Gute und schlechte Erfahrungen mit Krankenhäusern

vom 07.05.2012, 20:46 Uhr

Vor ein paar Tagen war es wieder einmal soweit, dass ein Bekannter von mir, nämlich der Opa meines Mannes, das örtliche Krankenhaus aufsuchen musste, da er draußen im Hof Holz holen wollte und beim Hineingehen ins Haus dann über irgendetwas gestolpert ist, so dass er hingefallen ist. Danach tat ihm seine Hand stark weh und auch sein Brustkorb schmerzte heftig.

Im Krankenhaus angekommen wurde er natürlich zunächst einmal geröntgt. Man stellte einen Bruch an der Hand fest und meinte, dass die Rippen stark geprellt wären. Etwas später, als noch ein oder zwei weitere Untersuchungen gerade stattfanden, kam der Arzt, der die Röntgenaufnahme des Brustkorbes ausgewertet hatte, noch einmal herein und sagte, dass nun doch eine Rippe gebrochen sei.

Da der Opa meines Mannes nun doch sehr verunsichert war über die nachfolgende Berichtigung des Arztes und nicht mehr wusste, was er glauben sollte, wollte er sichergehen und ging einen Tag später noch einmal zu einem Orthopäden. Dieser schaute sich die Aufnahmen des Krankenhauses an, die der Opa meines Mannes mitgenommen hatte. Er konnte auf den Aufnahmen überhaupt nichts erkennen, da die Aufnahmen zu schlecht waren und machte selber dann noch einmal welche. Darauf konnte man dann klar erkennen, dass es sich sogar um zwei gebrochene Rippen handelte und nicht nur um eine, wie man im Krankenhaus gesagt hatte.

Der Orthopäde verschrieb dem Opa meines Mannes dann auch eine Art Gurt, den er anlegte und seitdem keine Schmerzen mehr hat. Statt den vom Krankenhaus verordneten Schmerzmitteln trägt er nun den Gurt und benötigt keine Tabletten mehr, was für einen Mann über 90Jahre schon ein Vorteil ist.

Ein anderer Fall im Krankenhaus betraf mich. Ich bekam vor Jahren einen Medizinball beim Sport auf einen Finger, den es dann umbog. Ich hatte starke Schmerzen, womit ich dann auch ins nächstgelegene Krankenhaus fahren musste, da es schon zu spät war, um in eine orthopädische Praxis zu fahren. Im Krankenhaus wurde ebenfalls geröntgt und festgestellt, dass ich einen Kapselanriss hätte, der nach etwa 3 Wochen (so genau kann ich mich nicht mehr an die Zeit erinnern) verheilt sein sollte.

Da ich aber nach mehr als drei Wochen immer noch Schmerzen hatte, ging ich ebenfalls zu einem Orthopäden, dem ich die Aufnahmen aus dem Krankenhaus zeigte. Dort sah man dann eindeutig, dass nicht die Kapsel angerissen war, sondern ein Stück Knochen abgesplittert war, das dann später etwas weiter unten wieder falsch angewachsen war. Das hätte man laut Orthopäde schon im Krankenhaus sehen müssen. Dort hielt der zuständige Arzt allerdings die Röntgenaufnahme über eine dunkle Unterlage und sah vermutlich deshalb nichts. Das fiel mir aber erst auf, nachdem ich noch einmal über den Arzt im Krankenhaus nachgedacht hatte.

Habt ihr selber schon einmal schlechte Erfahrungen mit/in einem Krankenhaus gemacht? Wurde bei euch auch etwas übersehen oder wurde nur unzureichend untersucht? Oder habt ihr bisher mit Krankenhäusern nur gute Erfahrungen gemacht? Wie hoch ist euer Vertrauen in Krankenhäuser bzw. in die dort arbeitenden Ärzte? Würdet ihr das Krankenhaus oder die örtliche Arztpraxis bevorzugen, wenn ihr die Wahl hättet?

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» Nettie » Beiträge: 7637 » Talkpoints: -2,59 » Auszeichnung für 7000 Beiträge



Wenn es sich um einen Unfall handelt und die Arztpraxen sind zu, bleibt dir nur das Krankenhaus. Natürlich kommt es immer darauf an, auf welchen diensthabenden Arzt du im Krankenhaus triffst und wie firm der im Lesen von Röntgenaufnahmen ist. Durch Unfall bedingt war ich mehrmals in verschiedenen Krankenhäusern. Es kam auch da ganz auf die Ärzte an. Bis auf zwei Ausnahmen, je eine Ärztin (Ukraine) und einen Arzt (Russland) kann ich mich über die Ärzte nicht beklagen. Allerdings habe ich auch festgestellt, dass Röntgenaufnahmen nicht wirklich der Hit im Krankenhaus sind. Bei mir wurde auch etwas nicht festgestellt.

Ich möchte wohl sagen, dass ich im Grunde gut versorgt wurde, in einem besser und dem anderen so mittelmäßig und das dritte war auch ok. Viel Zeit hat das Personal nicht, aber trotzdem geben sie sich Mühe. Hätte ich die Wahl und es wäre keine komplizierte Sache, die mich jeden Tag zum Arzt treiben würde, würde ich einen niedergelassenen Arzt vorziehen. Aber für den Patienten ist es praktischer im Krankenhaus zu bleiben, wenn die Behandlung sich hinzieht.

» Cid » Beiträge: 20027 » Talkpoints: -1,03 » Auszeichnung für 20000 Beiträge


Also ich muss sagen, dass ich auch schon bereits viele Erfahrungen mit Krankenhäusern gemacht habe. Die einen waren miserabel schlecht und andere haben mich tatsächlich super überrascht, dass es noch so kompetente Ärzte und tolle Krankenhäuser gibt.

Komme ich erst einmal zu den schlechten Erfahrungen. Wir haben hier in der Nähe ein Krankenhaus, von dem eigentlich immer herum gesprochen wird, dass die Ärzte dort total inkompetent sind und nicht wissen was sie machen und ständig Fehler begehen. Natürlich denkt man selbst immer, dass dies einfach nur ein Gequatsche ist und wieder so unzufriedene Omas sind, die sich sowieso über alles aufregen. Darüber hinaus habe ich schon gehört, dass dieses Krankenhaus eigentlich nur für Menschen ist, die kurz vor dem Tod stehen, somit erfüllt es eher die Aufgabe eines Hospiz. Trotzdem habe ich mich davon nicht irritieren lassen und bin einmal mit einer gebrochenen Hand zur chirurgischen Abteilung des Krankenhauses und was dort passiert ist, hat mich sehr geschockt.

Mein Arm hat so heftig nach einem Unfall geschmerzt, sodass ich mir schon Recht sicher war, dass er gebrochen war. Schließlich konnte ich den Arm auch nicht mehr bewegen. Als der Arzt in den Raum kam dachte ich mir zuerst, was das für ein Vogel sei. Er war total gestresst, sah total ungepflegt aus und hatte auch überhaupt keine Lust, sich meine Geschichte anzuhören. Direkt hat er mich zum Röntgen gebracht. Das Foto wurde gemacht und damit zurück zum Arzt. Dieser kam wieder total genervt ins Zimmer, schaute sich die Bilder an "Nein, alles heile". Ich bekam nur einen Verband mit der Diagnose "Prellung". Dann fragte ich nach einer Sportbefreiung und da gab es die Antwort "Mensch. Es ist nur eine Prellung, Morgen wird es wieder gut gehen". Eine totale Unverschämtheit.

Nachdem mein Arm aber noch 3 Tage lang weh tat und ich ihn noch immer kein bisschen bewegen konnte fuhr ich zum Chirurgen meines Vertrauens. Er hat nur an meinem Arm gefühlt und meinte, dass es nicht gut aussieht. Auch er hat ein Foto gemacht und hat direkt gesehen, dass der Arm gebrochen ist. Das Foto sah genau so aus wie im Krankenhaus und eigentlich habe ich den Riss auch schon im Krankenhaus gesehen, aber ich war mir ja sicher, dass der Doktor wusste, was er dort sieht. Beim Chirurgen zumindest gab es einen Gips und direkt eine Sportbefreiung für 6 Wochen.

Nach diesem Vorfall bin ich wirklich nie wieder in das Krankenhaus gefahren. Anzeigen sollte ich den Arzt am besten. Wenn er mit dem Stress nicht klar kommt, soll er es mit diesem Beruf auch lieber lassen. Dennoch fahre ich nur noch zum Chirurgen meines Vertrauens, wenn ich was gebrochen habe, dort fühle ich mich wohl!

Dennoch gibt es auch gute Krankenhäuser in meiner Umgebung, dafür muss ich aber schon in die Innenstadt fahren. Dort sind die Menschen stets nett und hilfreich und man merkt, dass man in guten Händen ist. Deshalb fahre ich, falls was am Wochenende passiert, immer dort hin, weil es mir einfach sicherer ist. Dort wird mir wirklich geholfen.

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» Dennus » Beiträge: 1263 » Talkpoints: 0,61 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



Ich habe schon sehr gute und auch sehr schlechte Erfahrungen mit Krankenhäusern gemacht. Die sehr schlechte Erfahrung betraf allerdings nicht mich, sondern meine Mutter. Vor einigen Jahren bekam sie starkes Nasenbluten, nachdem sie sich heftig die Nase geputzt hatte. Da sie unter Bluthochdruck leidet, kam das Blut gerade so heraus und es hörte nicht mehr auf. Sie ging sofort ins Krankenhaus in ihrer Stadt und dort wurde sie erstmal sitzen gelassen. Keiner kümmerte sich um sie, man sagte ihr nur, sie sollte mit Tüchern die Nase zudrücken. Als ich dann kam und sah, wie viel Blut meine Mutter schon verloren hatte, habe ich sofort die Ärzte geholt und ihnen gesagt, dass sie meine Mutter in das nächst gelegene Uniklinikum bringen lassen sollen. Als sie im Notarztwagen saß, sagte ihr der Sanitäter, dass sie die Nase nicht zudrücken sollte, sondern es laufen lassen sollte bis es aufhört. Und dann hörte es auch tatsächlich auf. Er sagte auch, dass das im Krankenhaus eine falsche Aussage war. Sie wäre fast verblutet, denn im Uniklinikum angekommen, brach sie auf der Toilette zusammen, so dass sie sofort Blutkonserven brauchte. Daraufhin versagten auch noch ihre Nieren. Heute geht es ihr zwar wieder gut, aber das Krankenhaus würde weder sie noch ich jemals wieder betreten.

Ich persönlich habe bislang immer nur gute Erfahrungen in Krankenhäusern gemacht. Alle Ärzte die ich bislang kennengelernt habe, waren sehr kompetent, für Fragen offen und bislang gab es auch keine falschen Diagnosen bei mir. Ich habe mich immer gut aufgehoben gefühlt. Aber ich muss auch dazu sagen, dass ich immer in das Uniklinikum gehe, welches hier ansässig ist. In ein anderes Krankenhaus würde ich niemals gehen, denn nur dort fühle ich mich eigentlich gut aufgehoben. Mal ganz abgesehen davon, dass sie dort meine ganze Krankengeschichte kennen und ich mich auch deshalb dort gut aufgehoben fühle, würde ich auch sonst kein anderes Krankenhaus aufsuchen.

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» Vampirin » Beiträge: 5979 » Talkpoints: 30,32 » Auszeichnung für 5000 Beiträge



Ich hatte bisher glücklicherweise noch nicht allzu viele Erfahrungen mit Krankenhäusern gemacht. Einmal war ich in der Notaufnahme eines Krankenhauses, weil es Wochenende war und ich genäht werden musste. Beim Ausladen des Einkaufs aus dem Kofferraum ist meiner kleineren Schwester (damals 12 Jahre alt) eine Sektflasche aus der Hand gefallen. Die schlug dann auf dem Betonboden auf und ist sofort geplatzt. Ein Splitter traf mich dann direkt neben meinem linken Auge. Es hat wahnsinnig geblutet und meine Mutter hat mich dann schnell ins Krankenhaus gefahren. Dort wurde ich auch sehr schnell versorgt und die Wunde wurde dann auch genäht. Die Ärzte waren wirklich sehr nett muss man sagen. Im selben Krankenhaus habe ich dann aber auch sehr schlechte Erfahrungen machen müssen - nämlich als mein Sohn zu Welt kam.

Ich bin selbst in diesem Krankenhaus geboren worden und wollte dort auch entbinden. Wir hatten ein Familienzimmer gebucht, so dass mein Mann nach der Geburt auch im selben Raum schlafen konnte. Dort angekommen gab es erst einmal Probleme mit dem Zimmer, obwohl wir schon Wochen vorher das Familienzimmer reserviert hatten. Ich hatte starke Wehen und es waren auch genügend Zimmer vorhanden, aber es fühlte sich niemand zuständig. Als ich dann endlich im Zimmer war und mich aufs Bett setzen konnte, erklärte mir eine Krankenschwester, dass ich zum CTG kommen sollte. In dem Raum wartete ich dann fast eine Dreiviertelstunde, bis mein Mann fragen ging, was denn los sei. Man hatte mich einfach vergessen. Nach der Geburt musste ich dann genäht werden. Ich hatte viel Blut verloren und war einfach nur geschafft. Die Ärztin, die bei der Geburt anwesend war, meinte dann plötzlich, dass sie sich nicht zutrauen würde, den Riss zu nähen. Ich musste dann fast eine halbe Stunde da liegen und warten, bis ein Arzt Zeit hatte, das Ganze zu übernehmen.

Das zog sich dann irgendwie die gesamten 4 Tage, die ich dort verbracht hatte. Man half mir nicht beim Stillen, hat mich immer mal wieder vergessen und ich bekam zum Schluss auch noch eine Infektion mit Fieber. Ich würde dort nie wieder entbinden, denn es war einfach ein Höllentrip, wenn ich ehrlich bin. Sowohl die Krankenschwestern als auch die Ärzte auf der Geburtsstation waren alles andere als freundlich und wirkten ehrlich gesagt auch nicht wirklich kompetent. Gerade beim ersten Kind war ich in einigen Dingen noch unsicher, aber ich habe keinerlei Unterstützung bekommen. Da habe ich von befreundeten Müttern, die ihr Kind woanders entbunden haben, echt andere Dinge gehört. Es kommt eben immer auf das Krankenhaus und vor allem auch auf die jeweilige Station an. Ich hatte mich auch für dieses Krankenhaus entschieden, weil die Geburtsstation einen sehr guten Ruf hat. Da frage ich mich ehrlich gesagt schon, wie der zustande kommt. Ich kann jedenfalls nicht behaupten, dass man sich gut um mich gekümmert hat.

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» MeL.G » Beiträge: 4918 » Talkpoints: 16,81 » Auszeichnung für 4000 Beiträge


Ich muss sagen ich bin inzwischen sehr skeptisch was Krankenhäuser angeht. Das hat eigentlich einen entscheidenden Grund, bzw. 3 Situationen, in denen ich im Krankenhaus falsch bzw. unzureichend behandelt wurde. Das erste Mal ist nun schon etwa 3 Jahre her. Damals wurde mir ein Weisheitszahn gezogen. Dieser war sehr entzündet und ich bekam Antibiotikum. Dieses habe ich jedoch nicht vertragen. Mein Gesicht ist angeschwollen, meine Lippen sahen aus wie aufgespritzt, alles war übersät mit Pickelchen und gegen Abend bekam ich dann noch Atemnot, da mein Hals angeschwollen ist.

Wir sind sofort in ein nahgelegenes Krankenhaus. Dort kam ich dann mit Luftnot an der Anmeldung an und diese waren so gelassen und meinten ich solle Platz nehmen. Wer schon mal Atemnot hatte, der weiß wie viel Panik man dabei auch hat. Irgendwann kam dann ein Arzt, welcher kaum Deutsch kann. Ich hab überhaupt nichts gegen Ausländer, jedoch sollte man im Krankenhaus als Arzt schon die deutsche Sprache beherrschen. Ich kam in einen sehr dreckigen Raum. Der Liegebezug war noch nicht erneuert und insgesamt war der Raum sehr dreckig. Der Arzt kam mit 6 Spritzen zu mir, ohne etwas zu sagen und zog die erste Spritze auf. Ich fragte ihn dann, was er mir da gibt und er konnte mir keine Auskunft geben. Er meinte nur, dass das meine Schmerzen lindert und abschwellend wirkt.

Ich fragte ihn dann noch mal, dass er mir bitte sagen soll was in diesen vielen Spritzen ist und er verneinte dies wieder. Auf eigenen Wunsch bin ich dann aus dem Krankenhaus. Natürlich hatte ich immer noch Atemnot, aber ich hätte mir nicht einfach etwas spritzen lassen. Da das nächste Krankenhaus nur 10 Minuten entfernt gelegen hat bin ich dann bzw. mein Mann mit mir in dieses Krankenhaus wo alles sauber war und mir genau erklärt wurde, was gemacht wird. Außerdem wurde auch noch Blut abgenommen und ich musste einige Stunden zur Beobachtung da bleiben.

Fall Nummer Zwei war vor etwa 3-4 Monaten. Es war Sonntag und meine Tochter wurde krank. Sie hatte nur eine leichte Erkältung, jedoch hat mir das Auge nicht gefallen. Es tränte heftig und ich hatte die Befürchtung, dass es sich um eine Bindehautentzündung handelt. Da mein Mann am nächsten Tag seinen Geburtstag feiern wollte und alle schon eingeladen waren, wollten wir auch nicht abwarten, sondern sofort ins Krankenhaus fahren, damit sich ein Arzt das Auge mal anschaut. Pustekuchen, kann ich dazu nur sagen. Wir wären besser direkt mit meinem Wissen in die Apotheke gefahren.

Nach einiger Zeit kam eine Ärztin. Sie steht etwa 10 Meter weit weg und sagt: „Das ist keine Bindehautentzündung“. Dann hab ich sie gefragt, was es denn sei und was wir jetzt machen sollten, denn das Auge brennt sehr und meine Tochter konnte es kaum aufhalten. Daraufhin meinte sie, dass sie das nicht wüsste. Sie rief dann vor meinen Augen eine Krankenschwester an und meinte zu mir, dass sie diese mal fragt, weil die Krankenschwester selbst Oma von zwei Kindern sei und sicherlich weiß, was man in einem solchen Fall macht. Ich war wirklich schockiert.

Sie hat mir dann Bepanthen verschrieben, was jedoch absolut nicht helfen kann, da es ja nichts zum heilen gab, sondern eher eine Entzündung vorhanden war. Ich bin dann in die Apotheke und habe gegen das Anraten der Ärztin und mit Absprache der Apothekerin, das Mittel genommen, welches ich schon vorher im Kopf hatte. Auf meine Frage im Krankenhaus ob man nicht Augentrost verwenden kann meinte sie, dass sie das nicht kennt und homöopathische Mittel seien bei ihr keine Medizin.

Und der dritte Fall ist letzten Winter passiert. Ich wollte einen Korb die Kellertreppe runter tragen. Den Korb hatte ich links, meine Tochter rechts und neue Pantoffeln an, welche ich zu Weihnachten geschenkt bekommen habe. Diese waren aber wohl nicht so toll und ich rutschte. Ich konnte meine Tochter noch nach oben halten, sodass sie sich nur mit dem Arm ein wenig an der Treppe geschrubbt hat. Ich jedoch bin richtig feste gefallen und mit dem Ellenbogen genau auf eine Steintreppenkante. Darauf dann meine Tochter. Der Arm tat höllisch weh und schwoll an. Gemeinsam mit meiner Schwester bin ich dann ins nahe gelegene Krankenhaus. Und der Arzt war absolut bescheiden.

Er meinte, dass nichts gebrochen sei und sagte ständig ich solle mich nicht so anstellen. Es tat aber weh und wenn er meinen Arm drehte und es schmerzte, zuckte ich halt. Er machte sich regelrecht lächerlich über mich. Dann wollte er mir ein Medikament geben. Ich habe aber zu ihm gesagt, dass ich noch stille und ungern Ibuprofen nehmen möchte. Darauf hin meinte er, dass das aber sein müsste und sonst nicht wieder abheilt. Ich habe auch das Medikament verzichtet und die Schiene einige Zeit angelassen. Abgeheilt ist es dann wieder von alleine, auch ohne Medikamente, welche in die Muttermilch übergehen.

» Lara2011 » Beiträge: 1466 » Talkpoints: 0,19 » Auszeichnung für 1000 Beiträge


Mit Krankenhäusern habe ich sowohl gute und auch schlechte Erfahrungen gemacht. Allerdings war ich selbst nur für eine einzige Nacht in einem Krankenhaus untergebracht und dort waren meine Erfahrungen gemischt gewesen. Es handelte sich um einen Eingriff, der nicht ambulant gemacht werden konnte und so hatte ich keine andere Wahl gehabt. Ich hatte ein Gespräch mit dem Narkosearzt gehabt, ehe ich in das Krankenhaus zum Eingriff gekommen bin und dieser war absolut freundlich und nett. Ich war auch sehr froh, dass er dann der Arzt gewesen ist, der bei mir die Narkose gelegt hatte, da die Narkoseärzte dort je nach Bereitschaft immer mal wechseln. Das wusste ich aber vorher nicht.

Bei den anderen Voruntersuchungen fühlte ich mich absolut unwohl und das ging gar nicht. Die Ärzte, die mich sahen, waren alle sehr merkwürdig und schon älter. Das Alter an sich wäre mir egal gewesen, aber ich fand sie extrem schrullig, anders lässt es sich nicht benennen. Einer der Ärzte humpelte immer mit seiner Limonadenflasche durch das Krankenhaus, der andere Arzt, der mit an der Untersuchung beteiligt war, war mir durch seine Methode sehr unsympathisch. Im Grunde fühlte ich mich absolut nicht wie ein Mensch behandelt, aber wie gesagt, in dem Moment hatte ich keine andere Wahl gehabt, da der Eingriff noch in der gleichen Woche stattfinden sollte.

Die Operation habe ich dann gut überstanden gehabt und wurde auf mein Zimmer gebracht. Die Schwestern, die während meines Aufenthaltes ihren Dienst hatten, waren absolut freundlich und aufmerksam gewesen. Sie haben im Grunde das Verhalten der Ärzte wieder wett gemacht und ich fühlte mich dort bestens versorgt. Allerdings machten ja nicht die Schwestern die Visite und die lief dann genauso merkwürdig ab, wie die Voruntersuchungen. Der Arzt sah sich in der Tat als Halbgott in weiß und vor allem gab er mir irgendwelche medikamentöse Empfehlungen mit auf dem Weg, die schon teilweise gar nicht mehr zugelassen sind. Genau genommen handelte es sich dabei um Medikamente, die für den Stoffwechsel gedacht sind, und diese Empfehlungen gab ich meinem Diabetologen. Der ist schier aus allen Wolken gefallen, weil die meisten Dinge gar nicht für mich in Frage kämen. Ich habe den Arzt im Übrigen auch das erste Mal da gesehen und angeblich hatte er bei mir den Eingriff vorgenommen, aber kennengelernt habe ich ihn erst weit nach der Operation.

Bei mir verlief es also recht glimpflich ab, aber das nächste Mal, wobei ich natürlich nicht hoffe, dass es ein nächstes Mal gibt, muss ich schauen, dass ich es doch anders gelöst bekomme. Jedenfalls war ich mit den Ärzten sehr unzufrieden, die Schwestern hingegen waren alle sehr nett gewesen.

Anders war es leider bei meiner Mutter, die Vorerkrankungen hatte, welche das Herz angriffen. Sie wollte unbedingt auch nur in dieses eine Krankenhaus, wäre sie woanders hingekommen, wäre sie vielleicht noch am Leben. Jedenfalls ist sie in diesem Krankenhaus aufgrund eines Schlaganfalls, den sie während einer Untersuchung erlitt, verstorben. Der Arzt, der diese Untersuchung mit seinem Team gemacht hatte, hat sich selbst mit Vorwürfen geplagt, weil er, so sagte er es mir, sich im Ton vergriffen hat. In dem Moment hatte ich wirklich das Gefühl gehabt, mir wird der Boden unter den Füßen weggezogen. Ich will es jetzt nicht detaillierter aufschlüsseln, aber seit diesem Erlebnis bin ich Krankenhäusern gegenüber eher kritisch eingestellt und ich würde mich auch nur noch im absoluten Notfall in diesem Krankenhaus aus irgendwelchen Gründen behandeln lassen.

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» *steph* » Beiträge: 18439 » Talkpoints: 38,79 » Auszeichnung für 18000 Beiträge



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