Teilnahme am Movember ein Muss oder verzichtet ihr?

vom 23.11.2014, 02:08 Uhr

Movember setzt sich aus dem englischen Begriff für Schnurrbart (moustache) und dem Begriff November zusammen. Die Aktion stammt, wie sollte es anders sein, ursprünglich aus den Staaten. Seit wenigen Jahren macht sie im November auch in Deutschland die Runde. Ziel der Aktion ist es, ähnlich wie bei der Ice Bucket Challenge, auf gesundheitliche Probleme aufmerksam zu machen. Der Movember soll auf den Kampf gegen Hoden- und Prostatakrebs aufmerksam machen und es sollen Spenden gesammelt werden.

Grundlage ist, dass man sich im November eben einen Schnurrbart wachsen lässt. Man rasiert sich also den ganzen Monat lang nicht oberhalb der Lippen, veröffentlicht Fotos von seinem Schnurrbart in diversen sozialen Netzwerken, sammelt Spenden und spendet selbst.

Die Aktion war an sich auch mal nur eine Idee in einer Kneipe in Australien. Vor elf Jahren wetteten dreißig Freunde, wer es schafft, sich nur im November den größten Schnurrbart wachsen zu lassen. Damit wollte man dann für einen guten Zweck Werbeträger sein. Mittlerweile hat sich eine weltweite Bewegung daraus gebildet und es gibt weltweite mehrere tausend Teilnehmer.

Lasst ihr oder euer Partner euch auch einen Schnurrbart wachsen, um am Movember teilzunehmen? Kanntet ihr die Aktion vorher? Oder fiel euch in den letzten Wochen nur auf, dass erstaunlich viele Menschen sich zurzeit einen Schnurrbart wachsen lassen?

» LittleSister » Beiträge: 10426 » Talkpoints: -11,85 » Auszeichnung für 10000 Beiträge



Ich kannte diese Aktion nicht und habe eben erst durch deinen Beitrag zum ersten Mal davon gelesen. Auch ist mir in meinem Umfeld nicht aufgefallen, dass sich die Männer einen Schnurrbart wachsen lassen.

Vielleicht ist die Aktion doch noch zu unbekannt bei uns? Ansonsten finde ich die Aktion nicht unbedingt sinnvoll, da gehöre ich noch zu der Generation der dann Plakate doch lieber sind.

» que_Linda » Beiträge: 688 » Talkpoints: 9,25 » Auszeichnung für 500 Beiträge


Ich habe vom Movember schon gehört, kann aber aus hormonellen Gründen daran nicht teilnehmen. Es sei denn, dass man sich die Haare auch an den Waden wachsen lassen kann, dann wäre ich sofort dabei! ;)

Ernsthaft: Dass Männer manchmal eher Schindluder mit ihrer Gesundheit treiben als Frauen und gerade ihre privaten Körperteile erst dann vom Arzt untersuchen lassen, wenn diese abzufallen drohen, kann ich mir schon vorstellen. Und natürlich kann es sinnvoll sein, die allgemeine Aufmerksamkeit auch auf diese Krankheiten und ihre Vorsorge und Behandlung zu lenken. Nur wie das mit einer überbordenden Manneszier funktionieren soll, weiß ich eigentlich nicht. Zumindest nicht außerhalb des Internets.

Wenn man(n) kein Promi ist, merkt doch im Alltag kaum jemand, ob man immer unrasiert herumläuft oder nur im November. Und eine weltweite Aktion mit mehreren tausend(!) Teilnehmern ist ja eigentlich nicht wirklich spektakulär. Deswegen gehe ich mal davon aus, dass es sich um einen weiteren Internet-Hype handelt, der so schnell wieder untergeht, wie er aufgetaucht ist.

Meine Sorge ist in diesem Zusammenhang sowieso, dass die ganzen Awareness-Aktionen allmählich aus dem Ruder laufen, weil kein Mensch mehr durchblickt, was ein Eimer Wasser, ein Schnurrbart oder die Farbe Rosa gleich noch mal mit welcher Krankheit zu tun haben. Für mich sind derlei Aktionen genauso sinnvoll wie "Katzen verkleiden gegen Malaria", oder eine von diesen Solidaritäts-Schleifen, die das gesamte Spektrum von rot (HIV/Aids) über Hellblau (Prostatakrebs) bis Silber (Stalking) abdecken. Irgendwann wird's zu viel und Interesse schlägt in Genervtheit um.

» Gerbera » Beiträge: 11346 » Talkpoints: 56,04 » Auszeichnung für 11000 Beiträge



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