Veranlagung für postnatale Depressionen?
Eine Freundin von mir hat letzten Samstag ihr zweites Baby bekommen. Die Geburt war zwar anstrengend und hat recht lange gedauert, aber im Endeffekt ist zum Glück alles gut gegangen. Baby und Mama sind im Großen und Ganzen wohl auf.
Bei der Geburt ihres ersten Kindes verlief soweit auch alles gut. Nach einigen Tagen hatte sie jedoch mit postnatalen Depressionen zu kämpfen. Das kommt ja auch gar nicht so selten vor. Mit der Zeit hat sich das aber auch wieder gelegt. Nun scheint es beim zweiten Kind auch wieder so zu sein. Natürlich freut sie sich riesig über ihren Sohn. Sie sagt auch selber, dass ihre Familie mit einer Tochter und einem Sohn nun perfekt ist.
Trotzdem machen sich immer mehr Depressionen bemerkbar. Das ist ein paar Tage nach der Geburt natürlich auch nicht besorgniserregend und es fällt auch noch durchaus in den normalen Bereich. Ich frage mich jedoch, ob es dafür eine Art Veranlagung gibt. Also ist die Gefahr größer noch einmal eine postnatale Depression zu bekommen, wenn die Frau beim ersten Kind bereits eine hatte? Oder ist es wie bei Geburten allgemein, dass jede Geburt eben anders ist und dass auch die Zeit danach bezüglich Depressionen jedes Mal unterschiedlich sein kann.
Ich kenne zwar schon viele die ein Baby haben, aber die meisten haben erst ein Baby und so habe ich nicht wirklich "Vergleichswerte" mit anderen Müttern die schon zwei Kinder haben. Ich selber habe solche postnatalen Depressionen zum Glück gar nicht gehabt. Bei mir haben sich die Hormone komplett anders ausgewirkt. Ich war vor allem die ersten zwei Wochen total überdreht und war überhaupt nicht müde und fühlte mich so, dass ich Bäume ausreißen hätte können.
Ich kenne auch persönlich drei Frauen, welche n einer postnatalen Depression nach der Geburt ihres ersten Kindes gelitten haben. Zwei von ihnen haben noch ein weiteres Kind bekommen. Was bei ihnen beiden gleich gewesen ist ist, dass sie beide schon im Vorfeld, also noch eine ganze Weile vor der Geburt, die Besorgnis geäußert haben, dass sie wieder in eine postnatale Depression verfallen könnten. Vielleicht verändert alleine diese Überlegung schon etwas an der Wahrscheinlichkeit, auch wirklich einer postnatalen Depression zu erliegen.
Bei einer dieser beiden Frauen aus meinem Bekanntenkreis war es dann auch tatsächlich so, dass sie wieder eine postnatale Depression bekommen hat. Und die war sogar noch um einiges schlimmer ausgeprägt als die nach der ersten Geburt. Die andere Dame hingegen hat ihren neuen Sprößling geboren und hatte dann keinerlei Spuren von einer postnatalen Depression. Man muss aber auch dazu sagen, das sich ihre Familie ganz besonders gut um sie gekümmert hat, sie andauernd besucht hat und ihr alle Sorgen und Ängste gleich im Keim erstickt hat. So wurde sie quasi schon direkt im Vorfeld einer Depression aufgefangen und konnte sich ganz entspannt mit ihrem neuen Nachwuchs beschäftigen und sich an ihm erfreuen. Man hat ihr überhaupt nicht die Chance gegeben, sich in ein Loch zurück zu ziehen.
Ich denke aber trotzdem, dass es schon so etwas wie eine Veranlagung zu einer postnatalen Depression gibt. Ein depressiver Mensch hat ja auch immer wieder die Veranlagung, wieder in eine neue Depression zu verfallen. Und so ist es bei einer postnatalen Depression vermutlich ebenfalls. Da haben ja auch die Hormone einen guten Teil Schuld an einer Depression und der Körper wird bei einer neuerlichen Geburt wohl wieder ähnlich reagieren wie bei den vorangegangenen. Also erscheint mir das Risiko, eine weitere postnatale Depression zu erleiden, ziemlich hoch.
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