Legasthenie weil der Vater Alkoholiker ist?

vom 19.05.2012, 14:18 Uhr

Gestern war eine große Familienfeier angesagt. Dabei war ein Thema des Tages ein Kind aus der Nachbarschaft. Die Mutter des Kindes ist alleinerziehend und das Kind hat noch mehrere Geschwister. Der Vater ist kaum mit den Kindern zu sehen und wenn, dann meistens nicht nüchtern. Den Gerüchten zufolge, soll er mehr Zeit in der Ausnüchterungszelle verbringen, als ein seinem eigenen Bett.

Eines der Kinder geht wohl gemeinsam mit den Kindern meiner Verwandtschaft in die Schule. Das Kind hat eine sehr ausgeprägte Legasthenie. Eine meiner Verwandten meint nun, dass sei kein Wunder bei dem Vater und seinem Alkoholkonsum. Da bliebe dem armen Kind ja nichts anderes übrig als Legastheniker zu werden. Besteht da wirklich ein Zusammenhang?

» Fugasi » Beiträge: 1877 » Talkpoints: 1,33 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



Nein, da besteht kein Zusammenhang. Auch wenn eine Lese-Rechtschreibschwäche vererbbar ist. Bei den meisten Menschen entsteht sie aber durch eine Fehlentwicklung im Gehirn im Kleinstkindalter. Oftmals hängt es damit zusammen, dass das Kind eine Entwicklungsstufe übersprungen hat. Zum Beispiel ohne Krabbelphase direkt zum Laufen übergegangen ist.

Eventuell wäre es eine Möglichkeit, wenn die Mutter während der Schwangerschaft dem Alkohol entsprechend zugesprochen hätte. Aber wenn der Vater schon zum Zeugungszeitpunkt so viel getrunken hat, dann hat er eigentlich nur normale Samenzellen, welche halt ihren Weg machen oder hat verkümmerte, welche dann sowieso auf der Strecke bleiben.

» Punktedieb » Beiträge: 17970 » Talkpoints: 16,03 » Auszeichnung für 17000 Beiträge


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