Chronische Kieferhöhlenentzündung - was tun?

vom 06.12.2011, 13:01 Uhr

Ich hatte ja schon mal von einem Freund berichtet, der stets Kopfschmerzen hat. Mal mehr, mal weniger. Inzwischen hat er es bei einer Computertomographie untersuchen lassen und laut Bericht hat mein Freund wohl eine chronische, aber leichte Kieferhöhlenentzündung. Die Diagnose bekam er zwar von einem Neurologen vorgelesen, aber der hatte ihn kommentarlos zu einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt weiter geschickt. Mein Freund muss nun zusehen, wann er zu diesem HNO-Arzt kommt, was vor Weihnachten nahezu recht schwierig ist.

Aber wie behandelt man eine solche chronische Kieferhöhlenentzündung? Gehen davon auch die dauerhaften Kopfschmerzen weg oder können auch diese unter Umständen bleiben? Welche Therapiemöglichkeiten gibt es, um diese chronische Kieferhöhlenentzündung in den Griff zu bekommen? Sind Erfahrungswerte mit einer dauerhaften Therapie vorhanden? Was kann mein Freund noch tun, damit es ihm endlich besser geht?

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» *steph* » Beiträge: 18439 » Talkpoints: 38,79 » Auszeichnung für 18000 Beiträge



Ein Kommilitone von mir - gleichzeitig auch ein sehr guter Freund - hatte mal vor Jahren eine chronische Sinusitis, so nennen sich diese Höhlenentzündungen. Da er diese Erkrankung allerdings jahrelang mitgeschleppt hatte und sie am Ende dermaßen uneträglich war, wurde er operativ behandelt: Dabei wurden ihm die Nasengänge samt Höhlen gereinigt und der massive, nicht abfließende Schleim abgetragen. Seitdem gehe es ihm soweit bestens, Rückfälle im Sinne von alten Beschwerden habe er auch keine gehabt bisher.

Die Kopfschmerzen sind Begleiterscheinungen, die dadurch bedingt sind, dass der Schleim über den eigentlichen Weg nicht mehr abfließen kann, weil diese verstopft sind durch die Schwellung der Nasenschleimhaut. So wird im Schädel praktisch ein gewisser Druck u.a. auch auf das Schädelinnere ausgeübt, welcher die Kopfschmerzen verursacht. Die Diagnose einer Sinusitis ist relativ einfach: Spürt man einen Druckanstieg beim Bücken (bzw. beim Beugen des Kopfes, wobei es hier nicht so stark ausgeprägt ist) unmittelbar unter den Augen oder oberhalb der Augen, so kann man eigentlich davon ausgehen, dass man eine Sinusitis hat (meist eben in der Kieferhöhle).

Der operative Eingriff ist keine Mustertherapie, würde ich mal vermuten. Je nach Schweregrad der Entzündung kann man sie sicherlich auch medikamentös behandeln, das muss dementsprechend mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden. Ich z.B. kriege zu bestimmten Zeiten (zu Winterbeginn beispielsweise) ebenfalls Sinusitis, das merke ich aber auch meist 2-3 Tage vorher (Nase läuft, fühlt sich verstopft an, Druckanstieg macht sich leicht bemerkbar, leichte Kopfschmerzen). Daraufhin nehme ich sofort täglich 3 Dragees von Sinupret 2 Wochen lang und schon ist die Entzündung auskuriert. Gleichzeitig trinke ich aber auch viel, damit der Schleim gut abfließen kann.

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» getku » Beiträge: 883 » Talkpoints: 11,06 » Auszeichnung für 500 Beiträge


Mir wurde heuer im Jänner eine chronische Sinusitis diagnostiziert. Niemand, wirklich niemand hat mir gesagt, was die bewirkt und kein HNO wollte bisher etwas machen. Morgen gehe ich wieder ins Spital, denn die Zähne dort sind eliminiert, sodass "nur" mehr ein unangenehmes Ziehen und stechendes Kopfweh übrig ist. Ich habe mir jetzt hier und auf anderen Seiten etliches zusammengelesen und hoffe, dass jetzt, wo der schadhafte Zahn, der weit in diese Schwellung hineinragte weg ist, irgendwer meine chronisches und polypöse Sinusitis behandeln kann. Wir leben in einem Land der 1.Welt, aber ich glaube dennoch auf dem Stand der 3.Welt was so manche Mediziner betrifft. :twisted: Hat wer Erfahrung mit den Antimoytika?

» celles » Beiträge: 8677 » Talkpoints: 4,08 » Auszeichnung für 8000 Beiträge



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