Reha - Ort aussuchen oder einfach abwarten was man bekommt?

vom 15.07.2012, 09:01 Uhr

Bevor ich in die Reha ging, habe ich von vielen gehört, die einen Wunsch äußerten, wo sie gerne hin möchten. Ich habe keine Ahnung, wie die einzelnen Einrichtungen sind, weshalb ich einfach gewartet habe, welche Klinik ich angeboten bekomme. Daraufhin habe ich mich über die Klinik informiert und als ich sah, dass sie viele gute Bewertungen bekommen hat, habe ich es angenommen. Einen Wunsch hätte ich nicht äußern können, weil ich gar nicht wüsste, welche Klinik wirklich gut wäre.

Wenn ihr schon einmal in Reha wart, würde mich interessieren, ob ihr damals einen Wunsch geäußert habt? Wie seid ihr auf diese Klinik gekommen? Wurde euer Wunsch erfüllt, oder musstet ihr doch eine andere Klinik nehmen? Falls ihr noch nicht wart, würde mich interessieren, ob ihr einen Wunsch äußern würdet, oder es so machen würdet wie ich und einfach mal abwartet was euch angeboten wird?

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» Vampirin » Beiträge: 5979 » Talkpoints: 30,32 » Auszeichnung für 5000 Beiträge



Meines Wissens nach kann man nicht so einfach einen Wunsch äußern. Aber man kann das dennoch beeinflussen, wenn man eine gute Ärztin hat. Die kann zum Beispiel rein schreiben, dass man Meerluft aufgrund von Asthma benötigt oder dergleichen. Da ist die Chance dann wesentlich höher, dass man in eine Reha kommt, die sich an der Nordsee oder Ostsee befindet. Empfehlungen gezielt kann ein Arzt auch aussprechen, aber als Patient wirklich Wünsche äußern kann man nicht.

Man schaut eben auch danach, wo derjenige her kommt, und was für ein Leiden er hat. Es gibt ja Kliniken, die haben sich auf die Rehabilitation nach einer Knie- oder Hüft-OP spezialisiert, andere auf Atemwegserkrankungen, wieder andere auf Gewichtsprobleme usw. Danach geht man auch, auch wenn die Kliniken da ein weiteres Spektrum haben sollten und im Grunde für alles ausgelegt sein sollen. Mal von den Spezialkliniken abgesehen natürlich.

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» winny2311 » Beiträge: 15159 » Talkpoints: 4,91 » Auszeichnung für 15000 Beiträge


Mein Vater ist aktuell auch zu einer Rehabilitation gekommen und dieser hat zwar gewartet, wohin er geschickt wird, dann jedoch einen Widerspruch eingelegt und dafür gesorgt, dass er dorthin kommt, wohin er gern möchte. Ich weiß allerdings nicht, nach welchen Kriterien er sich entschieden hat, woanders unterzukommen, er wollte aber dorthin, weil er dort bereits einmal gewesen ist. Das war jedoch in Bezug auf andere gesundheitliche Umstände, aber nun gut. Im Internet hat er sich übrigens nicht informieren können, da er selbst keinen Zugang zum Internet hat.

Als Kind war ich bereits auch selbst in einer Klinik zur Kur gewesen und dort haben wir einfach das genommen, was uns beziehungsweise mir zugeteilt wurde. Man konnte sich damals auch nicht wirklich im Internet informieren und so weiter, ich hätte damals auch als Erwachsene nicht gewusst, woher man die heutigen Informationen bekommt.

Hin und wieder denke ich jetzt auch darüber nach, eine Rehabilitation zu beantragen, ich würde mich daher auch schon vorher informieren, was für mich denn in Frage käme und was nicht, und dann hoffen, dass ich die richtige Klinik erhalte. Eventuell würde ich mich dann aber auch, wenn es nicht mein Wunschort werden würde, mich je nach Bewertung mit der Klinik anfreunden oder noch einmal Kontakt mit der entsprechenden Stelle aufnehmen.

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» *steph* » Beiträge: 18439 » Talkpoints: 38,79 » Auszeichnung für 18000 Beiträge



Ich habe einen Wunsch geäußert, als ich letztes Jahr bei der Reha war. Eine gute Bekannte von mir war vorher nämlich in einer sehr schönen Reha Klinik gewesen und sie meinte, dass sie sehr zufrieden gewesen wäre und ihr auch die Umgebung der Reha Klinik sehr gefallen hätte, da es sehr ruhig war und viel Natur gab. Es war auch eine Thermalsole in der direkten Nähe, auch das war natürlich ein Grund für mich, dieser Reha eher zuzusagen. Ich wusste zwar, dass es in der direkten Umgebung auch eine Reha Klinik gab, diese hatte aber an Extras oder Natur nicht großartig etwas zu bieten, deswegen hätte ich diese sicherlich nicht als meinen Wunsch geäußert, auch wenn dann beispielsweise über das Wochenende die Möglichkeit bestanden hätte, nach Hause zu fahren.

Ich habe den Wunsch dann eben eingetragen und mir wurde diese Klinik dan auch bewilligt, worüber ich sehr froh war und auch nach der Reha habe ich es kein bisschen bereut, dort gewesen zu sein und mich nicht für eine andere Klinik entschieden zu haben. Meine Mutter war dieses Jahr bei der Reha und wir haben uns hier erstmal ein bisschen im Internet schlau gemacht, was es denn sonst noch so für Kliniken gibt, haben dann als Wunsch aber auch die Klinik angegeben, in der ich und meine Bekannte gewesen sind. Auch meine Mutter durfte dann dort hin und es hat ihr sehr gefallen.

» Crispin » Beiträge: 14916 » Talkpoints: -0,43 » Auszeichnung für 14000 Beiträge



Ich war 2006 zu einer längeren Rehamaßnahme. Die Klinik hatte ich mir im Endeffekt dann selber ausgesucht. Wobei ich es für meine Erkrankung schon relativ viele Kliniken gibt, aber ich eine Klinik suchte, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen musste. Sie musste auf die Erkrankung spezialisiert sein. Musste nach einem bestimmten Behandlungskonzept arbeiten. Und die Rentenversicherung musste als Kostenträger zugelassen sein.

Von der Klinik die mich zur Rehamaßnahme überwies, wurde mir eine Klinik vorgeschlagen, die mir aber an sich von Anfang an nicht zusagte. Was aber wohl auch an der Art lag, wie man mir die Klinik vorgeschlagen hatte. Zeitgleich mit dem Antrag bei der Rentenversicherung, lief dann eben auch ein Antrag an die Klinik. Die luden mich dann auch zu einem Vorgespräch ein. Dem stimmte ich dann auch mal zu. Auch hier sagte mir einiges nicht zu. War mir irgendwie alles einfach zu abgedreht.

Ich suchte selbst weiter nach Kliniken und forderte auch Infomaterial an. Die Rentenversicherung hatte die Rehamaßnahme erst mal abgelehnt. Ein Teil der Kliniken die ich in Betracht zog, hatten entweder nicht die Rentenversicherung als Kostenträger oder hatten Wartelisten von bis zu einem Jahr. Zusätzlich machte die Krankenkasse Druck.

Die Rentenversicherung schickte mich dann zum Gutachter. Da kam dann raus, dass die wohl ein Problem mit der zuerst vorgeschlagenen Klinik hatten. Die verfolgten das dann aber weiter. Über die Krankenkasse bat ich dann um eine andere Klinik und die Rentenversicherung schickte mir dann auch Vorschläge. Alles Kliniken, die meine Erkrankung nicht als Fachgebiet hatten. Noch dazu gar nicht in die Richtung gearbeitet haben, die ich bereits ambulant eingeschlagen habe. Somit suchte ich selbst weiter eine Klinik.

Mit Hilfe der Dame der Krankenversicherung reichten wir dann einen Antrag auf Klinikwechsel ein. Dazu argumentierten wir eben, von wegen Behandlungsform und so weiter. Ein Schreiben meines Behandlers gab es dazu dann auch noch. Das wurde dann bewilligt, vor allem da die ausgesuchte Klinik auch relativ zeitnah aufnehmen würde.

Generell kann man wohl vorher angeben, in welche Klinik man möchte. Wenn die eben die Vorgaben des Kostenträgers erfüllt. Dann kommt es aber sicherlich auch noch auf die Dringlichkeit an und andere Umstände. Außerdem kann man, wenn man genügend Argumente hat, die stichhaltig sind, auch einen Klinikwechsel im Vorfeld beantragen. Dazu sollte man eben aber gute Argumente nennen. So Sachen wie, ich will nicht nach Bayern, weil es mir da nicht gefällt, werden da wenig zählen.

» LittleSister » Beiträge: 10426 » Talkpoints: -11,85 » Auszeichnung für 10000 Beiträge


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