Wann und wieviel Geburtsvorbereitungstee trinken?

vom 28.03.2012, 19:44 Uhr

Ich erwarte in einigen Wochen mein zweites Kind und möchte mich diesmal auch mit Geburtsvorbereitungstee "fit" für die Geburt machen. Nun habe ich mir dazu schon einen fertig abgemischten Geburtsvorbereitungstee in der Apotheke besorgt, aber keine genaue Aussage über die tägliche Trinkmenge noch über den richtigen Zeitpunkt bekommen.

Meine Frage wäre nun also, ob jemand von euch weiß, ab welcher Schwangerschaftswoche man den Geburtsvorbereitungstee trinken kann und wie viel von dem Tee täglich getrunken werden kann bzw. soll.

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» Nipfi » Beiträge: 3076 » Talkpoints: 8,28 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



Ich nehme einmal an, dass es sich bei dem von der Apotheke gemischten Tee um den Tee der Hebamme Ingeborg Stadelmann handelt. Diesen Tee kann man bereits gleich am Anfang der Schwangerschaft bis zum Ende der Schwangerschaft trinken. Etwa 3-4 Tassen pro Tag wären gut.

Wenn du dich aber richtig auf die Geburt mit Tee vorbereiten möchtest, dann solltest du auf Himbeerblättertee umsteigen. Davon trinkst du dann ab Ende der 36. Schwangerschaftswoche 3-4 Tassen täglich, also etwa noch vier Wochen lang. Dieser Tee lockert das Gewebe, was bei der Geburt sehr beansprucht wird. Ebenso kannst du dich auch noch zusätzlich durch tägliche Heublumenbäder (Heublumen bekommt man auch in der Apotheke, zusammen mit der nötigen Sitzbadschüssel, die auch nach der Geburt sehr zu empfehlen ist, vor allem wenn man kleinere oder gar größere Verletzungen während der Geburt erleiden musste) und eine Dammmassage auf die Geburt vorbereiten, indem das Gewebe gelockert wird.

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» Nettie » Beiträge: 7637 » Talkpoints: -2,59 » Auszeichnung für 7000 Beiträge


Es gibt viele verschiedene Teemischungen, also kann man das nur vermuten, was deine Apotheke Dir verkauft hat. Ich würde Dir wirklich dringend empfehlen, eine Hebamme aufzusuchen. Diese Leistung übernimmt ja auch die Krankenkasse. Die kann dich dann untersuchen und deinen Befund aufnehmen. Wann man mit diesem Tee einsteigt und wie viel man trinken soll, hängt stark davon ab, wie weit dein Kind entwickelt ist, wie fit deine Plazenta noch ist, wie weit dein Muttermund schon geöffnet ist, ob du schon mehr oder weniger Übungswehen hast.

Bitte denke gut darüber nach, ob du irgend etwas in Eigenregie einnehmen möchtest. Auch pflanzliche Medikamente sind wirksame Substanzen und nicht harmlose Zuckerpillen. Deinem Kind zu Liebe solltest du dich besonders in der Schwangerschaft immer vor der Einnahme von jeglichen Medikamenten immer Fachleute um Rat fragen. Auch wenn du nur noch wenige Wochen bis zum Termin hast, denke immer daran, dass dem Kind jede Woche Pflege in deinem Bauch sehr gut tut und ihm den Start erleichtert. Die letzten Wochen sind beschwerlich, aber ein zu früh geborenes Kind ist auch nicht gerade erholsam.

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» trüffelsucher » Beiträge: 12446 » Talkpoints: 3,92 » Auszeichnung für 12000 Beiträge



Es kommt wirklich darauf an, was es für Tee ist und Himbeerblättertee sollte ohne ärztliche Anweisung und Aufsicht der Hebamme nicht getrunken werden. Eine Bekannte bekam dadurch schon in der ersten Woche, als sie ihn getrunken hat eine Sturzgeburt in der Toilette. Denn dieser Himbeerblättertee fördert auch die Wehen und das kann dann ziemlich schnell gehen.

Du solltest entweder den Arzt oder die Hebamme fragen und die genaue Zusammensetzung der Teemischung ihnen mitteilen. Denn ansonsten kann auch Tee schädlich sein, wenn man zu viel davon trinkt und den falschen.

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» Diamante » Beiträge: 41749 » Talkpoints: -4,74 » Auszeichnung für 41000 Beiträge



trüffelsucher hat geschrieben:Bitte denke gut darüber nach, ob du irgend etwas in Eigenregie einnehmen möchtest. Auch pflanzliche Medikamente sind wirksame Substanzen und nicht harmlose Zuckerpillen. Deinem Kind zu Liebe solltest du dich besonders in der Schwangerschaft immer vor der Einnahme von jeglichen Medikamenten immer Fachleute um Rat fragen.

Ich nehme doch einmal an, dass sie unter ärztlicher Aufsicht ist oder bei einer Hebamme. Denn dann spricht überhaupt nichts gegen einen Himbeerblättertee nach der 36. Woche. Uns wurde sogar im Geburtsvorbereitungskurs von meiner Hebamme dringend dazu geraten. Und ich bin mir sicher, dass nicht jede der Frauen in dem Geburtsvorbereitungskurs ständig bei der Hebamme war, so wie ich es war. In der Schwangerschaft sollte jede Frau sowieso stärker auf ihren Körper hören als unter normalen Umständen, sodass jede Veränderung, jedes Ziepen oder Stechen dem Frauenarzt oder der Hebamme berichtet wird. Da auch die Wirkung pflanzlicher Drogen nicht sofort einsetzt (siehe auch Sturzgeburt, die Diamante beschrieben hat, bei der es doch wenigstens eine Woche gebraucht hat), sehe ich da weniger Bedenken, da man gerade am Ende der Schwangerschaft mindestens jede oder jede zweite Woche zur Untersuchung bei Arzt oder Hebamme ist.

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» Nettie » Beiträge: 7637 » Talkpoints: -2,59 » Auszeichnung für 7000 Beiträge


Ob die beschriebene Sturzgeburt wirklich von dem Himbeerblättertee ausgelöst wurde, wäre sicher noch zu beweisen. Denn es wirken auf Schwangere ja nicht nur die Einflüsse von irgendwelchen Kräutertees sondern es sind auch andere Einflüsse zu verzeichnen. Ich selbst habe von meiner Hebamme auch den Tipp bekommen, es mit diesem Tee zu versuchen, da mein Kind schon einen ziemlich großen Kopf hatte und der Tee die Muskulatur sowie den Muttermund lockern soll sowie die Wehen erleichtern kann. Zwar ging bei mir alles super und schnell. Ob das aber wirklich an der einen Tasse Tee lag oder auch anderen Dingen, das ist nun einmal fraglich.

Die Hebamme, die mich betreut hat, war auch ein Befürworter von pflanzlichen Hilfen und hat auch entsprechend beraten. Da ich schon vor der Entbindung bei einer Hebammenpraxis als Patientin war, eine der beiden Damen sollte mich nämlich während und nach der Geburt betreuen, habe ich dort bei Unklarheiten nachgefragt. Also würde ich einfach dort einmal nachfragen, was man Dir empfiehlt. Denn wenn Du schon während der Schwangerschaft dort in Behandlung warst, dann wird man Dir auch speziell für Deine Situation raten können.

» JotJot » Beiträge: 14058 » Talkpoints: 8,38 » Auszeichnung für 14000 Beiträge


Ich habe gegen Ende der Schwangerschaft ebenfalls den schon angesprochenen Himbeerblättertee getrunken. Ich war regelmäßig bei der Hebamme und auch im Vorbereitungskurs und da hat man uns diesen Tee auch ausdrücklich empfohlen. Ich wollte es dann auch mal versuchen und habe mir den Tee besorgt. Getrunken hatte ich ihn Anfang der 37. Schwangerschaftswoche. Mir hat der Tee nicht so sonderlich gut geschmeckt muss ich sagen, aber ich habe immerhin zwei Tassen täglich geschafft.

Geholfen hat es bei mir eigentlich nichts. Mein Sohn kam 4 Tage nach dem errechneten Geburtstermin auf die Welt und die Geburt hat dann auch 20 Stunden gedauert. Somit gehe ich nicht davon aus, dass der Tee irgendeinen Nutzen hatte und ich würde in bei einer zweiten Schwangerschaft wohl auch nicht mehr trinken, weil er mich eben gar nicht überzeugen konnte. Auf eigene Faust würde ich persönlich den Tee auch nicht nehmen. Das würde ich immer mit der Hebamme oder dem Arzt absprechen, weil ich einfach zu viel Angst davor hätte, irgendetwas falsch zu machen. Die können Schwangere einfach am besten beraten!

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» MeL.G » Beiträge: 4918 » Talkpoints: 16,81 » Auszeichnung für 4000 Beiträge



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