Warum unterschiedlicher Flaschenpfand?

vom 22.06.2012, 07:42 Uhr

Seit einigen Jahren gibt es in Deutschland Flaschenpfand und nahezu jede Flasche ist mit Pfand belegt. Mir ist jedoch in alle den Jahren immer mal wieder aufgefallen, dass es auch viele Flaschen gibt, auf die gar kein Pfand erhoben wird. Das betrifft überwiegend kleine Glasflaschen. Andere Glasflaschen sind jedoch wieder mit Pfand belegt.

Genauso ist mir aufgefallen, dass auf Plastikflaschen 0,25 EUR Pfand zu zahlen ist und andere Bierflaschen zum Beispiel nur mit 0,08 EUR zu Buche schlagen. Ich frage mich immer wieder, warum das so undurchsichtig gemacht wird bzw. wurde und was sich die Regierung bzw. die Produktionsfirmen dabei gedacht haben. Warum werden manche Flaschen gar nicht mit Pfand belegt und andere wiederum unterschiedlich?

Auch bei Dosen konnte ich dieses Phänomen beobachten. Es gibt viele Dosen, auf die Pfand erhoben wird und andere Dosen sind wiederum pfandfrei. Weiß jemand, was es damit auf sich hat?

» GoroVI » Beiträge: 2295 » Talkpoints: 0,09 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



Man muss hier einmal den Mehrwegpfand und den Pfand auf Einwegverpackungen unterscheiden.

Die Mehrwegflaschen sind schon seit langer Zeit mit Pfand belegt, damals waren das 15 Pfennig für Bierflaschen und 30 Pfennig für Wasser- und Limonadeflaschen. Damit wurde einfach ein Anreiz geschaffen, diese Flaschen auch wieder abzugeben, denn die Produktion der Flaschen war recht teuer. Damit ist niemandem geholfen, wenn sie einfach im Müll landen. Bei der Umstellung auf den Euro wurden die Beträge dann entsprechend umgerechnet, daher sind es heute 8 Cent auf eine Bierflasche und 15 Cent auf eine Wasser- und Limonadenflasche.

Die Einführung des Pfandes auf Einwegverpackungen wurde eingeführt, weil der Anteil an verkauften Getränken in Einwegverpackungen zunahm. Die Einwegverpackungen wurden nicht unbedingt recycelt und belasteten die Umwelt enorm. Um diese Einwegverpackungen einzudämmen, hat man die Einführung des Einwegpfandes beschlossen. Dieser musste auch höher sein, als der Pfand auf die anderen Flaschen, damit der Verbraucher es beim Einkaufen auch spürt. Leider ging der Plan nicht so ganz auf, der Anteil an Einwegverpackungen hat sich nicht in dem gewünschten Maße verringert.

Dass es auch Flaschen ohne Pfand gibt, liegt daran, dass normalerweise nur Erfrischungsgetränke in Gebinden einer gewissen Größe mit Pfand belegt wurden. Die anderen Getränke waren ein zu kleiner Anteil am Gesamtvolumen, so dass man hier auf eine Bepfandung verzichtet hat.

» Squeeky » Beiträge: 2670 » Talkpoints: 1,05 » Auszeichnung für 2000 Beiträge


Das frage ich mich auch schon viele Jahre und habe es bis heute noch nicht begriffen. Ich verstehe auch die Argumentation nicht, dass man Getränke ohne Kohlensäure vom Pfand befreit. Was macht das denn für einen Unterschied wenn die leeren Flaschen in der freien Natur landen, ob diese nun kohlensäurehaltig waren oder nicht? :think:

» A. Brunner » Beiträge: 117 » Talkpoints: 17,94 » Auszeichnung für 100 Beiträge



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