Kinderfreie Zone im Prenzlauer Berg

vom 15.03.2010, 20:03 Uhr

In einem Eckcafe im Prenzlauer Berg geht es eigentlich immer sehr kinderfreundlich zu. Eigentlich, weil es in eben jenem Cafe jetzt ein Separé gibt, in das sich Erwachsene zurückziehen können. Erwachsene, das können kinderlose Pärchen oder Singles sei, aber auch Eltern, die einfach nur mal in Ruhe Zeitung lesen wollen. Außerhalb des Separés sind Kinder aber weiterhin willkommen.

Trotzdem entbrannte jetzt um diesen kleinen Raum ein seltsam anmutender Streit: vom Kinderschutzbund tönt es, dass dies ein Zeichen dafür sei, dass Deutschland immer kinderentwöhnter sei. Außerdem machten Kinder keinen Lärm, sie drückten nur ihre Lebensfreude aus. Von anderer Seite kommt Zustimmung. Allerdings nicht nur von Seiten gestresster Kinderloser sondern durchaus auch von Eltern, die einfach mal ohne Gewusel etwas essen oder trinken wollen.

Wie seht Ihr diese kinderfreie Zone? Einfach als tolles Gegenstück zu einer Kinderecke oder empfindet Ihr so etwas als kinderfeindlich? Würdet Ihr eine solche Ecke nutzen? Oder seid Ihr so dagegen, dass Ihr sie sogar mit Kindern (wie in eben jenem Cafe geschehen) mit Kindern für eine Zeit lang besetzen würdet?

» JotJot » Beiträge: 14093 » Talkpoints: 13,28 » Auszeichnung für 14000 Beiträge



Prinzipiell hat ja jeder Cafe-Haus-Betreiber oder Restaurantbetreiber das Hausrecht. So lange er nur eine kinderfreie Ecke einrichtet, ist das ja nicht anfechtbar. Pervers wäre es, wenn man ein Cafe oder ein Restaurant betreibt, in dem Kinder keinen Zutritt haben, obwohl keine jugendgefährdenden Aktivitäten darin statt finden. Ich finde es nur geschmacklos, dass man das auch dann kinderfreie Zone nennt. Neutral und trotzdem unmissverständlich wäre es, wenn man diese Separes Stillezonen nennen würde. Dass man da also nicht mit Handy telefonieren darf, keine Kinder mit rein nehmen darf, keine Musik abspielen darf.

Ich bin selbst Mutter und wundere mich immer wieder, wie intolerant viele Leute sogar gegen normale Kinder geworden sind. Inzwischen beschweren sich sogar Jugendliche über den "Lärm" den Kinder verursachen, die kaum jünger sind als sie selbst. Aber selbst als Mutter fühle ich mich manchmal total genervt, wenn irgendwelche hoffnungslos überforderten Eltern verdammt noch mal nicht in der Lage sind, dass ihre Gören und Lauser im Restaurant am Tisch sitzen bleiben und Zimmerlautstärke einhalten. Da versagen meiner Meinung nach ganz klar die Eltern und erweisen den Kindern einen Bärendienst.Damit meine ich nicht, dass so ein Kind es mal probiert und aufsteht, sondern dass diese Kinder von solchen antiautoritären Eltern während des gesamten Restaurantbesuchs durch das Lokal toben und alle Besucher stören. Das müssten eben wieder alle Eltern einsehen, dass die Freiheit ihrer Kinder dort aufhört, wo sie die Allgemeinheit in der Freiheit einschränkt.

Einfach solche Stillebereiche nicht zu respektieren und zu belagern halte ich für eine kindische Idee. Ich würde den Widerstand eher auf schriftlicher Ebene, z.B. in der Zeitung einleiten.

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» trüffelsucher » Beiträge: 12454 » Talkpoints: 5,55 » Auszeichnung für 12000 Beiträge


Auf den ersten Blick ist erst einmal seltsam, einen kinderfreien Bereich einzurichten, ohne die Grundlage, dass da irgendwelche Gefahren für die Kinder lauern würden. Auf der anderen Seite muss die Idee dazu, einen solchen Bereich einzurichten, ja auch irgendwo her kommen. Vielleicht hat das mit den Kindern und deren Lautstärke so überhand genommen, dass sich viele Gäste bei dem Besitzer beschwert haben. Möglich wäre das ja.

Im Prinzip ist so ein Café Besitzer ja auch möglichst viel Kundschaft angewiesen, gerade in einem Bezirk, wie Prenzlauer Berg, wo die Konkurrenz groß ist. Damit er nicht diese Sorte Gäste verliert, die es vielleicht eher ruhiger mögen, hat er sich vielleicht dazu entschlossen einen solchen Bereich einzurichten, wo Kinder halt nicht hinein sollen.

Ich sage jetzt nicht, dass ich es nicht auch irgendwie seltsam finde, aber er sperrt ja nicht das ganze Café sondern eben nur einen kleinen Bereich. Es gibt ja durchaus Kinder, die auch sehr laut sein können und wie trüffelsucher auch schon treffend formuliert hat, und nicht von ihren Eltern beruhigt werden können, in einem Maße, dass andere sich nicht dadurch gestört fühlen. Ich mag Kinder zum Beispiel sehr gern und fühle mich selten durch sie gestört. Trotzdem geht es mir auch gelegentlich auf die Nerven, wenn ich mal mit einigen Freunden oder auch mit meinem Partner in einem Restaurant gemütlich essen gehen möchte und am Nachbartisch toben dann Kinder lauthals, am besten noch um die Tische der anderen Gäste, herum.

Von daher kann ich beide Ansichten verstehen. Schlimmer fände ich es aber, wenn der Besitzer das komplette Café zu kinderfreien Zone erklärt hätte, so teilt er nur einen kleinen Bereich ab für die Gäste, die ihren Cappuccino ganz in Ruhe trinken möchten in ihrer Mittagspause oder wann auch immer. Im Prinzip muss sich ein Betreiber schon an den Wünschen seiner Gäste orientieren, um bestehen zu bleiben und wie gesagt, evtl. sind eben einfach Leute an ihn heran getreten und haben eine solche kinderfreie Ecke gefordert und den Wünschen ist er nachgekommen, um keine Gäste zu verlieren. Ich stimme aber trüffelsucher da vollkommen zu, man hätte vielleicht einen "freundlicheren" Begriff für diesen Bereich formulieren sollen.

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» Yazz » Beiträge: 1325 » Talkpoints: 10,38 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



Ich bin ohnehin ein Fan dieser Ecke, auch wenn es natürlich noch weitere Ecken gibt, die Berlin für mich zur schönsten Stadt Deutschlands machen. Und gerade solche Gegenden wie Prenzlauer Berg leben nicht gerade von kinderreichen Großfamilien. Ecken wie diese haben ein ganz bestimmtes Flair, in das für mich Kinder auch nicht hineinpassen. Daher finde ich diese Einrichtung in diesem Café sehr begrüßenswert. Natürlich sind Kinder für den Fortbestand der Gesellschaft wichtig und es ist ja normal, dass es Menschen gibt, die sich ein Leben ohne Kinder nicht vorstellen möchten. In meinem Leben jedoch haben Kinder keinen Platz und ich fühle mich auch manchmal von Kindern gestört, gerade wenn ich irgendwo in Ruhe etwas trinken möchte und dann brüllende Kinder herumlaufen. Ich denke schon, dass Kinder Lärm machen können - oft sogar eine ganze Menge. Und wenn ich die Wahl habe, ob ich in einen Laden gehe, in dem ich eher mit lärmenden Kindern konfrontiert bin, oder auf einen Laden ausweichen kann, in dem ich meine Ruhe habe, dann wähle ich letzteres.

Ich finde es nicht kinderfeinlich, dass es in diesem Café ein kinderfreies Separé gibt. Allerdings gibt es ja immer wieder Menschen, die sich direkt angegriffen fühlen, wenn man etwas gegen ihre Kinder sagt. Dabei wendet sich diese Einrichtung ja nicht einmal gegen Kinder, sondern kommt sicher oft genug auf den Eltern zugute. Dass sich der Kinderschutzbund in diese Sache einmischt, finde ich einfach nur lächerlich. Dieser Verein sollte vielleicht erst einmal schauen, wo es wirklich Aufgaben für ihn gibt - und das ist hier mit Sicherheit nicht der Fall.

Zudem ist es doch wohl Sache des Betreibers, wen er überhaupt in seinen Laden lässt und welche Bereiche die Gäste dann nutzen dürfen. Wenn ein Diskotheken-Türsteher irgendwelche Jugendlichen abweist, weil sie nicht adäquat gekleidet sind, kräht da kein Hahn nach. Und hier ist es ja nicht einmal der Fall, dass die Kinder generell nicht erwünscht sind, sondern es ist ja offensichtlich so, dass sie eben fast im ganzen Laden erwünscht sind, eben nur mit Ausnahme des Separés. Das zu tolerieren kann doch wohl nicht so schwer sein.

Es ist ja nicht so, dass hier grundlos eine bestimmte Sorte von Menschen diskriminiert wird. Wenn der Café-Betreiber nun Räume speziell für schwarzhaarige Leute oder nach Nationalitäten getrennte Räume eingerichtet hätte, fände ich das wohl auch seltsam. Allerdings geht es hier um Kinder und die verursachen nun einmal in der Regel auch Lärm, zumindest in bestimmten Altersgruppen. Daher finde ich es absolut gerechtfertigt, dass dieses Separé existiert und ich würde es sicher auch nutzen, falls ich zufällig in diesem Laden sein sollte.

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» Cologneboy2009 » Beiträge: 14237 » Talkpoints: 2,76 » Auszeichnung für 14000 Beiträge



Bezüglich des letzten Absatzes muss ich Cologneboy widersprechen. Das Antidikriminierungsgesetz bezieht ganz deutlich ein, dass niemand wegen seines Alters diskriminiert werden darf. Damit ist eben nicht nur gemeint, dass Senioren nicht diskriminiert werden dürfen, sondern eben auch keine Kinder. Diskriminierung ist nicht nur auf die Merkmale Rasse, Geschlecht, Haarfarbe, Behinderung, Krankheit oder sexuelle Orientierung beschränkt.

Deshalb sollte man schon sehr gründlich überlegen, wie man solche Ruhezonen definiert. Es gibt ja schließlich auch einige Kinder, die durchaus in der Lage sind, so leise zu sein, dass sie nicht stören. Denen gegenüber wäre es ungerecht ein Verbot auszusprechen, wenn sie sich adäquat ruhig zu verhalten wissen. Das geht mir gar nicht so sehr darum, ob es Kinder sind oder nicht. Ich finde es generell schwierig eine wie auch immer geartete Gruppe der Bevölkerung von irgend etwas auszusperren.

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» trüffelsucher » Beiträge: 12454 » Talkpoints: 5,55 » Auszeichnung für 12000 Beiträge


trüffelsucher hat geschrieben:Deshalb sollte man schon sehr gründlich überlegen, wie man solche Ruhezonen definiert.

Gut, dann gibt man dem Ruhebereich eben einen politisch korrekten Namen und landet hinterher doch wieder beim gleichen Ergebnis, nämlich dass die Kinder draußen zu bleiben haben. Ein hübscher gesellschaftsfähiger Name ändert nichts an der Einrichtung an sich und ich denke auch nicht, dass hier Verbesserungsbedarf an sich besteht.

Oder ist es so, dass du die Kinder, die ruhig bleiben können, gerne auch in den Ruhezonen sehen würdest?

Wenn man hier jüngeren Menschen den Zugang zu einem bestimmten Bereich nicht einfach aufgrund ihres Alters verbieten kann, würde ich gerne wissen, wie Diskotheken oder andere Läden dieser Art das Problem lösen. Dort werden dann eben keine Kinder ausgeschlossen, sondern Jugendliche (und das zu Recht). Warum funktioniert es dort und im Café vielleicht nur bedingt? Hier wäre mal ein Jurist gefragt, der mir das erklärt. :D

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» Cologneboy2009 » Beiträge: 14237 » Talkpoints: 2,76 » Auszeichnung für 14000 Beiträge


Ich bin leider kein Jurist. Aber aus Diskotheken kann man Kinder und Jugendliche ausschließen, weil sie dort gefährdet sind. Zum einen durch die laute Musik. Zum anderen dadurch, dass man in eine Disko normalerweise ohne Begleitung der Eltern zu konsumieren von Alkohol und zur Kontaktaufnahme zu potentiellen Sexualpartner besucht. Das ist definitiv nichts für Kinder und Jugendliche unter einem bestimmten Alter ab dem man ein Mindestmaß an Reife erwarten kann und ab dem Alkoholkonsum in Grenzen legal ist.

Ein Kind, das in einem Ruhebereich sitzt, vertieft ein Buch liest und sich mit seinen Eltern flüsternd unterhält würde mich nicht stören. Warum auch? Was ist an der äußeren Optik eines still da sitzenden Kindes schon sonderlich störend?

Sicherlich, man kann sich einerseit aufregen, dass hier nur Namenskosmetik betrieben wird. Aber ich sehe eben eine viel größere Gefahr: Der Vergleich hinkt natürlich. Aber die Geschichte hat gezeigt, dass das Ausschließen von beliebigen Bevölkerungsgruppen schnell in Radikaliät enden. Ob das die Sklavenhalterstaaten waren, wo auf den Bänken extra Schilder angebracht wurden, dass diese nicht von farbigen Menschen benutzt werden dürfen, ob das die Juden waren, die nicht mehr im Bus oder mit dem Fahrrad fahren durften und in spezielle "Judenschulen" abgeschoben wurden. Die Geschichte bietet noch zahlreiche Beispiele von solchen Katastrophen, die zugegeben weit schlimmer sind. Die Geschichte hat aber auch gezeigt, dass Katastrophen in der zwischenmenschlichen Beziehung und in der Politik am Anfang oft ganz harmlos daher kommen. Da sollte man sich wirklich fragen, ob es nicht besser ist, den Anfängen so schnell wie möglich zu wehren.

Zudem, wer eine Gaststätte ohne Kinder haben will, muss sich nur in eine Raucherkneipe setzen. Da ist wegen des gesundheitsgefährdenden Qualms eh der Zutritt für alle Menschen unter 18 Jahren verboten.

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» trüffelsucher » Beiträge: 12454 » Talkpoints: 5,55 » Auszeichnung für 12000 Beiträge



Wie seht Ihr diese kinderfreie Zone?

Ich finde dieses Konzept klasse. Auch wenn ich jetzt wahrscheinlich von euch ein paar auf die Mütze bekomme. Ich liebe Kinder. Aber wenn ich mal weggehe um ein Cafe zu trinken oder auch am Abend zum Essen gehe, dann rennen immer Kinder umher und man kann manchmal sein eigenes Wort nicht verstehen.

Einfach als tolles Gegenstück zu einer Kinderecke oder empfindet Ihr so etwas als kinderfeindlich?

Was ist denn daran kinderfeindlich. Es ist erwachsenenschonend. Denn wenn man wirklich mal ruhig einen Kaffee trinken will und ständig Kindergeschrei da ist, das kann auch nerven. Bitte versteht mich nciht falsch. Ich liebe Kinder. Aber wenn ich würde mich bei Mc Donald auch nie aufregen, wenn ;Kinder schreien und rumrennen. Aber in gewissen Lokalitäten erwarte ich, dass auch kinderlose Menschen ihre Ruhe haben dürfen. Haben Menschen, die ihre Kinder groß haben oder keine Kinder wollen oder mäügen kein Recht auf Nervenschonung?

Würdet Ihr eine solche Ecke nutzen?

Ja, ich würde zu mindest manchmal so eine Ecke nutzen. Mal ehrlich, hat euch noch nie, wenn ihr am Abend essen geht, stört, dass Kinder rumrennen und ein romantisches Essen mit eurem Partner doch ein wenig zerstören? Man ist doch nicht gleich kinderfeindlich, wenn man mal seine Ruhe vom stressigen Alltag haben will. Und ich denke, dass die Eltern der Kinder oftmals selber Schuld sind, wenn Lokale solche Ecken "erfinden". Wenn sie ihre Kinder im Griff hätten und sie hören würden, bräuchte es sowas nicht geben. Ich bin mit meinen Kindern, als sie kleiner waren auch mal frühstücken gegangen oder habe mich ins Cafe gesetzt. Aber sie sind nicht rumgerannt und haben auch nicht rumgescnrieen.

Oder seid Ihr so dagegen, dass Ihr sie sogar mit Kindern (wie in eben jenem Cafe geschehen) mit Kindern für eine Zeit lang besetzen würdet?

Der Lokalbesitzer kann mit seinen Räumlichkeiten machen was er will und wenn er eine Ruhezone macht, kann man auch nicht hingehen und dort laut Witze erzählen. Wenn er einen Nichtraucherbereich macht, kann man auch nicht darin rauchen. Zumindest, als es das Gesetz noch nciht gab und Lokale von sich aus solche Zonen gemacht haben, wäre keiner auf die Idee gekommen im Nichtraucherbereich zu rauchen. Warum sollte man dann eine kinderfreie Zone besetzen. Als Lokalbesitzer hätte ich die Kinder mit den Eltern gebeten in eine andere Ecke in dem Lokal zu gehen.

Alle reden von Rücksicht. Auf die Kinder soll man Rücksicht nehmen, weil diese sich ausgeschlossen fühlen könnten? Auf die Erwachsenen, die mal in Ruhe ein Kaffee trinken wollen oder Essen gehen wollen wird keine Rücksicht genommen? In welchem Land leben wir? Ich liebe Kinder wirklich. Aber deswegen muss ich nicht überall Kinder dulden. Und so ein Cafe mit so einer kinderfreien Zone finde ich sehr gut. Das heißt ja nicht, dass Kinder in diesem Lokal gar nicht erwünscht sind. Aber eben nicht in diesem Raum.

Ich denke, dass einige so denken wie ich, es aber nicht unbedingt aussprechen, weil man dann als kinderfeindlich gilt, obwohl man es nicht ist. Aber die Eltern, die sich aufregen und mit den Kindern ohne jegliche Rücksichtsnahme auf andere Menschen in eine Cafe gehen und die Kinder toben lassen und rumschreien lassen sind es doch selber Schuld, wenn Gastronomen auf solche Ideen kommen und eine solche Zone schaffen.

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» Diamante » Beiträge: 41860 » Talkpoints: 10,10 » Auszeichnung für 41000 Beiträge


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