Was haltet ihr von Krankenhäusern?

vom 20.03.2011, 23:58 Uhr

Hey Leute,
ich wollte euch mal fragen, was ihr so von Krankenhäusern haltet. In meinem Freundeskreis habe ich bisher schon die unterschiedlichsten Meinungen gehört: Manche meinen, dass man sich dort auch sehr gut erholen kann und andere finden es einfach nur schrecklich. Wie seht ihr das?

Ich selbst finde Krankenhäuser jetzt nicht sehr schlimm,aber ich würde dort trotzdem keinen Urlaub machen wollen. Das, was mich am meisten nervt, ist dieser typische Geruch von einem Krankenhaus. Einfach furchtbar finde ich das. In den meisten Fällen riecht es meiner Meinung nach nach Tod. Auch kann man sich im Krankenhaus ganz schön langweilen. Als ich eine Gehirnerschütterung hatte durfte ich eigentlich so gut wie nichts machen. Durch Zufall hatte mein damaliger Freund dort in der Zeit Praktikum gemacht und kam mich oft besuchen :).

» Hufeisen » Beiträge: 6070 » Talkpoints: 6,20 » Auszeichnung für 6000 Beiträge



Ich hatte bisher erst einen einzigen richtigen Krankenhausaufenthalt, und davor hatte ich doch auch etwas Bammel, da ich bisher nur schlechtes von Krankenhäusern gehört hatte (z.B. schlechtes Essen).

Ich lag für eine Woche im Krankenhaus, da mir die Gallenblase entfernt wurde. Das fing an, als ich auf der Arbeit war, dass ich 5 Minuten vor Ende der Mittagspause heftige Bauchschmerzen bekommen habe, meine Kollegin mich ins örtliche Krankenhaus fuhr und mir dann einige Stunden später (in der Zeit habe ich wohlig geschlafen, dank Schmerzmitteln) mittgeteilt wurde, dass ich auf jedenfall erstmal bleiben müsste und mir am Montag dann die Gallenblase entfernt wurde. Anfangs war das echt ein Schock und ich wollte nur nach Hause.

Als ich dann allerdings eine Woche später wieder zu Hause war, wollte ich nur zurück ins Krankenhaus! Ich habe mich dort so gut erholt und war sehr entspannt. Zudem war das Essen gut, die Pfleger nett und ich hatte eine sehr angenehme und lustige Bettnachbarin.

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» Nana_2011 » Beiträge: 2250 » Talkpoints: 0,21 » Auszeichnung für 2000 Beiträge


Meine letzten Krankenhausaufenthalte sind mehr als acht Jahre her und waren während meiner Schwangerschaft. Dabei habe ich zwei Krankenhäuser als Patient kennenlernen dürfen und die Erfahrungen sind unterschiedlich. Das eine, wo ich auch entbunden habe, würde ich jedem Patienten empfehlen, auch wenn die Entbindungsstation dort abgeschafft wurde.

Aber meine Mutter lag zwei Jahre später dort auf der chirugischen Station und konnte meine eigenen Erfahrungen bestätigen. Die Schwestern waren selbst im größten Stress immer freundlich und schnell zur Stelle, wenn man nach ihnen geklingelt hat. Das Essen war gut und abwechslungsreich und es wurde bei allen Mahlzeiten auch auf Patientenwünsche eingegangen, sofern dies machbar war.

In einem anderen Krankenhaus, wo ich währen der Schwangerschaft eine Woche zubringen musste, waren dagegen teilweise schon katastrophale Zustände. Trotz sehr wenig Patienten auf der Station, dauerte es ewig, bis sich mal eine Schwester bemühte. Stand man trotz Verbot auf, war das Theater natürlich vorprogrammiert, wenn man erwischt wurde. Da würde ich freiwillig nie eine Empfehlung aussprechen.

» Punktedieb » Beiträge: 17970 » Talkpoints: 16,03 » Auszeichnung für 17000 Beiträge



Es gibt teilweise Krankenhäuser, wo die Zustände absolut unschön sind, andere hingegen sind unheimlich gut. Ich habe in den verschiedensten Krankenhäusern gearbeitet und es ist schon recht unterschiedlich.

In einem Krankenhaus herrschte im Team eine absolut familiäre Stimmung, man wurde als Neuling sofort integriert und dort stand der Patient auch an erster Stelle. Wir durften uns Zeit für die Person als Einzelnen nehmen und uns um ihn kümmern. Das Team bestand jeden Tag aus 10 Leuten, weil zwei Stationen zu einer zusammenliefen und es kam absolut niemand zu kurz.

Das Krankenhaus war schon etwas älter und man musste teilweise auch etwas improvisieren, weil einige modernen Geräte gefehlt haben, aber ansonsten war es absolut spitzenklasse.

Das absolute Gegenteil habe ich jedoch in einem hochmodernen Krankenhaus erlebt. Da fühlte man sich regelrecht wie in einer Abfertigung. Nahezu das komplette Team konnte die Landessprache nicht, was natürlich nicht so toll für ältere Leute war. Der Patient wurde recht schnell abgehandelt, 15 Minuten zum Waschen, was durchaus normal ist, 15 Minuten fürs Frühstück, was eindeutig bei einige zu wenig ist.

Dazu sei gesagt, dass es Krankenhäuser im Ausland waren. Von deutschen Krankenhäusern kann ich jedoch auch ein Lied singen. In der Kinderklinik war es absolut super, im Gegenzug war ein anderes Krankenhaus eine absolute Baustelle und schon recht ekelhaft. Als ich krank wurde, habe ich es vermieden in letzteres Krankenhaus gebracht zu werden und das bedeutet bei mir einiges.

Man kann es nicht verallgemeinern. Es gibt sowohl gute und schlechte Krankenhäuser. Was jedoch klar ist, ist dass die Pflege recht oft zu kurz kommt, sei es wegen der Personalpolitik des Hauses oder irgendwelcher mangelhaften Infrastrukturen.

» Wibbeldribbel » Beiträge: 12618 » Talkpoints: 5,12 » Auszeichnung für 12000 Beiträge



Ich mag Krankenhäuser überhaupt nicht und bekomme darin auch eine sehr starke Nervosität. Ich denke mal dies ist mit zurück zu führen, das ich mein halbes Leben meine Mama im Krankenhaus besucht habe, bevor sie starb. Die Schwestern sind bei uns total überlastet und genervt und das geben sie auch an die Patienten weiter. Untersuchungen die eigentlich nur 5 Minuten dauern, werden Tagelang hin geschoben , und das Klima finde ich dort auch nicht berauschend.

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» alkalie1 » Beiträge: 5526 » Talkpoints: 0,00 » Auszeichnung für 5000 Beiträge


Krankenhäuser sind nun mal unabdingbar und manchmal sind es auch Krankenhausaufenthalte. An sich mag ich auch keine Krankenhäuser, weil ich dort als Besucherin bereits einmal eine Todesnachricht habe entgegen nehmen müssen. Diese Erinnerung ist immer mit einem Krankenhaus verknüpft. Allerdings bleibt es nicht aus, dass ich jemanden in einem Krankenhaus besuche oder selbst einen Krankenhausaufenthalt benötige.

Mein erster und letzter Krankenhausaufenthalt war vor wenigen Wochen und da ich nur eine Nacht bleiben musste, obwohl erst mehr Nächte angesetzt waren. Darüber war ich schon froh, denn in dieser kurzen Zeit hatte ich zum Einen Lust zu gar nichts und zum Anderen konnte ich kaum schlafen. Ob und wie das Essen geschmeckt hat, weiss ich nicht, weil ich am Tag des Eingriffes eine OP am Bauch hatte und zu Mittag gab es Bohnen. :lol: Darauf habe ich dann verzichtet und stattdessen Zwieback und so etwas erhalten.

Über das Krankenhaus, in welchem ich gewesen bin, habe ich Gutes, als auch Schlechtes erfahren. Doch die Schwestern waren freundlich und nett, und benötigt habe ich sie auch nicht, so dass ich nicht weiss, wie schnell oder wie langsam sie waren. Nur einmal war mir die Fernbedienung heruntergefallen, aber das war nun kein Notruf, weswegen ich nach ihnen geklingelt habe.

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» *steph* » Beiträge: 18439 » Talkpoints: 38,79 » Auszeichnung für 18000 Beiträge


Was soll man denn von einem Krankenhaus halten, ich fürchte ich verstehe deine Frage nicht ganz. Ein Krankenhaus ist dafür da, um Menschen das Leben zu retten und zu helfen, in einem Krankenhaus arbeiten Ärzte und liegen Patienten. Was soll man davon halten? Es ist nun mal eine Notwenigkeit, dass ist alles. Ob man das jetzt schön findet oder nicht, wenn man selbst mal in den Genuss kommt, dort Gast zu sein, ist was anderes.

Ich habe schon einige Krankenhausaufenthalte hinter mir und fand es eigentlich immer recht erträglich. Der typische Geruch macht mir eigentlich weniger aus, es sind eher die Farbkombinationen von weiß, grün und grau, die mich dort stören. Ich hatte bisher jedesmal ein Einzelzimmer und hatte somit auch meine Ruhe. Die Pfleger waren immer nett und ich kenne auch einige, die dort arbeiten, weswegen mein Aufenthalt eigentlich auch immer recht erträglich ist. Wenn ich Appetit habe und es gibt mal wieder nur olles Krankenhausfutter, dann habe ich mir auch schon mal einen Pizzaboten kommen lassen. Das sorgt zwar für ein bisschen Aufmerksamkeit, aber wenn man nett ist und die Pizza mit dem Pfleger teilt, dann ist das an sich nicht weiter schlimm und macht die Situation angenehmer.

Wenn man sich ins Bewusstsein führt, dass der Aufenthalt eben notwendig ist und auch nur zu seinem Besten, dann finde ich nichts weiter dabei, es ist zwar in bestimmten Aspekten etwas unangenehm, aber nichts groß schlimmes, und Urlaub machen soll man dort auch nicht, dafür ist es nicht ausgelegt.

» Crispin » Beiträge: 14916 » Talkpoints: -0,43 » Auszeichnung für 14000 Beiträge



Ich finde die Frage auch etwas seltsam. Ich halte Krankenhäuser für ein notwendiges Übel. Niemand geht grundlos dort hin. In den meisten Fällen ist eine Krankheit der Grund. Und die kann man sich nicht aussuchen. Auch die Wahl in welches Krankenhaus man geht ist sehr begrenzt.

Meine Erfahrungen mit Krankenhäusern beschränken sich auf Geburten. Das heißt ich kann nur von der Entbindungsstation sprechen. Bei uns herrscht ein regelrechter Wettbewerb der Kliniken um die Frauen. Deshalb ist man dort sehr kundenorientiert und freundlich. Der Personalschlüssel ist gut. Die Räume modern eingerichtet. Oft sind die Stationen nicht voll und man bekommt ein Einzelzimmer. Ein Aufenthalt dort würde ich trotzdem nicht als erholend beschreiben. Kinder bekommen ist anstrengend.

» Isella » Beiträge: 190 » Talkpoints: 74,64 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Ich war in meinem Leben nur zweimal in einem Krankenhaus. Einmal als Kind, da hatte ich glaube ich ca. 1-2 Nächte Aufenthalt wegen sehr hohem Fieber. Das war ganz gut, aber ich wollte relativ schnell nach Hause, weil man sich dort auch nicht wirklich um mich gekümmert hat. Und dann vor ca. 2 Jahren, da war ich 10 Tage im Krankenhaus, was auch nicht viel besser war.

Generell habe ich nichts gegen Krankenhäuser, aber ich muss keine längeren Aufenthalte dort haben. Ich mag den Geruch dort nicht und auch das einfache Gefühl "krank" zu sein, gefällt mir nicht. Ein Krankenhaus ist zumeist kein Ort zur Erholung, auch wenn die Patienten sich eigentlich dort erholen sollten. Ich finde es oft eher chaotisch, es ist häufig laut und man liegt auch oft mit anderen in einem Zimmer, die keine angenehmen Zeitgenossen sind.

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» Vampirin » Beiträge: 5979 » Talkpoints: 30,32 » Auszeichnung für 5000 Beiträge


Ich mag generell die Atmosphäre von Krankenhäusern auch nicht. Ich war als Patient aber zum Glück erst einmal in einem Krankenhaus und das war eben für fünf Tage bei der Geburt meines Sohnes. Der Aufenthalt war auch aus diesem Grund sehr sinnvoll, weil ich dort mehr als nur positive Erfahrungen gemacht habe und diese Tage haben mir auch ein wenig die Angst von diesen sterilen Gebäuden genommen.

Die Hebammen waren total nett und allgemein die ganze Atmosphäre war wirklich angenehm. Mit einem Baby im Arm fühlt man sich aber sowieso wie im siebenten Himmel, aber trotzdem kann ich sagen, dass ich mit allem äußerst zufrieden war. Einen Urlaub würde ich trotzdem nicht in einem Spital planen. :wink:

Meine Mama ist zum Beispiel so ein Fall, die gerne in Krankenhäusern ist. Sie meint auch, dass sie dort endlich einmal ein paar Tage ausspannen kann. Das kann ich ehrlich gesagt nicht so ganz nachvollziehen, auch wenn ich selber keine negativen Erfahrungen gemacht habe. In der Geburtenstation war zwar die Atmosphäre auch wirklich entspannend und angenehm, aber trotzdem ist man ja nicht grundlos in einem Krankenhaus und hat demnach in der Regel Schmerzen oder sonstige Probleme die nicht besonder lustig sind.

Einige Spitäler bemühen sich wirklich sehr, dass sich die Patienten wohl fühlen und das halte ich auch für sehr sinnvoll. In einer unangenehmen Umgebung könnte ich mich glaube ich nicht so recht wohlfühlen und das verlängert den Genesungsprozess dann denke ich oft schon zumindest ein wenig. Oder man schaut, dass man hier einfach nur so schnell wie möglich wieder heraus kommt, so kann man es natürlich auch sehen. :wink:

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» tournesol » Beiträge: 7773 » Talkpoints: 0,38 » Auszeichnung für 7000 Beiträge


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