Was sagt ein Lungenfunktionstest aus?

vom 17.05.2012, 19:26 Uhr

Ein Lungenfunktionstest ist in vielen Allgemeinmediziner-Praxen möglich und es gibt verschiedene medizinische Indikationen dafür. Der Test selbst ist schnell gemacht, erinnert ein bisschen an einen Alkoholtest, wie ich finde. Und das Ergebnis gibt es bereits kurz darauf.

Doch was sagt das Ergebnis eigentlich aus? Bzw. gibt es hier Arzthelferinnen, die wissen, ob immer dassselbe getestet wird? Oder gibt es Einstellmöglichkeit? Wofür stehen die Parameter VCIN, FEV, MEF, PIF, usw.? Und was kann man allgemein aus dem Test erkennen? Beim Arzt gab es nur das Ergebnis "alles in Ordnung", was auch die "Interpretationshilfe" bestätigt, denn dort ist vermerkt "normale Fluss- und Volumenwerte".

Doch kann das Volumen überhaupt ermittelt werden? Denn auch bei maximaler Ausatmung verbleibt doch immer noch ein Restvolumen in der Lunge, was von Mensch zu Mensch variiert. Ganz abgesehen davon, dass dadurch auch das gesamte Lungenvolumen bei jedem unterschiedlich ist, denke ich, dass man im Labor nochmal ganz anders atmet als allgemein. Und auch Versuche komplett auszuatmen führen doch nicht immer automatisch zu exakt derselben Luftmenge oder?

Habt ihr schonmal einen Lungenfunktionstest gemacht und was sind eure Gedanken dazu? Wie wurde euch welches Ergebnis mitgeteilt? Und was waren die Gründe den Test durchzuführen?

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» Trisa » Beiträge: 3323 » Talkpoints: 38,55 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



Natürlich verbleibt beim Lungenkapazitätstest ein gewisses Restvolumen in der Lunge, aber dieses Volumen kannst du ja später auch nicht ausatmen, bzw. auch nicht einatmen, es kann also unberücksichtigt bleiben, da es prinzipiell gesehen gar nicht relevant ist.

Der Verlauf der Atmung kann vieles Aussagen. Zum einen kann ausgesagt werden wie viel die Lunge an frischer Luft aufnehmen kann, und wie, bzw. in welchem Fluss, diese Luft wieder ausgeatmet wird. daraus kann ein Arzt schließen in welchem allgemeinen Zustand sich die Lunge befindet. Ein Raucher zum Beispiel hat generell ein geringeres Volumen, doch auch hier lässt sich der allgemeine Zustand der Lunge grob abschätzen, indem man den Verlauf anschaut. Kann er/sie schnell genug Luft aufnehmen, und gleichmäßig wieder ausatmen, dann ist alles in Ordnung. Stellen sich aber zum Beispiel Anzeichen einer Raucherlunge ein, so wird dieses Diagramm stark verändert sein.

Was die einzelnen Parameter aussagen kann Google wohl noch besser beantworten als wir hier, es sei denn es ist ein Arzt unter uns, am besten ein Pneumologe. Einen regelmäßigen Lungenfunktionstest durchzuführen ist in unserer Zeit eigentlich gar nicht so schlecht, denn gerade steigende Belastungen im Alltag können die Lunge auch von Nichtrauchern schnell schädigen.

» Frank The Tank » Beiträge: 350 » Talkpoints: 44,33 » Auszeichnung für 100 Beiträge


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