Nessie: Wie kam dieses Märchen zustande?

vom 06.04.2010, 12:24 Uhr

Dass es das Ungeheuer von Loch Ness gar nicht gibt, wissen wahrscheinlich mittlerweile schon alle Menschen. Dachte ich jedenfalls. Aber beim Stöbern im netz bin ich auch auf Aussagen getroffen, die meinten wirklich, dass es dieses Ungeheuer wenigstens mal gab. Andere denken, dass es das immer noch gibt und reisen auch dorthin um es zu sehen.

Ich habe mich schon oft gefragt, wie dieses Märchen / diese Legende überhaupt zustande kam und warum auch heute noch Menschen an dieses Ungeheuer glauben. Denn es sollte doch jedem klar sein, dass es keine Ungeheuer oder Monster gibt. Warum lassen sich Menschen derart an der Nase rumführen und glauben es immer weiter. Ich selber glaube nicht mal dran, dass es das jemals gegeben hat und dass es das heute noch geben soll ist für mich einfach unverständlich.

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» Diamante » Beiträge: 41865 » Talkpoints: 10,22 » Auszeichnung für 41000 Beiträge



Laut Wikipedia gibt es Aufzeichnung über einen Heiligen im Jahr 565 der einen Pikten vor einem Ungeheuer rettete. Dies scheint die erste Erwähnung von "Nessie" zu sein. Man kann sich vorstellen welchen Einfluss das damals auf die Bevölkerung gehabt haben muß und das es danach weitere Sichtungen gegeben hat ist auch verständlich, da die Menschen ja keinen Grund hatten zu Zweifeln. Jeder vorbeischwimmende Baumstamm galt sicher als verdächtig.

Das sich die Geschichte bis heute durchgesetzt hat, liegt einfach in der Natur des Menschen. Das Leben ist eine schwierige Angelegenheit und manche Menschen kommen besser damit zurecht, wenn sie etwas haben an das sie glauben können. Sei es nun eine mystische Gestalt, Gott oder Geister. Nach dem Motto "da muß doch noch mehr sein". Andere erliegen der Faszination der Urzeit als noch Dinosaurier unterwegs waren und die Vorstellung ein solches Lebewesen könnte bis heute überdauert haben, birgt auch etwas sehr fantastisches.

Es ist eine Legende die niemandem schadet und die Stadt Inverness verdient damit ein hübsches Sümmchen aus Tourismuseinnahmen. Ich finde diese Legende sehr charmant und bei weitem interessanter als beispielsweise die Spekulationen über Botschaften von Aliens in Kornkreisen. :roll:

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» Pikalina » Beiträge: 714 » Talkpoints: 58,71 » Auszeichnung für 500 Beiträge


Wahrscheinlich ist es für dich unverständlich, weil du noch nie am Loch Ness warst und mit dem typisch britischen / schottischen Humor nicht viel anfangen kannst?

Für mich ist nämlich total offensichtlich, dass das Ganze von den meisten Leuten nicht wirklich ernst genommen, auch wenn sie behaupten, dass sie jemanden kennen, der jemanden kennt der ein authentisches Foto von dem Monster gesehen hat. Und am Loch Ness wird es eben auch sehr schnell klar, warum kein Interesse daran besteht die Legende zu zerstören - damit wird nämlich eine ganze Menge Geld verdient.

Und ich denke, es wird auch nur sehr wenige Menschen geben, die extra zum Loch Ness reisen und annehmen dort ein Monster zu treffen. Der See ist meistens eine von vielen Sehenswürdigkeiten, die man bei einer Rundreise durch Schottland abhakt und mehr nicht. Genauso wie man als Deutschlandtourist wahrscheinlich auch eine Fahrt auf dem Rhein mit im Programm hat und sich bei der Lorelei von seinem Reiseführer die Geschichte von der jungen Frau, die auf dem Felsen ihr goldenes Haar kämmt, erzählen lässt.

Aber letztendlich ist es doch das gleiche ob jemand an ein Monster im See glaubt oder ob du an einen Gott im Himmel glaubst. Das letzte mag zwar verbreiteter und gesellschaftlich akzeptierter sein, aber für mich macht das keinen Unterschied.

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» Cloudy24 » Beiträge: 23843 » Talkpoints: 69,88 » Auszeichnung für 23000 Beiträge



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