Osteopathie oder Krankengymnastik - was ist empfehlenswert?
Krankengymnastik kennen sicherlich einige User von hier. Dort wird man eben von einem Physiotherapeuten oder von einer Physiotherapeutin wieder etwas aufgebaut, man muss auch selbst mitarbeiten und gewisse Übungen machen. Jedenfalls sind das so meine Erfahrungswerte, als ich das erste Mal bei meiner Krankengymnastik im vergangenem Jahr gewesen bin. Mein Eindruck war durchweg positiv und mir haben die paar Stunden, ich meine, es waren sechs, auch wunderbar geholfen. Ein Folgerezept hatte ich dann nicht benötigt.
Nun habe ich aber auch immer wieder mal etwas von Osteopathie gehört. Darüber gibt es hier zwar auch schon ein Thread, aber mich hat es nicht ganz so schlau gemacht, was es damit genauer auf sich hat und wann Osteopathie letztendlich wirklich empfehlenswert ist und eingesetzt wird. Daher würde ich gern einfach mal wissen, worin da nun Eure Erfahrungen liegen. Was wurde bei einem Osteopathen oder bei einer Osteopathin gemacht? Wird da eine dauerhafte Therapie angestrebt? Es ist zumindest bei den gesetzlichen Krankenkasse in der Regel so, dass man diese Behandlungen selbst zahlt und das kann sich nun einmal nicht jeder leisten. Worin liegen genau die Unterschiede zur Krankengymnastik? Was ist wann empfehlenswerter?
Ich war schon in mehreren Sitzungen der Physiotherapie dabei. Ich selber hatte allerdings noch keine. Meiner Oma tat die Physiotherapie sehr gut und ich hatte das Glück, dass ich auch ausführliche Gespräche mit einer Physiotherapeutin für Kinder führen konnte. Ich bin von der Physiotherapie insgesamt recht angetan und auch von dem Ergebnis, was man damit erreichen kann, wenn man es regelmäßig anwendet.
Von Osteopathie habe ich schon gehört. Soweit ich weiß liegt der Unterschied darin, dass man sich auch mit den Organen selbst befasst. Man geht zum Beispiel davon aus, dass die Organe auch Bewegungsbeeinträchtigungen und Funktionsstörungen hervorrufen können. Ein Osteopath behandelt also nicht nur solche Störungen, sondern zum Beispiel auch direkt Kopfschmerzen. Ich kenne jemanden, der bei einem Osteopath war und der meinte, dass das einfach nur grandios war. Der hat ein paar Handgriffe gemacht und die Schmerzen im Rücken waren wie weggezaubert. Und das ganze hielt auch sehr lange an. Aber was genau die da nun machen, kann ich dir auch nicht sagen. Ich hatte leider noch nicht das Vergnügen, mal bei einer Sitzung dabei zu sein.
Ich denke, dass beides empfehlenswert ist. Es kommt immer darauf an, welche Beschwerden man hat. Krankengymnastik bzw. Physiotherapie kann wunderbar helfen. Allerdings muss man auch selbst viel dazu beitragen und mitarbeiten. Diese Therapie kann über die Krankenkassen abgerechnet werden.
Über Osteopathie habe ich auch schon viel Gutes gehört, aber ich habe diese Behandlung selbst noch nicht kennengelernt. Der Osteopath behandelt mehr den ganzen Körper. Er sieht nicht nur das Problem bzw. die Krankheit da, wo es weh tut, sondern er versucht die Ursache zu finden und ertastet mit seinen Händen die Funktionsstörungen, die an ganz anderen Stellen des Körpers sein können. Die aufwändige Behandlung ist sicherlich nicht billig. Leider übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen diese Kosten nicht.
Sowohl die Physiotherapie als auch die Osteopathie sind Berufsbilder, die sehr, sehr weit verzweigt sind und insgesamt auch innerhalb des Berufs riesige Unterschiede beinhalten, weil es sehr viele Therapieformen, ähnlich der Medizin mit ihrem Fachbereichen gibt.
In der Physiotherapie gibt es mit Elektrotherapie, Hydrotherapie, Kryotherapie, Manueller Therapie, physikalischer Therapie, Krankengymnastik, Myofaszialer Therapie, Atemtherapie und vielen weiteren Richtungen eine riesige Menge an Therapieformen, die mittels verschiedenster Hilfsmittel die Gesundheit des Patienten versuchen wieder herzustellen. Diese Hilfsmittel können Strom und Wasser sein, Eis oder Wärme, Geräte oder anderes. Auch manuell wird gearbeitet, sehr viel sogar, aber in der Regel arbeitet auch der Patient sehr viel mit.
Darin unterscheidet sich die Osteopathie sehr stark, denn ein Osteopathie arbeitet fast ausschließlich manuell, mithilfe vieler verschiedener Techniken. Außerdem besitzt die Osteopathie die Ansicht, der Körper müsse immer als ganzes behandelt werden, weshalb Nerven, Muskeln, Gefäße, Organe und vieles mehr behandelt wird und das auf ganz unkonventionelle Art. Wenn ein Patient eine Lungenerkrankung hat, untersucht der Arzt die Lunge, der Physiotherapeut behandelt die Lunge. Ein Osteopath untersucht je nach Therapieform jedoch den gesamten Körper auf eine bestimmte Art und Weise und findet vielleicht ganz woanders die Ursachen für die Schwäche der Lunge. Auch wenn es kaum wissenschaftliche Beweise dafür gibt, so gibt es oft die erhoffte Wirkung. So sehr gut kenne ich mich in dem speziellen und komplizierten Feld der Osteopathie nicht aus, aber ein kleiner Einblick ist es hoffentlich.
Mir hat die Osteopathie gar nicht geholfen. Als ich die eine Sitzung hatte, hatte ich eher den Eindruck, dass das nichts halbes und nichts ganzes ist. Mir hat es nicht geholfen und ich empfand es auch nicht als zielführend, wie diese Behandlung in der Osteopathie abläuft. Die Physiotherapie hat mir bisher deutlich mehr geholfen, weil sie auch mehr mit Bewegung einhergeht als die Osteopathie. Wobei ich sagen muss, dass manche auf die Osteopathie schwören, ich jedoch halte davon nichts.
Es gibt meiner Meinung nach DIE Krankengymnastik oder DIE Osteopathie. Auch wenn beide Systeme gewisse Richtlinien haben müssen, damit sie von den Krankenkassen akzeptiert werden. Eine Freundin von mir hat in den letzten Jahren von verschiedenen Personen Osteopathie-Behandlungen erfahren, mit unterschiedlichem Ergebnis.
Während die Behandlung bei Osteopath 1 fast immer sofortige Linderung brachte, brauchte Osteopath 2 meistens mehrere Sitzungen, um das Problem in den Griff zu bekommen. Außerdem hat der Körper nach den Behandlungen oft mit leichten Schmerzen und Ermüdungserscheinung reagiert. Dafür waren die durch Osteopath 2 erzielten Veränderungen auf Dauer stabiler.
Wenn aber einfach nur die Muskeln zu schwach sind, scheint mir Krankengymnastik die bessere Alternative.
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