Rot Färbung des Abend Himmels durch Vulkan Asche

vom 16.04.2010, 12:14 Uhr

Im Rahmen der aktuellen Eruption eines Vulkans in Island, dessen Folgen wir hier in Form einer Wolke aus vulkanischer Asche wahrnehmen sollen, gab es ja in den Medien eine intensivere Berichterstattung über die Folgen von Vulkanausbrüchen im Allgemeinen. Dabei konnte man so einige Dinge lesen, wobei mir eine Sache besonders auffiel.

Und zwar heißt es, dass nach Vulkanausbrüchen, beziehungsweise durch umher fliegende Vulkanasche, abends das Abendrot auch im Sommer sehr stark ausgeprägt sei. Dies sei auch in entfernten Ländern der Fall, sofern der Wind die Vulkanasche bis dorthin bewegen könne. Wieso sich dadurch eine starke Rotorange-Färbung des Abendhimmels ergeben soll, wurde jedoch nicht genauer erklärt. Es nur behauptet, dass es so sei.

Stimmt das denn? Wie lässt sich das wissenschaftlich erklären?

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» Wawa666 » Beiträge: 7277 » Talkpoints: 23,61 » Auszeichnung für 7000 Beiträge



Wenn ich es richtig verstanden habe, handelt es sich einfach um rostfarbene Staubpartikel die mit der Vulkanasche ausgestoßen worden sind und nun langsam herab segeln. In der Presse wird es gerade als Blutregen bezeichnet, dieser Begriff stammt eigentlich von dem Sandregen in der Sahara, der ebenfalls eine rötliche Färbung aufweist.

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» Pikalina » Beiträge: 759 » Talkpoints: 71,09 » Auszeichnung für 500 Beiträge


Die Rotfärbung des Himmels hat nichts mit der Farbe der Vulkanasche zu tun, die ist in der Regel auch Grau und nicht Rot.

Das sichtbare Licht ist ja aus einer ganzen Palette von Farben zusammengesetzt und wenn dieses Licht nun in einem bestimmten Winkel auf Partikel in der Luft trifft führt das dazu, dass es gestreut wird. Allerdings werden nicht alle Farben gleich gestreut und das langwellige rote Licht ist das Licht, das am wenigsten gestreut wird und deshalb zum größten Teil bei unseren Augen ankommt.

Die Vulkanasche in der Atmosphäre sorgt nun natürlich dafür, dass mehr Partikel als üblich in der Luft sind, was dazu führt, dass mehr kurzwelliges Licht gestreut werden kann und das führt im Endeffekt eben zu einem sehr roten Abendhimmel. Zu den Partikeln zählt hier übrigens auch Wasser, deshalb ist ein knalliges Abendrot im Winter so selten, weil die Luft durch die niedrigen Temperaturen weniger Wasser speichern kann.

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» Cloudy24 » Beiträge: 25657 » Talkpoints: 14,73 » Auszeichnung für 25000 Beiträge



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