kassen nicht viel Wert legen, dann ist die Enttäuschung hinterher groß, wenn es doch nicht genehmigt wird.
Mir geht es ja auch so wie Dir, Barbara Ann. Im Grunde würde ich auch eher davon abraten, direkt bei der Krankenkasse anzufragen, wie es denn mit der Folgebeantragung aussehen könnte. Zwar ist der direkte Kontakt zu der Krankenkasse mitunter durchaus mal als hilfreich zu betrachten, aber ohne ein Schreiben des Arztes und nur mit einer mündlichen Zusage erachte ich es selbst auch schwierig. Daher würde ich auch ohne einen Nachweis niemals in die Apotheke gehen und dann etwas verlangen. Dass Ihr beziehungsweise eben andere Apotheken Medikamente oder Hilfsmittel, die auf Rezept erhältlich sind, nicht herausgeben dürft, versteht sich ja doch von selbst.
Bei mir war es auch mal so ähnlich, ich hatte kein Rezept, benötigte aber etwas dringend. Man bot mir dann an, das Rezept nachzureichen, aber den vollen Preis erst einmal selbst zu zahlen. Das habe ich aber abgelehnt, weil ich nicht wusste, ob der Arzt es auch direkt so aufschreibt, wie es mir gegeben wurde. Einmal musste ich wegen meiner Insulinpumpe auch entsprechenden Bedarf bestellen, weil ich keine Katheter mehr zur Verfügung hatte. Die hat man mir dann auch so rausgeschickt, ich musste aber binnen zwei Wochen das Rezept einschicken. Das war aber kein Problem, ich hatte ihnen telefonisch geschildert, weshalb ich die Katheter dringend am Folgetag benötige und das war dann auch in Ordnung gewesen.
Dieses medizinische Gerät, welches Herr C. benötigt, wird im Übrigen auch nicht von der Apotheke oder vom Versandhändler herausgeschickt. Dazu muss sich die Praxis erst mit dem Hersteller oder dem Versandhändler in Verbindung setzen und daraufhin wird das Gerät dann in die Praxis zugestellt, wo es dann eine Einführung/ Schulung gibt und man dann damit nach Hause gehen kann. So halte ich es auch am Vernünftigsten.
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