Ab wann zum Sonntagsnotdienst gehen?
Ich hatte gestern hier
Jucken an/außerhalb der Scheide geschrieben, dass ich eine Freundin habe, die ein starkes Jucken im Intimbereich hat und ich vermute, dass es ein Vaginalpilz sein könnte. Diese Freundin war heute dann bei einem heute, am Sonntag, Dienst habenden Arzt, der sich wohl ganz gut auskannte (was ja nicht immer der Fall bei Allgemeinärzten ist, da sie sich nicht auf ein bestimmtes Fachgebiet spezialisiert haben) und ihr tatsächlich bestätigte, dass es sich bei ihren Beschwerden um einen Vaginalpilz handle. Er gab ihr (natürlich ein Privat-) Rezept mit, worauf ein Antimykotikum verordnet war, das sie in der im gleichen Dorf gelegenen Apotheke eingelöst hat.
Als sie beim Arzt war, erzählte sie mir, war das Wartezimmer gerammelt voll, obwohl der Arzt doch ein wenig außerhalb liegt. Sie hätte am liebsten kehrt gemacht und wäre gegangen. Letztendlich ist sie dann aber doch geblieben, da der Juckreiz nicht nachließ und es sie fast verrückt gemacht hat. Außerdem ist sie bis zum Arzt auch ein Stückchen weit unterwegs gewesen. Also wartete sie über eine Stunde bis sie an die Reihe kam und beim Arzt vorsprechen durfte.
Im Wartezimmer saßen eine Reihe Leute, die husteten und schnieften und andere, denen man, wie ihr, nicht ansah, dass sie krank waren oder ein Wehwehchen hatten. Gut, ein paar sahen wohl schon ziemlich krank aus, aber die waren in der Unterzahl. Ich denke, dass das ein Aussenstehender, wie meine Freundin, zwar sehr schlecht beurteilen kann, aber als sie mir das vorhin so erzählte, kam ich auf die Frage. Ab welchem Leidensdruck geht ihr am Sonntag zum ärztlichen Notdienst? Geht ihr sofort, wenn ihr euch krank fühlt, auch wenn es nicht ganz so schlimm ist oder wartet ihr dann noch den einen Tag ab, bis es Montag ist und euer Hausarzt wieder geöffnet hat? Würdet ihr zum Sonntagsdienst auch einen längeren Fahrtweg in Kauf nehmen?
Zum Notdienst am Sonntag gehe ich nur wenn es wirklich unbedingt notwendig ist. Das letzte Mal war ich da, als ich seit 4 Tagen sehr starke Halsschmerzen und Fieber hatte. Diagnose war dann eine Mandelentzündung.
Ich habe schon von sehr vielen aus dem Bekanntenkreis gehört, dass sie beim Arzt im Notdienst teilweise 3 Stunden warten konnten. Das tue ich mir nicht an und lasse die Termine lieber für Menschen frei die wirklich dringend zum Arzt müssen. Für den Arzt ist es bestimmt auch nicht besonders angenehm an einem Sonntag arbeiten zu müssen und dann einen Patienten nach dem anderen zu behandeln und wohl noch Überstunden zu machen.
Ich sehe es auch als notwendiges Übel und als einen Dienst an den Menschen für den Arzt an, wenn er am Sonntag Notdienst schiebt. Das macht ihnen bestimmt auch nicht unbedingt Spaß. Dass man tatsächlich solange warten muss teilweise, wie du es beschrieben hast, wäre für mich schon ein Grund zu warten bis es Montag ist, zumal ich auch viel gerner dann zu meinem Hausarzt gehen würde, der mich kennt und nicht zu einem fremden Arzt, der mich 5 Minuten sieht, bevor ich wieder weg bin.
Da kann meine Freundin ja von Glück sagen, dass sie nur eine Stunde warten musste, bis sie dran kam.
Dass sie ein Privatrezept bekommen hat ist nicht ungewöhnlich, weil diese Salben keine Krankenkasse mehr bezahlt. Sie sind freiverkäuflich in jeder Apotheke zu bekommen und wie ich in dem anderen Thread schon geschrieben habe, hätte sie es sich auch so holen können.
Zum Notdienst gehe ich nur dann, wenn es mir wirklich sehr schlecht geht und ich nicht mehr aushalten kann vor Schmerzen oder kreislaufmäßig. Aber ansonsten warte ich, bis mein Hausarzt wieder auf hat oder eben in dem Fall deiner Freundin der Frauenarzt. Mit vaginalem Jucken würde ich nicht zum Hausarzt gehen. Es ist schon unangenehm genug, wenn ich mich vor dem Frauenarzt, der tagtäclich damit zu tun hat, ausziehen muss. Da würde ich mich nicht unten rum vor meinem Hausarzt entkleiden. Schon deshalb würde ich nur dann zu einem diensthabenen Arzt gehen, wenn es auch ein Frauenarzt ist und nicht an einem Sonntag.
Diese Notdienste sind für Patienten gedacht, die wirklich krank sind und man sollte da auch die Ärzte nicht unnötig gelästigen, wenn man wirklich nur eine Kleinigkeit hat. Ein Vaginalpilz zählt für mich zu einer Kleinigkeit, die man auch 2 Tage noch aushalten kann oder sich in der Apotheke beraten lassen kann. Einen längeren Fahrtweg würde ich auch nur in Kauf nehmen, wenn ich wirklich krank bin und mich jemand fahren kann. Ansonsten würde ich auf jeden Fall warten bis zum nächsten Werktag.
Diamante hat geschrieben:Dass sie ein Privatrezept bekommen hat ist nicht ungewöhnlich, weil diese Salben keine Krankenkasse mehr bezahlt. Sie sind freiverkäuflich in jeder Apotheke zu bekommen und wie ich in dem anderen Thread schon geschrieben habe, hätte sie es sich auch so holen können.
Sie hätte sie schon dort in der Apotheke holen können, aber wenn man einen Vaginalpilz zum ersten Mal hat, soll man diesen, da man nicht sicher beurteilen kann, ob es sich überhaupt um einen solchen handelt, zunächst von einem Arzt abklären lassen. Das wird dir in jeder (guten) Apotheke geraten. Und da sie noch nie einen Vaginalpilz zuvor hatte, habe ich ihr diesbezüglich eben den Rat gegeben.
In der Apotheke gibt es die Kombipackung von dem Antimykotikum auch nur als 3-Tages-Therapie freiverkäuflich. Die 6-Tages-Therapie, die meine Freundin nun verordnet bekommen hat, ist nach wie vor verschreibungspflichtig, wofür sie also auf jeden Fall ein Rezept gebraucht hätte, um die große Packung in der Apotheke zu bekommen.
Wie gesagt, ich habe ihr ja auch gestern dazu geraten, noch einen Tag abzuwarten und dann zu ihrem Frauenarzt zu gehen, aber ihr Leidensdruck war ihr wohl zu stark, so dass sie heute morgen doch zu dem Notdienst gefahren ist. Jetzt hat sie wenigstens die Gewissheit, dass ich richtig lag mit meiner "Diagnose" und sie nun den Pilz behandeln kann, damit das Jucken möglichst schnell wieder vorüber geht.
Hallo!
Ich war bisher 3 Mal beim Notdienst am Wochenenden. Das erste Mal hatte ich mir etwas im Nacken eingeklemmt und konnte den Kopf nicht mehr drehen. Ich habe dann eine Salbe verschieben bekommen. Das waren solche Schmerzen, die ich nicht bis Montags aushalten hätte. Ebenso erging es mir mal mit Zahnschmerzen. Und einmal war ich mit starken Blasenschmerzen und Krämpfen beim Arzt.
Ich weigere mich so schon zum Hausarzt zu gehen, wenn der normale Sprechzeiten hat. Daher würde ich auch nur zum Notdienst fahren, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Bei einem Pilz kann man sich schon vorstellen, dass es sehr unangenehm ist. Wenn es dazu noch schmerzhaft ist, währe ich vielleicht auch zum Notdienst gegangen. Ansonsten würde ich dort auch nur hin gehen, wenn ich wirklich starke Beschwerden habe.
Gottseidank wohne ich in der Nähe eines Krankenhauses. Dadurch das ich 3 Kinder habe, ist es schon oft passiert, das ich am Samstag oder Sonntag mit eines meiner Kinder hinging. Sobald es einen von den Jungs schlecht geht, stehe ich bei denen auf der Matte.
Bei mir schaut es wiederum ganz anders aus, mir muss es schon so schlecht gehen, das ich freiwillig am Wochenende, in eine Notfallambulanz gehe. Das letztemal war ich dort, als ich Erbrechen hatte, wo ich nicht einmal mehr einen Schluck Wasser bei mir behalten konnte. Natürlich benötigte ich eine Person. die mich hinfuhr bzw. mit mir wartete.
Aber ich würde nie im leben wegen einem Scheidenpilz am Wochenende zu Arzt gehen. Auch wegen einem Schnupfen oder Husten nicht. OK man leidet, doch so schlimm kann es mja nicht sein, das man damit nicht bis auf Montag warten kann.
Bei einem Schnupfen oder Scheidenpilz hätte man doch in eine Apotheke gehen können, die Wochenenddienst haben, die hätten so auch ein geeignetes Medikament geben können. Somit hätte sich der Arzt wirklich um die Kranken kümmern können, und nicht auch noch die Zeit verplemmpert, wegen einem Scheidenpilz oder einem Schnupfen.
Wie der Name eben schon genau aussagt, denn es heißt eben Notdienst und man sollte diesen Dienst nur bei sehr akuten oder besser gesagt eventuell lebensbedrohlichen Situationen oder Gesundheitszustände nutzen. Ich lebe in einer Universitätsstadt und bei einigen Patienten die diesen Dienst nur alleine wegen Kleinigkeiten nutzen, sagen die behandelnden Ärzte schon ihre Meinung dazu.
Andere akute Notfälle oder sogar schwere Unfälle können in dieser Zeit einfach nicht medizinisch versorgt werden, denn das ist nun einmal Fakt. Ich finde man sollte solchen Patienten mit nur Kleinigkeiten ihre Behandlung in Rechnung stellen, denn andere Patienten mit akuten Beschwerden haben bei solchen gehäuften Fällen immer das Nachsehen. Für diese Patienten wird dann im Endeffekt die medizinische Behandlung viel aufwendiger und auch teilweise schwieriger. Das sind dann auch zusätzliche Kosten für die Krankenkassen und die lassen sich vermeiden.
Ich würde nie im Leben irgendwelche Regeln aufstellen wollen, wegen welchen (vermuteten) Erkrankungen ich zum Notdienst fahren würde und weswegen dann eben auch nicht. Denn eine Erkrankung kann ja in der Regel unterschiedliche Ausprägungen haben. Ich nehme da immer den individuellen Leidensdruck als Maßstab. Wenn ich etwas wirklich nicht mehr aushalten kann, dann gehe ich auch zum Notdienst, ansonsten warte ich bis ich wieder zu regulären Sprechzeiten einen Arzt aufsuchen kann.
Ich hatte zwar bisher nur ein- oder zweimal einen leichten Scheidenpilz und der Juckreiz war erträglich, eigentlich nur ab und an mal wirklich wahrnehmbar. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass man fast verrückt wird, wegen diesem Juckreiz und dann würde ich durchaus auch den Notdienst in Anspruch nehmen.
Der Notdienst ist ja dazu da, das man auch am Wochenende ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen kann, wenn sie nötig ist. In dem Fall war es nun doch nur ein harmloser Vaginalpilz, der unbehandelt auch keine Folgeerkrankungen nach sich zieht. Aber dazu sind wir Patienten und können halt keine Diagnose anstellen.
Deswegen war es schon richtig, wenn die Dame den Notdienst aufsucht. Immerhin kann das Jucken auch andere Gründe haben, die vielleicht nicht ganz so harmlos sind. Desweiteren muss man auch nicht jedem Menschen ansehen, ob er wirklich krank ist. Nicht alle Krankheiten sind eben für Aussenstehende sichtbar.
Wenn der Notdienst in einer normalen Praxis ist, dann schiebt der Arzt auch nicht wirklich Überstunden. Denn dafür haben sie dann in der folgenden Woche eben zwei Tage, wo sie ihre Praxis als Ausgleich schliessen können. So jedenfalls kenne ich die Regelungen aus meiner alten Heimat. Und da ist ein Arzt nur einmal im Quartal dran mit dem Wochenenddienst.
Ich selbst war auch schon öfter beim Notdienst. Aber dann ging es auch wirklich nicht mehr anders und ich konnte mich vor Schmerzen kaum auf den Beinen halten. Das man dabei halt auch vielleicht mal länger warten muss, sollte einem vorher klar sein. Denn meist haben die Notdienste doch eine recht grosse Region zu versorgen und entsprechen viele Patienten kommen dann dahin.
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