Vom Althochdeutschen über das Mittelhochdeutsche zum Neuhoch
Die ersten Entwicklungen zu einer deutschen Sprache kann man in der Zeit um 750 n.Ch. feststellen. In dieser Zeit bildete sich zum ersten Mal eine regional übergreifende Sprachvariante des Deutschen heraus, das Althochdeutsch. In dieser Sprache wurden religiöse Texte, Sprüche, Gedichte und Heldenepen geschrieben.
Zwischen 800 und 1050 n.Chr. veränderte sich die deutsche Sprache in ihrem Laut- und Wortbestand stark. Es entstand die mittelhochdeutsche Sprache, die vor allem an den Fürstenhöfen und in Adelskreisen gesprochen wurde und in der sich auch eine reichhaltige Literatur entwickelte. Das berühmte „Nibelungenlied" entstand in dieser Zeit, ebenso zahlreiche Ritterepen wie „Parzival", „Iwein" und „Tristan und Isolde". Das Mittelhochdeutsche ähnelte in seinem Lautbestand und in seinem Wortschatz schon der heutigen deutschen Sprache. In der Schreibweise der Wörter und deren Aussprache finden sich jedoch auch große Unterschiede zum heutigen Deutsch.
Das Neuhochdeutsche als gemeinsame Sprache des deutschsprachigen Raums und als anerkannte Hochsprache entwickelte sich erst im 15. Jahrhundert und wurde durch die Erfindung des Buchdrucks von Gutenberg 1445 und durch die Reformation ab 1517 in allen Teilen des deutschen Sprachraums verbreitet. Besonders gefördert wurde die deutsche Sprache dabei durch die Übersetzung der lateinischen Bibel ins Deutsche durch Martin Luther und durch seinen deutschsprachigen Katechismus.
Wie wird sich die deutsche Sprache weiter entwickeln?
Wie lebende Sprachen sich entwickeln werden, das kann niemand mit letzter Sicherheit vorhersagen. Denn da gibt es einfach zu viele Variablen. Beispielsweise, wie lange der Einfluss von den USA noch als Weltmacht anhalten wird. Angenommen, die USA würde theoretisch von China abgelöst werden, dann würden vermutlich in der Zeit danach eben chinesische Begriffe in andere Sprachen und unter anderem in die Deutsche Sprache einfließen. Denn die Sprache der mächtigsten hat schon immer die Sprache beeinflusst.
Vermutlich werden auch Begriffe, die auf dem Lateinischen basieren, nach und nach aussterben und durch modernere ersetzt werden, so es nicht zur wissenschaftlichen Fachsprache gehört. Wer sagt denn heute noch, dass er etwas eruieren muss? Heute wird gegoogelt.
Vermutlich wir es langfristig gesehen auch weitere Lautwandel geben und mit aller großer Wahrscheinlichkeit werden unregelmäßige Flektionsformen immer mehr regelmäßig werden, während andernorts in der Grammatik neue Unregelmäßigkeiten entstehen werden. Aber genauer kann man das wirklich nicht voraus sehen. Und letztlich kann auch das total anders kommen, als man jetzt denkt.
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