Jugendliche nehmen Drogen - Was gibt es für Ursachen?
In meinem Freundeskreis kenne ich leider eine Person, die regelmäßig Drogen zu sich nimmt. Wir haben schon oft versucht, ihn davon zu überzeugen, dass das seiner Gesundheit extrem schadet und nicht gut gehen kann, jedoch blockt er jedes mal komplett ab und meinte nur, dass er seine Gründe dafür hat und wir ihn deshalb in Ruhe lassen sollen. Wir haben es noch einige Male versucht - allerdings ohne Erfolg. Ich habe mir aus diesem Grund Gedanken darüber gemacht, welche Ursachen es geben könnte und welche auf ihn zutreffen.
Jedoch bin ich auf keine Lösung gestoßen. Was gibt es denn für Ursachen, dass jemand schon in so einem frühen Alter sein Leben komplett zerstören möchte? Ich verstehe einfach nicht, wieso es Leute gibt, die so etwas freiwillig machen möchten.
Also "freiwillig" ist wohl nicht das richtige Wort, wenn jemand Drogenabhängig ist. Vielmehr liegen bei den meisten jungen Drogenabhängigen schwerwiegende traumatische Kindheitserlebnisse zugrunde, die diese alles andere als "freiwillig" erfahren mussten.
Nur die wenigsten der Drogenabhängigen rutschen da rein, weil sie einfach nur cool sein und zu einer bestimmten Gruppe dazugehörigen wollen. Immer und immer wieder ermahnen hilft nicht allein um einen Drogenabhängigen zum Entzug zu bewegen. Da ist psychologische Hilfe von Nöten. Nur wenn ein Drogenabhängiger sich öffnet und Vertrauen schöpft , kannst auch du versuchen ihn zum Entzug zu bewegen oder wenigstens soweit bringen, dass ein Psychologe aufgesucht wird.
Ich denke, dass dafür Gründe wie das familiäres Umfeld und der Freundeskreis eine große Rolle spielen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein junger Mensch von ganz alleine auf die Idee kommt Drogen zu nehmen. Es gibt bestimmt Menschen um ihn herum, die ihn dazu bewegt haben. Vielleicht war er sehr verzweifelt durch ein Gefühl des "nicht dazu Gehörens" und hat es deshalb ausprobiert und kommt nun nicht mehr davon los.
Drogenkonsum kann viele Gründe haben. Es können schwerwiegende Probleme dahinter stecken, es kann aber auch sein, dass man einfach nur in falsche Kreise abrutscht. Oftmals hat der Beginn der Drogensucht den Hauptgrund, dass man ein sehr geringes Wissen und Selbstwertgefühl hat. Vielleicht hat der Freund über den du berichtest, etwas schlimmes erlebt, vielleicht hat er nie eine richtige Familie gehabt oder sonstige soziale Probleme. Da kann man schlecht einen Grund finden, wenn man die betroffene Person nicht selbst kennt. Auch Sachen, welche unterbewusst abgespeichert sind, können zu einem übermäßigen Drogenkonsum führen.
Wie alt ist der Freund? Wenn er noch recht jung ist, würde ich mit den Eltern sprechen. Dies ist ein schwerere Schritt, wenn es sich um einen Freund handelt, aber der einzige Schritt der wohl was bringt. Außer natürlich die Eltern sind der eigentliche Grund dafür. Auch ist es ratsam, einen solchen Fall dem Jugendamt zu melden. Das kannst du sogar anonym machen und wärst dann nicht der „Dumme“ bei der Sache. Auf jeden Fall sollte der Freund einen Entzug durchmachen und durch eine Therapie sein Selbstwertgefühl stärken und die Probleme, die zum Drogenkonsum führen bekämpfen.
In meinem (ehemaligen) Freundeskreis konsumieren sehr viele junge Menschen Drogen. Es ist sehr schlimm zusehen zu müssen wie sich diese Menschen mit den Drogen vollpumpen! Ich selber konsumiere Zigaretten und Alkohol, sonst nichts! Jedoch habe ich schon früh angefangen mich sehr gut über Drogen zu informieren und bin schockiert wie wenige der Konsumenten sich der Konsequenzen und Folgeschäden bewusst sind.
Zu den meisten habe ich keinen Kontakt mehr. Sie sind zwischen 15 und 25 Jahre alt und bei den meisten davon ist auch ein riesiges Alkoholproblem vorhanden. Verzicht auf Alkohol oder Drogen ist für sie unmöglich. Mir wurde schon so oft angeboten und es wurde auch versucht mich zu überreden. Doch zu diesen Menschen habe ich den Kontakt meistens sofort abgebrochen.
Nicht alle dieser Menschen haben unbedingt eine schlimme Kindheit. (Also jetzt die in unserer Stadt) Hier kriegt man überall Drogen und die meisten nehmen es leider aus totaler Langeweile. Ich möchte nicht sagen dass diese Menschen keine Probleme haben, doch ich habe mich wirklich sehr lange mit ihnen beschäftigt und es ist traurig mit ansehen zu müssen wie sie sich kaputt machen! Ich habe oft genug versucht ihnen zu helfen, doch sie sind davon überzeugt "mehr" als ich zu wissen und das sie sich auf einer "höheren" Ebene bewegen als wir, die noch keine Drogen genommen haben.
Man ist den Drogen ausgeliefert, ob man nimmt oder nicht. Am schlimmsten ist es wenn sie schon anfangen sich selber zu belügen, sie sagen zu sich dass sie das letzte mal vor 4Monaten "gespickt" haben, obwohl man sie vor einer Woche zitternd und schlafend auf einer Bank mitten in der Stadt aufgefunden hat und sie nach Hause oder so gebracht hat.
Mich interessiert auch wie Dealer die Verantwortung auf sich nehmen, anderen Menschen das Leben zu zerstören. Sicherlich ist es jedem seine eigene Entscheidung ob er Drogen kauft oder nicht, aber es zu unterstützen finde ich auch unglaublich schlimm.
Also, ich habe mal als Arzthelferin in einer Abgabestelle, für Methadon und Co gearbeitet und so auch viel von den Leuten, die Drogenabhängig waren, erfahren. Meistens sind sie durch falsche Freunde oder ein schlechtes familiäres Umfeld in den Drogensumpf geraten und somit hat es meistens auch einen Grund. Es gibt nicht so viele, die einfach nur mal aus Neugierde darauf hängen geblieben sind, sondern eher durch ein schlechtes Umfeld Drogenabhängig wurden. Jeder weiß ja, das Drogen eigentlich schädlich und zu dem auch teuer sind, also kann ich mir auch nicht vorstellen, das man es sich einfach mal eben so antut. Es gehört ja auch einiges dazu, sich für die Drogen zu entscheiden und es muss, so kann ich mir vorstellen, schon einiges passiert sein, damit jemand zu so einer Art der Problemlösung greift.
Versuch doch einfach mal, mit der Person zu reden um herauszufinden, warum und wieso diese Person diesen Weg gewählt hat. Bei diesem Gespräch solltest du allerdings auch sensibel rangehen, denn wenn du gleich mit Vorwürfen und Abneigungen kommst, wird die Person bestimmt schnell zu machen und du wirst den Hintergrund nie erfahren. Helfen kann man den Leuten auch wirklich nur dann, wenn sie bereit sind Hilfe von Außenstehenden anzunehmen, denn ansonsten wird das gar nichts.
Es gibt sehr viele Gründe dafür, dass Jugendliche irgendwann in ihrem jungen Dasein einmal mit Drogen experimentieren. Ersteinmal möchte ich sagen, dass ich es keinesfalls verurteile, da ich selbst früher ebenfalls einige solcher Drogen mal getestet habe. Auf der anderen Seite möchte ich sie aber keinesfalls gut heißen und irgendjemanden vielleicht noch dazu anspornen so etwas, teilweise sogar illegales, zu machen.
Ich war damals gerade mal 13 Jahre. Damals habe ich schon hin und wieder mal mit einigen Freunden heimlich geraucht, weil wir es einfach "cool" fanden. Irgendwann wurde aus dieser heimlichen Aktivität eben der Alltag und wir haben uns nicht mehr viel dabei gedacht. Es gehörte einfach dazu.
Später dann kam irgendjemand mal mit Marihuana an und wollte es eben mit uns testen. Das war dann irgendwie interessanter, als die normalen Zigaretten. Es war verbotener und gab einem ein ganz anderen, nicht immer unbedingt positives, Gefühl.
So kam es bei mir beispielsweise damals wegen Freunden dazu, dass ich so etwas getestet habe. Den einen hat es damals eben mehr oder weniger gefallen und so ging es dann eben auch weiter. Die einen haben schon früh mit diesem Thema abgeschlossen, während andere wiederum es immer wieder taten und teilweise sogar noch andere Drogen nahmen.
Allerdings gibt es eben nicht nur den negativen Einfluss und die jugendliche Neugier, die einem dazu bringen können, Drogen zu testen oder zu nehmen. Viele haben auch andere Probleme in ihrem Leben. Ob diese jetzt mit der Familie zu tun haben oder der Schule spielt meiner Meinung nach keine große Rolle. Allerdings kann so etwas auch schnell zu dem Griff zu einer Droge führen.
Man muss zwischen "freiwillig" und "sucht" auf jeden Fall unterscheiden. Das eine ist, dass ich heute zum ersten Mal Drogen nehme, dann mache ich das im vollen Bewusstsein und freiwillig. Das andere ist, wenn ich bereits regelmäßig Drogen nehme und gar nicht mehr anders kann, das ist schon ein Zeichen von Sucht. Das Problem am letzten ist, dass du jemanden der süchtig ist sagen kannst, was du willst, weil er gar nicht anders kann!
Ich selber war drogensüchtig und schon mit 18 Jahren. Ich habe es anfänglich kontrolliert, aber daraus wurde natürlich eine Sucht, denn man kontrolliert niemals die Drogen lange genug, sondern eher umgekehrt. Bis heute habe ich Nachwirkungen durch meinen schweren Konsum. Ich habe Zuckungen, Schübe, Atemprobleme, weil die Nase zerstört wurde und Paranoia habe ich bekommen. Dies sind natürlich nicht die häufigsten Folgeschäden von Drogenmissbrauch, aber können auftreten. Mir war von vorneherein bewusst, welche Probleme bei dem Konsum von Drogen auftreten können, da ich in einem etwas anderen Milieu aufgewachsen bin, wie einige von euch wahrscheinlich überhaupt kennen. Ich kenne das Thema Drogen schon seit frühster Kindheit und habe es gar nicht anders erlebt und wusste somit genau, worauf ich mich einließ. Der Grund war einfach Mal ausprobieren und daraus wurde dann die Sucht. Ich wollte ganz sicher nicht mein eigenes Leben zerstören.
Dein Kumpel will sich nicht sein Leben zerstören, aber womöglich kann er bereits nicht anders, weil er vielleicht schon süchtig ist. Zeichen dafür sind z.B wenn er keine Drogen bekommt, dass er aggressiv, nervös und abwesend wird. Doch auch ohne diese Auffälligkeiten könnte er bereits süchtig sein. Weitere Gründe können sein, dass er Probleme hat, ein traumatisches Erlebnis, welches er nicht verarbeiten kann oder auch einfach nur Stress.
Die Gründe für einen möglichen Drogenkonsum sind sehr unterschiedlich und können oftmals auch ganz banal sein. Das bedeutet, es muss nicht ein Mal einen Grund geben, sondern einfach aus Spaß. Menschen meinen Drogen kontrollieren zu können und da fängt teilweise auch schon das Problem an. Ich kann Dir nur raten, dass man mit ihm spricht und eventuell Mal auf genaue Verhaltensmuster achtet, um einstufen zu können, wie weit der Konsument denn bereits ist.
Also es gibt wirklich viele Gründe:
- - Keine Lust zu Leben
- fühlt sich ungeliebt
- familiäre Probleme
- jemand nahstehendes ist gestorben
- Verdrängung
- ,,wünscht'' sich den Tod
- sieht keinen Sinn im Leben
- Freunde die ihn dazu drängen
- hängt mit den falschen Leuten ab
- Erpressung
- Angst
usw.
Also ich hatte im meinem Freundeskreis auch schon Leute, die Drogen genommen haben. Und diese haben die Drogen freiwillig genommen und einer der Hauptgründe war, dass sie damit anscheinend mehr Spaß haben und sie damit locker werden können. Ich habe mit diesen Personen aber nichts mehr zu tun, da ich strikt gegen Drogen bin und mit solchen Personen nichts zu tun haben will.
Natürlich gibt es auch Leute, die sich mit Drogen meinen zu helfen und denken, dass es dadurch ihnen besser geht. Allerdings ist das natürlich völliger Unsinn, aber leider gibt es Jugendliche die so denken. Wenn ein Jugendlicher Probleme hat oder einmal mit so einer Droge angefangen hat, dann bleibt er darauf hängen oder möchte damit seine Probleme lösen.
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