Rippenfellreizung durch Husten? Oder was sonst?

vom 04.06.2012, 09:28 Uhr

Eine Bekannte von mir hat gerade einen ziemlichen Reizhusten, weswegen sie auch neulich bei ihrem Hausarzt vorstellig wurde, da sie den Husten bereits seit etwa drei Wochen hat und dieser sie vor allem nachts schrecklich quält und sie am Schlafen hindert. Beim Hausarzt wurde ihr lediglich ein Rezept über Hustentropfen gegeben. Sie muss nicht wieder kommen und auch ihre Lunge wurde nicht abgehört.

Nun hatte sie heute Nacht wohl wieder einen schrecklichen Hustenanfall, woraufhin ihr auch ihre Rippen weh getan haben. Seit heute Nacht schmerzen ihre Rippen seitlich nach hinten bei jedem weiteren Hustenanfall und bei tiefem Einatmen. Da meine Bekannte nun endlich doch das Gefühl hat, dass sich der Husten lösen würde, jedenfalls am Morgen hustet sie nun mit Schleim, möchte sie auch nur noch einmal zu ihrem Hausarzt, wenn die Schmerzen an den Rippen nun noch weitere Tage andauern oder schlimmer werden als sie jetzt gerade sind.

Da ich kein Arzt bin, kann ich zwar Vermutungen anstellen, was die Rippen betrifft, aber sicher bin ich mir natürlich nicht und eine Diagnose stellen kann ich schon gleich gar nicht. Natürlich kommen die Schmerzen vom vielen und intensiven husten. Aber könnte es sich bei ihren Schmerzen bereits um eine Rippenfellentzündung/-reizung handeln? Wer von euch hatte selber vielleicht schon einmal eine Rippenfellentzündung/-reizung und kann Symptome beschreiben? Was könnte meine Bekannte noch haben? Was würdet ihr an ihrer Stelle tun? Würdet ihr gleich zum Arzt gehen oder würdet ihr auch, wie sie es vor hat, erst noch einmal einen oder zwei Tage abwarten, um zu sehen, wie sich alles entwickelt?

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» Nettie » Beiträge: 7637 » Talkpoints: -2,59 » Auszeichnung für 7000 Beiträge



Eine Rippenfellentzündung ist es auf jeden Fall nicht, damit habe ich schon Bekanntschaft gemacht. Bei einer Rippenfellentzündung ist man nicht mehr in der Lage, sich zu bewegen oder gar aufzustehen, ohne vor Schmerzen zu schreien. Ich bin damals mehrere Wochen im Krankenhaus gewesen. Es handelt sich hierbei lediglich um eine Reizung der Muskeln um die Rippen herum, dass ist sogesehen ein bisschen wie Muskelkater nur an einer etwas ungewohnten Stelle. Hat man über mehrere Wochen solche Hustenanfälle ist das nicht unüblich und passiert mir auch häufiger mal.

Natürlich tut es trotzdem sehr weh, egal wie harmlos es an sich eigentlich ist. Ich gehe damit meistens zum Hausarzt. Tatsache ist nämlich, dass sich die Muskulatur erst dann richtig erholen kann, wenn man diese ''Schonhaltung'' abnimmt, die man automatisch annimmt, wenn man dort Schmerzen verspürt, um die Rippen nicht weiter zu belasten. Für die Heilung ist das allerdings wenig förderlich. Mein Hausarzt verschreibt mir daher immer recht starke Schmerzmittel (Metamizol oder starke Ibuprofen). Ist der Schmerz einmal weg, hält man sich wieder aufrecht und die Heilung wird beschleunigt, vorausgesetzt natürlich, auch der Husten lässt wieder nach.

Da es sich um nichts schlimmes handelt, ist es an sich egal was sie macht, wenn sie das Gefühl hat, dass der Husten bald nachlässt, muss sie nicht unbedingt zum Arzt gehen, die Rippenschmerzen gehen dann irgendwann von alleine weg. Sollte das jedoch andauern und der Schmerz sie auch im Alltag hindern, kann man sich eben beim Hausarzt Schmerzmittel verschreiben lassen. Normalerweise erholt sich die Muskulatur aber recht schnell, wenn der Husten abnimmt.

» Crispin » Beiträge: 14916 » Talkpoints: -0,43 » Auszeichnung für 14000 Beiträge


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