Kann Autismus geheilt werden? Gibt es eine Therapie?
In letzter Zeit hört man so einiges von Autisten, unter Anderem auch im Fernsehen. Mir tun die Betroffenen wirklich Leid, da sie überhaupt nichts für ihr Schicksal können, jedoch von der Umwelt oft nicht akzeptiert werden können, eben aufgrund ihres komplett krankhaften Verhaltens.
Jedoch habe ich mich dabei schon immer gefragt, ob Autismus ein Ende haben kann. Ob Menschen durch Therapie oder Behandlungen wieder von der Krankheit loskommen können. Welche Behandlungen gibt es dort überhaupt? Und gibt es für Autisten einen Weg aus der Krankheit? Oder hört der Autismus erst mit dem Tod auf?
Autisten zeigen nicht unbedingt ein komplett krankhaftes Verhalten. Sie müssen einem auch nicht Leid tun. Autismus gibt es in den verschiedensten Ausprägungen und Arten. Er ist angeboren und nicht heilbar. Autisten können schwer mit anderen Menschen interagieren und kommunizieren. Sie können Gesichtsausdrücke nicht interpretieren. Sie merken zum Beispiel nicht, wenn jemand glücklich ist oder traurig. Das bedeutet nicht, dass sie solche Gefühle nicht selber haben. Autisten nehmen die Welt anders wahr als wir. Oft haben sie einen ausgeprägten Ordnungssinn, manchmal sind sie hochintelligent.
Es gibt Trainingsprogramme, wo Autisten lernen können, die Mimik von Gesichtern zu deuten, sie können es aber nie intuitiv, sondern müssen genau analysieren, wie der Mund aussieht, die Augen, die Stirn usw. und dann logisch schlussfolgern, in welcher Stimmung der Mensch ist, und was man sagen sollte oder auf keinen Fall sagen sollte. So lernen sie, im sozialen Miteinander klar zu kommen.
Autismus ist unheilbar, aber man kann auch durch Therapien und professionelle Hilfe einen für uns normalen Alltag als Autist meistern und selbstständig zu leben. Grundsätzlich gilt, je früher ein Autist behandelt wird, desto besser sind die Heilungschancen.
Eine Heilung wäre etwas schwierig, Autismus ist keine Erkrankung wie eine Grippe, sondern eine neurologische Erkrankung in Form von einer Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitungsstörung. Es gibt (noch?) keinen bekannten Auslöser für Autismus, es kann jede Person oder jede Familie treffen. Es gibt sogar Ausnahmen, denen man ihre "Behinderung" oder "Erkrankung" gar nicht anmerkt.
Es gibt viele verschiedene Formen von Autismus, von daher empfinde ich es als etwas schwierig, dir eine wirklich zufriedenstellende Antwort zu geben.
Ich hatte eine Beziehung zu einem Mann geführt, der das Asperger-Syndrom hat und er schien sehr sozialkompetent, vor allem mit seinen Freunden, jedoch fand ich sein Benehmen manchmal sehr eigenartig, sogar ziemlich kalt mir gegenüber. Wenn ich ihn beobachtet habe, war seine Mimik und Gestik immer sehr eingeschränkt und ziemlich steif. Ich hatte das Gefühl gehabt, er hat meine Gefühle nicht richtig verstanden und daran ist es auch letztendlich gescheitert. Wir waren fast ein Jahr zusammen und wir haben uns sehr gemocht, ich habe mich so gut es geht mit dem Asperger-Syndrom auseinander gesetzt und auch versucht ihn zu verstehen und mit ihm zu fühlen, aber es ist trotzdem gescheitert.
Ich frage mich, ob man Mitleid mit Autisten haben sollte, denn eigentlich sind sie an ihre "eigene Welt" gewöhnt. Was bedeutet es eigentlich, normal zu sein? Ich selbst bin psychisch krank, jedoch fühle ich mich völlig normal, wie jeder andere Mensch auch. Ich finde es wichtig, sich über Autismus zu informieren, wenn man einen Autist kennenlernt. Das räumt viele Missverständnisse aus dem Weg oder man empfindet ein "ablehnendes Verhalten" plötzlich nicht mehr so negativ.
Autismus ist eine Entwicklungsstörung, die nicht heilbar ist. Das Gehirn ist dabei geschädigt, sodass die Wahrnehmung und die Informationsverarbeitung nicht funktioniert. Es gibt Therapien, je nach Grad der Erkrankung. Die Verhaltenstherapie ist dabei besonders wichtig. Hierbei lernen die Betroffenen das Sozialverhalten und die Kommunikation.
Darüber hinaus erhalten viele zusätzlich Ergotherapie, Physiotherapie und Logopädie. Es gibt auch eine medikamentöse Behandlung, die die Angstzustände und Depressionen nehmen sollen. Ein Medikament gegen die Krankheit selber gibt es nicht. Oft sind die Menschen auch Epileptiker und müssen deswegen Medikamente einnehmen.
Sie müssen bis an ihr Lebensende mit der Krankheit leben, wobei die Lebenserwartung bei 50 bis 60 Jahren liegt. Somit liegt die Lebenserwartung weit unter der, die ein Mensch ohne die Krankheit hat. Einen Weg aus der Krankheit gibt es nicht, da es wohl viel mit Genethik zu tun hat.
Autismus ist leider unheilbar. Ich habe selber Autisten kennengelernt und es gibt einige Therapieformen, die den Autisten ein einigermaßen normales Leben ermöglichen können. Es ist deswegen nicht heilbar, weil es neurologisch ist. Es ist wie eine Art dauerhafte Behinderung anzusehen, wobei das Wort Behinderung schon immer einen etwas harten und negativen Beigeschmack hat.
Autisten haben heutzutage gute Möglichkeiten ihr Leben zu beschreiten und je nach Intensität des Autismus, leben sie auch völlig normal und manche merken es auch nie.Es gibt verschiedene Formen des Autismus und so muss man eben verschiedene Therapieformen zur Verfügung stellen. Oftmals haben Autisten ein Problem mit Beziehungen und damit Gefühle richtig zu äußern beziehungsweise sie zu deuten.
Wieso tun dir denn Autisten Leid? Man kann davon ausgehen, dass es sie nicht stört. Autisten leben meistens in ihrer eigenen Welt und das müssen Außenstehende einfach akzeptieren. Wenn man jemanden bemittleiden müsste, dann wohl eher die Angehörigen. Aber ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich finde, dass man sich damit durchaus noch arrangieren kann und das es wesentlich schlimmere Erkrankungen gibt. Natürlich bewundere ich aber die Eltern, die damit gut klar kommen.
Autismus kann man nicht heilen. Man kann ein Kind aber sehr gut fördern. Sicherlich muss man dazu wissen, welche Form und welche Ausprägung es hat, aber insgesamt kann man da wirklich viel machen. Da muss man als Elternteil aber auch gut hinterher sein und muss sich viel für sein Kind einsetzen, mit den Krankenkassen streiten und was sonst noch so dazu gehört - aber man kann es schaffen und ich finde ein Leben als Autist ist mittlerweile durchaus lebenswert und das sollte man wissen.
Es gibt Formen, da wird man als Elternteil ein Leben lang eingespannt sein und es wird mitunter ein Fulltimejob sein. Aber ich habe schon Autisten kennengelernt, die unheimlich liebenswert waren und sie sind eigenständige Persönlichkeiten. Die muss man nicht bemittleiden, die muss man bewundern! Und wir müssen damit umgehen lernen. Nicht mehr und nicht weniger.
Autismus kann behandelt, aber nie vollständig geheilt werden. Es gibt mittlerweile sehr effektive Therapien, die sich aus vielen verschiedenen Dingen zusammensetzen, die allerdings bei jedem anders wirken und auch nicht ewig erfolgreich sein müssen.
Therapien für Autisten setzen sich aus verschiedensten Fachrichtungen zusammen und zielen auch auf ganz unterschiedliche Dinge ab. Es gibt einerseits natürlich die medikamentöse Therapie, aber auch Farb- und Klangtherapie, eine Art Ergotherapie und Therapien, die einen ganz geregelten Tagesablauf festlegen, wie bei anderen neurologischen Erkrankungen wie Parkinson oder Schizophrenie. Je nach Veranlagung und Art des Autismus muss auf viele verschiedene Dinge geachtet werden. Ein großes Therapeutenteam, das die Familie in das Programm mit einbezieht ist notwendig, um die Nähe zu ihnen zu ermöglichen. Denn ein Großteil in einem Autisten ist ein ganz normaler Mensch ohne Einschränkung. Empfehlenswert sind die großen Forschungseinrichtungen, die dem amerikanischen Modell nachempfunden werden und in denen Forschung, Therapie und Wohnen vereint ist.
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