Ehemalige Beste Freundin beschwert sich nur ...

vom 11.10.2011, 11:50 Uhr

Ich habe vor einigen Wochen bei Facebook meine ehemals beste Freundin von damals wieder gefunden. Wir haben damals wirklich alles zusammen gemacht, von der Schule, den Sitzplätzen bis hin zum kompletten Tagesablauf unternahmen wir alles zusammen. Wir waren wirklich extrem dicke bis sie sich damals verändert hat durch neue Freunde und mich bestahl. Sie stahl meine Kette, die ich von meinem allerersten Freund geschenkt bekam. Sie fehlte aufeinmal nachdem sie gegangen ist und am nächsten Tag, hatte sie sie komischerweise um den Hals und meinte, die hätte sie am Abend zuvor von ihrem Bruder geschenkt bekommen. Ich habe es ihr nicht geglaubt, denn es war genau dieselbe Kette und sie zog sie keinesfalls aus, weder im Schwimmunterricht damals in der Schule, noch beim duschen daheim. Sie hatte sie immer an. Weil sie genau wusste, das sie sie mir geklaut hat.

Jedenfalls sind seit dem Vorfall 6 Jahre vergangen und ich fand sie auf Facebook wieder. Habe den Vorfall von damals vergessen und mit ihr wieder Kontakt aufgenommen und bin mehr als geschockt von ihr und ihrem Auftreten. Sie wohnt nun in einer Großstadt, was nicht weiter schlimm ist, jedoch ist sie nur dort hin gezogen, wegen Bekanntschaften (Freunde) aus dem Internet, die sie kennen gelernt hat. Sie hat seit dieser Zeit bzw. den Umzug Schulden ohne Ende und wohnt nun bei ihrer Freundin, da ihre Wohnung darunter keinen Strom mehr besitzt. Sie bekam den Strom abgestellt, nachdem sie als alleinige Person 1.000 € nachzahlen sollte. Da sie ihn nicht bezahlen kann, lässt sie es auf sich beruhen und wohnt bei ihrer Freundin und schläft nur zuhause über Nacht. Auch gibt es manchmal den ganzen Tag bei ihr nur Butterbrot, weil sie sich nichts leisten kann. Sie bekommt für 50€ monatlich von ihrer Freundin etwas zu essen, jedoch auch nur, wenn ihr Freund etwas kocht bzw. heim bringt, da er Koch ist. Aber das ist auch nicht jeden Tag so.

Wenn wir über Facebook schreiben ist sie nur am jammern. Sie hat nun seit August wieder eine Arbeitsstelle in der Bäckerei als Bäckereifachverkäuferin, das sie damals auch gelernt hat, jedoch wird sie dort nur ausgenutzt. Sie hatte seit Mitte August noch nicht einen Samstag frei, arbeitet nur Spätschicht (ab 12 Uhr) und ist nur am jammern, das ihr niemand hilft und sie wenn sie um 20 Uhr die Filiale schließt, erst um 22 Uhr aus der Filiale heraus kommt, weil sie die Abrechnung nicht kann. Sie hat zu den einzelnen Filialen dazu noch einen Fahrtweg von 1-1,5 Stunden einfach und kommt dann meist erst sehr spät nachhause. Morgens steht sie um 10 Uhr auf und schon kurz später kann sie auch schon auf die Arbeit und kommt gegen 23 Uhr nachhause und das Tag für Tag für echt ein Hungerlohn.

Aus Geldnot und Spaß hat sie sich auch schon mehrmals im Fernsehen als Deppen hinstellen lassen, sodass ihre Familie sie verstoßen hat, was sie auch gar nicht verstehen kann. Ich hatte anfangs überlegt ihr zu helfen, doch das ist ein Sack mit Loch und es würde immer wieder von vorne anfangen, denn sie lässt sich nicht helfen. Wenn man ihr ein Vorschlag unterbreitet, dann sagt sie nur:"Das bringt doch eh nichts" oder "Ich habe keine Zeit" oder oder oder. Sie hat für alles eine Ausrede. Sie schreibt mich auch tagtäglich an und jammert mich wegen ihrer Arbeit zu, denn sie wird immer gerufen, das sie früher kommen soll und Spätschicht immer hat. Wenn sie mal einen Samstag frei bekommen soll, dann ändert sich der Plan spätestens einen Tag zuvor und sie muss arbeiten. Wie gesagt, sie hatte noch keinen Samstag frei und sagt dazu auch nichts, denn sie ist noch in der Probezeit und will den Job behalten, obwohl sie alle ausnutzen.

Ich sage ihr dazu immer meine Meinung (täglich), jedoch kommt es mir vor, als rede ich mit einer Wand. Wenn man nichts dagegen unternimmt, muss man sich auch nicht wundern, wenn das Leben so weiter geht. Wie seht ihr das ? Irgendwie tut sie mir wahnsinnig leid, aber irgendwie denke ich auch: Lass sie, sie ist selbst für ihr Leben verantwortlich und selbst da hinein gerutscht. Sie lässt sich sowieso nicht helfen. Aber man denkt doch ab und zu dran.

Benutzeravatar

» SybeX » Beiträge: 3896 » Talkpoints: 11,19 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



Ich sehe das ganz ähnlich wie Du und kann gleichzeitig verstehen, dass Du darüber nachdenkst. Immerhin hat Dich mit diesem Menschen so einiges verbunden und ein Teil dieser Verbindung besteht wohl auch immer noch, vor allem eben der, der sich auf schöne Erfahrungen und Erlebnisse in der Vergangenheit stützt. Du hast aber keine Verantwortung mehr für diese erwachsene Person, die sich in ihren Schlamassel selbst hineinbugsiert hat. Und ich denke mittlerweile, obwohl ich grundsätzlich auch helfe, wo ich helfen kann, dass eine grundlegende Voraussetzung gegeben sein muss, damit Hilfe auch fruchten kann: der Hilfebedürftige muss wirklich erkennen, wo seine Probleme liegen und die Hilfe annehmen und verwerten wollen, nämlich so, dass sie zweckdienlich ist.

Deine ehemalige beste Freundin scheint sich aber nicht nur nicht darüber im Klaren zu sein, dass sie sich ihren Schlamassel komplett selbst eingebrockt hat, sondern ihr ist wohl auch noch nicht wirklich klar, dass sie an ihrer Situation jederzeit etwas ändern kann. Kein Mensch zwingt sie dazu, ihre Schulden nicht in den Griff zu bekommen und niemand verlangt von ihr, dass sie sich an ihrem Arbeitsplatz nicht durchsetzt und versucht, die Konditionen entsprechend so zu verändern, dass es ein angenehmes Arbeitsverhältnis ist und bleibt. Sie selbst ist diejenige, die in ihrem Leben die Strippen zieht, und wenn sie feststellt, dass irgendetwas nicht so läuft, wie sie das braucht, um glücklich zu sein und entspannt zu leben, dann muss sie eben diese Punkte in Angriff nehmen. Dabei kann sie, je nach Schwierigkeit, sich natürlich auch Hilfe holen, aber sie kann nicht einfach in ihrem Leben sitzen, es als mies bekunden und aber nichts tun, um ihre Situation zu verbessern.

Du als derjenige, der die Wehklagen darüber nun abbekommt, kannst eigentlich nichts tun, außer Dir zu überlegen, ob Du sie entweder permanent bedauern willst, bis es Dir zu blöd wird und Du das Weite suchst, ob Du sie deutlich fragst, warum sie denn nichts an ihrem Leben ändert, wenn sie doch schon genau weiß,was sie explizit stört oder aber Du machst Dich einfach wieder aus dem Staub und verabschiedest Dich von einem Menschen, der Dir selbst nur die eigene Kraft raubt, ohne, dass Du diese sinnvoll investieren würdest. Dass man einem Menschen, den man mag, Kraft gibt und dabei erst einmal selbst an Kraft verliert, ist sicherlich nicht ungewöhnlich und auch nicht verkehrt, aber hier kommt Deine Kraft überhaupt keinen Zweck zugute. Du wirst selbst einfach nur schwächer, wenn Du das alles zu nah an Dich heranlässt.

Ich würde also an Deiner Stelle die letzten beiden Möglichkeiten in Betracht ziehen, und ich denke, ich würde sie zuerst deutlich fragen, weshalb sie sich nur beklagt, statt zu ändern, was sie stört. Wenn dieses Gespräch nicht fruchtbar sein sollte, würde ich mich dauerhaft distanzieren und diese Sache für mich selbst abschließen. Vielleicht kommt eines Tages die Einsicht bei dieser Person doch noch und sie schafft es, sich aus ihrem Sumpf zu befreien. Hilfen gibt es überall und sie wird, wenn sie ihre Probleme lösen will, sicherlich nicht alleine dastehen. Möglicherweise ist das für Dich noch ein Trost.

Benutzeravatar

» moin! » Beiträge: 7218 » Talkpoints: 22,73 » Auszeichnung für 7000 Beiträge


Es ist natürlich nicht schön, dass es deiner Freundin nicht gut geht und sie auf der Arbeit so ausgebeutet wird. Aber was willst du denn noch machen? Du sagst ihr ja schon andauernd, dass sie sich dann etwas anderes suchen soll und gibst ihr Tipps und versuchst ihr zu helfen. Mehr machen kannst du einfach nicht. Anscheinend ist sie ja immun gegen deine Ratschläge. Dann muss sie auch sehen, dass sie selbst irgendwie klar kommt.

Wenn du ihr nun Geld gibst und versuchst, ihr damit irgendwie zu helfen, dann wird sie das auf die Dauer auch nicht weiter bringen. Es kann dann sein, dass du ihr immer und immer wieder mit Geld aushelfen musst und das wäre ja auch ein Fass ohne Boden. Vielleicht tut es ihr auch einfach gut, dass sie sich täglich bei dir über ihre Probleme auslassen kann und möchte gar keine Lösungsvorschläge von dir dazu hören. Frage sie doch mal, was du für sie tun kannst oder tun solltest. Vielleicht reicht es ihr einfach, dass du zuhörst und für sie da bist.

Benutzeravatar

» Nelchen » Beiträge: 32238 » Talkpoints: -0,25 » Auszeichnung für 32000 Beiträge



Das ist schon hart, was du über deine ehemalige Freundin schreibst. Sie hat sich im Laufe der Zeit so zum Schlechten hin verändert, dass sie dir wahrscheinlich sehr leid tut. Als deine beste Freundin hat sie dich bestohlen. Das ist schon schlimm. Klar hast du Mitleid mit ihr, weil sie in den falschen Freundeskreis geraten ist und nun nicht mehr weiter weiß. Aber was kannst du machen. Sie lehnt alle gutgemeinten Vorschläge ab und lässt sich nichts sagen.

Also versuche dich von ihr zu distanzieren. Hast du wirklich Lust darauf, dir jeden Tag das Gejammere auf Facebook durchzulesen und dazu auch noch Stellung zu nehmen? denn in Gedanken musst du diese Jammerei ja auch noch verarbeiten, tu dir das nicht an. Schreib ihr ganz klar, dass du das nicht mehr ertragen kannst und sie erst einmal versuchen soll, Ordnung in ihr Leben zu bringen, in dem sie sich bessere Freunde sucht. Du kannst ihr ja auch mitteilen, dass deine Zeit begrenzt ist und du Einiges andere zu erledigen hast. Möglicherweise hat sie dich schon um Geld gebeten. Das würdest du nie wieder sehen. Mach einen Schlußstrich.

» Cid » Beiträge: 20027 » Talkpoints: -1,03 » Auszeichnung für 20000 Beiträge



In meinen Augen ist es schon ehrenhaft, dass Du Deiner Freundin oder ehemaligen Freundin helfen möchtest. Aber es scheint mir, als möchte sich Deine Freundin nicht helfen lassen, weil sie selbst keinen Ausweg mehr sieht. Vielleicht hat sie auch einfach nicht mehr die Kraft und denkt, ihr geht es wirklich so schlecht und dass sie eben keinerlei Hilfe erhält. Was Du tun kannst? Ihr klar machen, dass es nichts bringt, wenn sie sich nur über ihre Situation beschwert. Möchte sie etwas an der Situation ändern, und gerade eine neue Arbeitsstelle haben, bei der sie nicht ausgebeutet wird, muss sie sich eben anderweitig bewerben oder aber sie zieht in den Ort, wo ihre Arbeitsstelle liegt. Dadurch spart sie sich den Weg und hat an sich auch mehr vom Tag.

Sie sollte auch ein Gespräch mit ihrem Vorgesetzten führen und sagen, dass sie eben so nicht weiter arbeiten kann. Ihre Schichten sind eben von 12 bis 20 Uhr und nicht eher. Gut, wenn sie die Abrechnung nicht schafft, muss sie versuchen, sich da einzufinden. Wurde sie nicht eingearbeitet? Steht sie wirklich acht Stunden lang komplett allein im Laden? Wie schafft sie das denn? Mir scheint, sie ist einfach nur überfordert und braucht jemanden, der sie anleitet und die Kraft gibt, da heraus zu finden.

Mache Deiner Freundin klar, dass Du gewillt bist, ihr zu helfen, aber stelle Bedingungen. Wenn sie diese Bedingungen nicht erfüllen will, breche den Kontakt wieder ab. Was bringt es Dir, Dich stets auf ein Gejammer einzulassen, wenn Deine Freundin nun nicht weiß, dass es Dich nervt und Du davon nichts mehr hören kannst? Ich denke, so hart es auch ist, aber Du musst ihr gegenüber konsequent bleiben. Anders wird sie es nicht lernen, dass sie für sich selbst verantwortlich ist. Und wenn sie Dich immer wieder anschreibt oder Dich sonst wie kontaktiert, gehe nicht mehr darauf ein und ignoriere es. Alles andere scheint ja wohl nicht zu fruchten und ich weiß auch nicht, was Du von der Frau konkret möchtest. Eine Bereicherung scheint sie für Dein Leben ja nun nicht zu sein - mit Mitleid allein kann man ihr nicht helfen und ich denke, Du müsstest da einen Schnitt machen, auch aus Gründen des Selbstschutz.

Benutzeravatar

» *steph* » Beiträge: 18439 » Talkpoints: 38,79 » Auszeichnung für 18000 Beiträge


Also eigentlich beginnt ihre Schicht von 14 oder mal 15 Uhr bis 20 Uhr, aber so wie heute mal wieder muss sie schon um 12 Uhr jemand ablösen, weil aufeinmal alle krank sind. Mir kommt es so vor, als wenn die ganze Belegschaft einen Deppen gefunden hat, der alle Schichten übernimmt, die sie nicht machen wollen, wie z.B. jeden Samstag Spätschicht. Oder eben generell die Spätschichten. Keiner hat darauf Bock, also muss sie es machen. Sie hatte bislang nur 2-3x Frühschicht in der ganzen Zeit. Sie kotzt sich sozusagen immer bei mir deswegen aus. Ich sage ihr jedesmal, dann suche dir nebenbei etwas anderes, bewirb dich. Aber sie kommt jedesmal mit Ausreden wie:"Das bringt sowieso nichts" oder "Initiativbewerbungen bringen nichts" oder "Ich bekomme sowieso nur Absagen" aber versucht hat sie es noch nicht ein Mal.

Ich finde sie einfach nur faul, weil sie meckert, aber bewegt nichts um ihr Leben zu ändern. Sie gibt zu keine einzige Bewerbung geschrieben zu haben, weil es eh nichts bringen würde. Auch beim Thema Strom habe ich ihr gute Tipps gegeben, auf keinen davon ist sie eingegangen, z.B. wegen der extrem hohen Nachzahlung soll sie sich n Anwalt nehmen, den sie durch das wenige Einkommen gestellt bekommt. Sie wollte mir dann echt weiß machen, das es in Köln keinen Anwalt gäbe. Dann habe ich sie etwas besseren belehrt. Jedoch bemerke ich an ihrem Verhalten, das sie einfach zu faul ist daran etwas zu ändern. Sie konnte sich mit ihrem Stromanbieter nicht einigen und dann war der Fall gegessen und sie schläft nachts lieber im kalten als daran etwas zu ändern und wieder Strom zu haben. Daher tut sie mir auch auf der anderen Seite leid.

Jedoch werde ich noch ein einziges Gespräch versuchen mit ihr zu führen. Falls das nichts bringt, werde ich es sein lassen und zu ihrem ganzen Gejammer und Gemeckere über alles und Gott und die Welt nichts mehr sagen. Ich werde ihr meine Tipps noch mal vor Augen halten wegen dem Strom und wegen dem Arbeitsplatz. Sie muss selbst wissen was sie tut. Ich kann ihr helfen, jedoch muss sie den Anfang selbst begehen. Man kann ihr nur helfen. Mein Freund sagt schon, das ich viel zu viel tue und mich um sie bekümmere. Wenn sie ein Leben so haben möchte, na schön, dann soll sie es so leben.

Benutzeravatar

» SybeX » Beiträge: 3896 » Talkpoints: 11,19 » Auszeichnung für 3000 Beiträge


Also wenn dir etwas an dieser Person liegt, dann würde ich an deiner Stelle, wie du es schon geschrieben hast, ein letztes Gespräch suchen. Wenn sie danach weiterhin beratungsresistent ist, dann würde ich mich total distanzieren, sie gegebenenfalls sogar bei Facebook von meiner Freundesliste entfernen. Das ist einfach die logische Konsequenz bei dem Gejammer.

Ich habe auch eine Freundin. Das Mädel ist immer nur am jammern und rumheulen, wie schlecht ihr Leben doch ist. Dabei hat an sich jeder sein Päckchen zu tragen und irgendwie klarzukommen. Ich jammere selbst ab und zu, aber letztendlich rappel ich mich wieder auf und tue etwas gegen den Zustand. Ich würde mich irgendwann von solchen Freundinnen distanzieren, weil ich denke, dass auch der Diebstahl von damals noch tief sitzt und sie irgendwie an ihrer Situation selbst schuld ist, so hart es nun klingen mag.

» Wibbeldribbel » Beiträge: 12558 » Talkpoints: 4,06 » Auszeichnung für 12000 Beiträge



Ich würde wahrscheinlich den Kontakt aufrecht erhalten und versuchen ihr zu helfen, aber nur bis zu einem gewissen Maße. Du solltest sie dazu animieren sich selbst zu helfen, auch wenn das in einer solchen Situation sicherlich nicht einfach ist und das einige Zeit benötigt. Ich glaube aber auch, dass man in einer solchen Situation eine gute Freundin brauchen kann, auch wenn das natürlich etwas nervig ist, aber sie scheint ja wirklich am Ende zu sein und daher würde ich auf jeden Fall versuchen ihr zu helfen.

Allerdings solltest du da auch nicht unnötig deine Energie hinverschwenden, wenn es sowieso nichts bringt. Da musst du dann eben den Punkt finden, an dem du sie quasi im Stich lassen kannst, weil es ihr sowieso nicht hilft. Aber das würde ich eben nur im äußersten Fall machen, wenn mich das wirklich nerven und belasten würde, ansonsten würde ich wahrscheinlich ewig versuchen zu helfen.

» Wunschkonzert » Beiträge: 7184 » Talkpoints: 42,56 » Auszeichnung für 7000 Beiträge


Es ist auch anhand ihrer Arbeitssituation mittlerweile so, das man nur schwer an sie heran kommt, da sie ja solange arbeitet. Morgens ist sie nur kurz bei Facebook und abends dann immer erst ab 23 Uhr oder später. Da schlafe ich dann meist schon. Der einzige Tag an dem sie komplett frei hat ist Sonntags. Momentan wie ich herauslese aus ihren Posts ist sie erkältet, sehr stark sogar und geht trotzdem arbeiten in der Bäckerei, obwohl es ihr wirklich scheiße geht. Alle anderen sind krank und sie geht arbeiten, egal wie es ihr geht. Ist ja auch nicht sonderlich schön, wenn man hinter der Theke eine völlig kranke Frau sieht, die andauernd nach ihren Tempos oder nach dem Nasenspray greifen muss und herum hustet.

Naja, ich schaue tagtäglich ob ich sie bei Facebook mal antreffe und mit ihr nochmals ein Gespräch führen kann, denn telefonisch ist sie auch nicht erreichbar. Sie hat kein Festnetz und nur Handy worauf es von meinem Handy jedoch sehr viel kosten würde, wenn man mal 1 Stunde telefoniert. Ihre Freundin hat zwar ein Festnetz, jedoch darf sie davon nicht anrufen oder angerufen werden. (Oder es ist wieder nur eine Ausrede?).

Benutzeravatar

» SybeX » Beiträge: 3896 » Talkpoints: 11,19 » Auszeichnung für 3000 Beiträge


Habe versucht mit ihr ein Gespräch zu führen, doch es eskalierte darin, das sie nun nicht mehr mit mir über das Thema sprechen bzw. schreiben möchte. Nur noch über alltägliches. Sie ist seit fast 2 Wochen krank, angeblich nur eine Erkältung mit Ohrenschmerzen. Habe ihr dann ein Medikament genannt, das sie sich kurz bevor sie in die Bäckerei muss in der Apotheke holen kann, denn die Ohrenschmerzen fingen kurz vor Arbeitsbeginn an. Sie holte sie sich auch. Jedoch kam eben die Erkältung dann noch dazu, die sie seit fast 2 Wochen schon hat. Habe ihr geraten, doch mal zum Arzt zu gehen, denn es kommt auch nicht sonderlich gut an, wenn man in einer Bäckerei hinter der Theke arbeitet total krank und das schon solange.

Sie meinte gleich, sie hätte keine Zeit zum Arzt zu gehen. Habe ihr dann gesagt, das sie doch vor der Arbeit gehen kann. Muss sie eben um 8 Uhr gleich dort sein und dann kommt sie gleich dran. Das wäre ihr zu aufwendig, denn irgendwann müsste sie ja auch mal schlafen. Sagte ihr, das sie dann eben anstatt um 2 oder 3 Uhr nachts eben mal um 22 Uhr ins Bett gehen könnte, damit sie früh raus kommt und mal einen Arzt Besuch wahr nehmen kann. Sie sieht es nicht ein, stundenlang im Wartezimmer unnötig zu warten wegen nichts. Habe dann gemeint, das sie sich wenigstens in der Apotheke was holen soll, damit es besser wird, jedoch lehnt sie auch dies ab. Sie hätte keine Zeit.

Ich glaube langsam eher, das es nicht an der Zeit, sondern am Geld liegt, das ihr womöglich fehlt und sie daher lieber so krank zur Arbeit geht, anstatt zum Arzt. Das einzige, was sie gegen ihre Erkältung macht, ist täglich eine heiße Zitrone trinken. Restliche Hausmittelchen wie ein heißes Bad nehmen kann sie nur sehr selten, da sie keinen Strom mehr in ihrer Wohnung hat und nur ab und an duschen kann bei ihrer Freundin. Das wichtigste besitzt sie ja (in ihren Augen), das Internet. Schade, das man sich wegen sowas in die Haare bekommen muss, sodass wohl die Freundschaft ganz hinüber ist, wenn man sich nur noch über Alltägliches und Banales unterhalten kann/darf.

Benutzeravatar

» SybeX » Beiträge: 3896 » Talkpoints: 11,19 » Auszeichnung für 3000 Beiträge


Ähnliche Themen

Weitere interessante Themen

^