Nachhilfe geben: Wie viel Geld nehmen?
Ich bin ein recht guter Schüler und in einigen Fächern bin ich überdurchschnittlich gut, was mich zu der Überlegung geführt hat, zum Beispiel in Mathe, Nachhilfe zu geben. Nun habe ich auch schon einige Schüler, die Interesse zeigen und ich würde natürlich auch etwas Geld für die Nachhilfestunden nehmen, was für die meisten auch kein Problem ist.
Doch in diesem Punkt bin ich mir nicht ganz sicher. Wie viel Geld kann ich denn für meinen Nachhilfeunterricht nehmen und was ist eurer Meinung nach angemessen? Ich habe da wirklich keine Vorstellungen, doch es sollte sich für mich schon etwas lohnen. Was würdet ihr mir raten?
Wenn du dir wirklich zutraust den Lernstoff auch gut vermitteln zu können, denn einfach nur in Mathematik gut zu sein reicht mitunter nicht, dann kannst du schon so 9 bis 12 Euro pro Stunde verlangen, denke ich. Ich würde es aber auch noch davon abhängig machen, ob der Nachhilfeschüler zu dir nach Hause kommt oder ob du dann da regelmäßig hin fahren musst.
Daher würde ich zwei Euro mehr verlnagen, wenn ich da hinfahre, denn der Fahrtweg nimmt ja auch immer noch eine Menge Zeit in Anspruch. Und wenn der Schüler zu dir kommt, dann kannst du es ein bischen günstiger anbieten. Wichtig ist halt, wie gesagt, dass du in der Lage sein musst den Stoff so zu vermitteln, dass der Nachhilfeschüler ihn auch versteht, das ist manchmal gar nicht so einfach und das sollte man nicht unterschätzen. Wenn du dir das zutraust dann würde ich den Preis ruhig in diesem Segment über 10 Euro ansetzen. Es kommt auch darauf an, in welcher Klassenstufe sich derjenige befindet, dem du Nachhilfe gebn willst. Das würde ich daran angelehnt staffeln.
Also, ich möchte ja die Kompetenzen von Max91 nicht in Frage stellen, aber für einen Schüler erscheint mir ein Stundenlohn von mehr als 10 Euro doch etwas überzogen. Teilweise liegen nämlich die Stundengehälter bei professionellen Nachhilfeinstituten ebenfalls in diesem Bereich und soweit mir bekannt ist, werden dort fast ausschließlich qualifizierte Fachkräfte engagiert, die vorwiegend aus Studenten, pensionierten Lehrern oder Referendaren bestehen.
Entscheidend für die Festlegung des Stundensatzes sollten vor allem deine fachlichen und pädagogischen Kompetenzen sein. Wenn du dich darin bewährst und auch dein Klientel deine Fähigkeiten zu schätzen weiß, kannst du natürlich auch eine höhere Entlohnung verlangen.
Hallo,
also auch mir erscheinen 10€ Stundengehalt doch schon ziemlich viel. Ich selbst bin Mathematikstudentin und nehme 15€ für eine Doppelstunde die Woche und fahre zu den Nachhilfeschülern hin. Ich finde solch einen Preis auch fair, denn bei einer professionellen Nachhilfe kosten zwei Stunden die Woche in einer Gruppe von 5 Leuten auf eine Lehrperson monatlich 90€, während es bei mir dann Einzelunterricht zu 60€ ist und das is denke ich schon in Ordnung.
Bei dir würde ich dann sagen das du nicht mehr als 10€ pro Doppelstunde nehmen solltest, da du weder didaktische Hintergründe wie ein professioneller Lehrer hast, noch die nötige Kompetenz um auch Hintergrundwissen zu vermitteln um dieVerbindungen der Themen zu knüpfen was in Mathe ja besonders wichtig ist, auch wenn viele das immer nicht so sehen.
15 Euro für eine Doppelstunde finde ich angemessen. Damals, als wir noch D-Mark hatten, hatte ich auch Nachhilfe, weil ich in Latein nicht so gut war. Der Nachhilfelehrer damals hat 10 Euro pro Stunde von mir bzw. meinen Eltern bekommen. Da das in heutiger Zeit etwa 5 Euro wären und man die Inflation noch mitrechnen muss, denke ich, dass so knapp 10 Euro die Obergrenze sind.
Wenn du einen zu hohen Preis für deine Nachhilfe verlangst, denke ich , dass weniger Schüler deine Hilfe in Anspruch nehmen, wie wenn du das Ganze etwas günstiger machst. Am Ende hast du von den günstigeren Preisen wahrscheinlich mehr Resonanz und verdienst dadurch auch etwas mehr..
Also ich würde hier keinen Schüler beauftragen mein Kind Nachhilfestunden zu geben. Wenn es schon zu Nachhilfeunterricht kommt, ist in der Schule vielleicht einiges zu kurz gekommen. Und das kann eben nur ein Pädagoge auch optimal beurteilen, denn er hat dazu die entsprechende Ausbildung.
Der Preis ist die eine Seite und der Nutzen ist die andere Seite. Hier schafft man nur den idealen Mittelweg, wenn man gleich professionelle Kräfte beauftragt. Gut, der Preis ist vielleicht auch etwas höher als beim Schüler, allerdings sind auch die Erfolgsaussichten viel größer.
Also ich finde es schon angemessen, wenn man so um die 7 Euro nimmt, wenn das Kind zu dir kommt und 10, wenn du zu ihm musst. Aber ich würde aus einer Stunde 90 Minuten machen, da es sich ansonsten für das lernende Kind nicht lohnen würde. Damit bist du auch um 3 Viertel billiger als die meisten Nachhilfe-Dienste und du weisst genau, was bei euch in der Schule gemacht wurde.
Als Elternteil, würde ich es gutheißen, aber ein Nachhilfedienst, wie Schülerhilfe oder Studienkreis würde ich als Elternteil nicht außer acht lassen, da diese studiert haben und ein viel größeres Wissen haben, als du selber. Aber wenn ich fragen darf, in welche Schule gehst du denn und in welche Klasse? In einem Gymnasium, ab der 9. Klasse wäre es schon wirklich ok. Wenn du Spaß daran hast, dann kannst du es dir es vielleicht als Berufsfeld für deine Zukunft nehmen.Ansonsten wünsche ich dir viel Glück beim Nachhilfe geben.
Auch ich muss sagen, dass alles über 8 Euro für einen Schüler der Nachhilfe gibt utopisch ist. Als Schülerin habe ich auch Mathenachhilfe gegeben, damals habe ich 12 DM bekommen und war damit schon zufrieden. Später als Studentin habe ich auch Schülern (Mittelstufe) in Mathe geholfen und da gabs 7,50 Euro.
Ich finde es generell in Ordnung wenn auch schon Schüler Nachhilfe geben. Mein Nachhilfeschüler war zuvor in einer Schülerhilfe und dass hatte ihm garnichts gebracht, da die in Gruppen gearbeitet haben. Er brauchte aber eine individuelle Betreuung, da er sehr langsam schon im Lesen der Aufgabenstellung war.
Generell solltest Du sehen, dass Dir die Aufgabe Spaß macht und Du nicht unbedingt nur möglichst viel Geld rausschlagen möchtest. Wenn Du selbst schon in der Oberstufe bist und Dein Nachhilfeschüler in der Mittelstufe, dann denke ich sind ca. 7 Euro ein angemessener Preis.
Ich wüsste keinen Grund, warum ein guter Oberstufenschüler nicht auch Nachhilfeunterricht für jüngere Schüler geben sollte. Natürlich fehlt so ziemlich allen Schülern in dem Alter einfach ein gewisser pädagogischer Hintergrund. Aber es gibt auch einen ganz großen Vorteil, den ein Schüler vielen älteren Nachhilfelehrern gegenüber hat. Ein Schüler aus der Oberstufe ist einfach näher dran am Schüler. Er spricht die Sprache des Nachhilfeschülers und weiß vielleicht aus eigener Erfahrung noch, welche Stolpersteine bei den jeweiligen Problemen auftreten können. Bei vielen "professionellen" Nachhilfeeinrichtungen hapert es letztendlich, trotz pädagogischen Kompetenzen daran, dass die Nachhilfelehrer aus Sicht des Schülers oft unverständliche Erklärungen liefern.
Wenn du dir zutraust, einem Schüler den entsprechenden Stoff verständlich erklären zu können, bin ich der Meinung, dass du auch einen angemessenen Lohn dafür verlangen kannst. Wichtig ist ja nicht nur, dass du den Stoff selbst gut beherrschst, sondern auch dass du dich in den Schüler hineinversetzen und seine Probleme erkennen kannst und Hilfe bei der Aufarbeitung der Wissenslücken bieten kannst. Bei Fragen zu dem Stoff kannst du für dich selbst ja auch noch einmal nachschauen und die Unterrichtsstunde für das nächste Mal vorbereiten. Falls jedoch Defizite in der verständlichen Wissensvermittlung bestehen, kann man das nicht einfach so ausbügeln.
An deiner Stelle würde ich etwa sieben bis zehn Euro verlangen. Damit bist du mit Sicherheit immer noch günstiger als viele professionelle Hausaufgabenbetreuungen. Für diesen Lohn würde ich dann eine Schul- oder auch eine Zeitstunde Unterricht ansetzen. Bei einer Doppelstunde würde ich etwa fünfzehn Euro verlangen, vielleicht auch bis zu zwei Euro mehr. Wenn du zu dem Schüler hinfährst, würde ich eher ein bisschen mehr verlangen, da du schließlich erst einmal dorthin fahren musst und neben den Fahrtkosten für Bus, Moped oder Auto auch noch zusätzlich Zeit investieren musst.
Vielleicht ist es sinnvoll, wenn du erst einmal einen Nachhilfeschüler annimmst und von ihm erst einmal 7,50 Euro nimmst und schaust, wie du mit der Situation zurechtkommst. Der Schüler muss mit dir zurechtkommen und von dem Unterricht profitieren. Aber auch du musst dich in diese neue Aufgabe hineinfinden und schauen, ob das alles so funktioniert, wie du es dir vorgestellt hast. Wenn du gut zurechtkommst, kannst du ja vielleicht noch einen weiteren Nachhilfeschüler annehmen und vielleicht irgendwann auch die Preise ein bisschen nach oben korrigieren. Erst einmal würde ich aber herausfinden, ob du die acht oder meinetwegen zehn Euro pro Stunde auch wert bist als Nachhilfelehrer.
Ich weiß noch wie ich einmal Nachhilfe in Mathematik brauchte. Es war die "Klassenziel erreichen oder sitzen bleiben"-Klassenarbeit und ich hatte nichts gelernt. Dann habe ich jemanden gefunden der Mathematik studierte und ihn zu mir bestellt. Der junge Mann hat mir das komplette Thema (Klasse 9 - Realschule) innerhalb von 3 Stunden eingetrichtert. Mein Vater hat ihm dafür 50 Euro gegeben, dabei wollte er anfangs nur 10 Euro die Stunde. Schlussendlich habe ich das Klassenziel dank einer 2- erreicht.
Mein Rat an dich: Setz deinen Preis nicht zu niedrig an! Verzweifelte Schüler sind zu allem bereit und verzweifelte Eltern zu noch mehr ![]()
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