Symptome bei anfänglicher Multiple Sklerose
C's Mutter ist verstorben, als C noch ganz klein war und ihr wurde immer gesagt, dass die Mutter Multiple Sklerose hatte. Sie selber weiß nicht, wie sich die Krankheit bei der Mutter geäußert hat und zu ihrem Vater hat sie auch nicht den guten Kontakt. Sie lebt bei den Großeltern, die aber darüber still schweigen.
C hat natürlich Angst, dass auch sie an dieser Krankheit leiden könnte und würde gerne wissen, wie sich eine Multiple Sklerose im Anfangsstadium äußert. Wie kann man erkennen, dass man eventuell an einer Multiple Sklerose erkrankt ist. Wie macht sich diese Krankheit bemerkbar?
Multiple Sklerose greift die Nerven an. Je nachdem, welche Nerven betroffen sind, variieren eben die Symptome. Es ist ein erheblicher Unterschied, ob die Herde im Rückenmark liegen oder im Gehirn. Und dann auch noch, in welcher Höhe des Rückenmarks und in welchen Zentren im Gehirn. Je nach Lokalisation treten andere Symptome auf. Deshalb nennt man die Multiple Sklerose auch die Krankheit der tausend Gesichter. Es ist also nicht wie bei anderen Krankheiten, dass man sicher sagen kann, wenn Symptom X vorkommt, dann ist es automatisch eine Multiple Sklerose.
Ich weiß, das ist wenig hilfreich. Es gibt zwar Symptomlisten in Büchern, aber selbst wenn man da einiges mit Ja ankreuzen kann, ist immer noch nicht sicher, dass man diese Krankheit hat. Es gibt genügend Krankheiten, die die Nerven beeinträchtigen, die ähnliche Symptome hervor rufen können. Von daher ist immer der Gang zum Arzt bei solchen Symptomen und einer passenden Vorgeschichte in der Familie wie bei C anzuraten.
Hatte die Mutter vielleicht eine beste Freundin? Vielleicht könnte man die ja mal befragen? Oder ehemalige Nachbarn? Möglicherweise hat sich Cs Mutter ja irgendwo das Herz ausgeschüttet? Vielleicht kann man als Kind von C ja auch die ehemalige Hausärztin oder Fachärztin der Mutter befragen? Ich weiß allerdings nicht, wie das mit der Schweigepflicht bei verstorbenen Patienten ist und wie man da Auskünfte bekommen könnte. Zu solchen rechtlichen Dingen bin ich überfragt. Aber versuchen kann man ja mal, ob man da als Kind Rechte hat.
Meine Mutter hatte Multiple Sklerose mit einem zunehmend sehr schweren Verlauf und ist kurz vor ihrem 60. Geburtstag daran gestorben. Der Ausbruch der Krankheit lag aber schon über 30 Jahre zurück und es fing wohl ganz normal an mit Sehstörungen in noch recht großen Abständen, vielleicht einmal im Jahr oder seltener. Andere Patienten können soweit ich weiß im Anfangsstadium auch vorübergehende Lähmungserscheinungen oder Gleichgewichtsstörungen haben. Das ganze verläuft schubweise, während sich die Schübe am Anfang meistens noch völlig zurückbilden, während später mehr und mehr Beeinträchtigungen zurückbleiben können. Wann es dazu kommt, ist aber sehr unterschiedlich.
Dass Multiple Sklerose die Todesursache von C's Mutter war, kann ich mir ehrlich gesagt fast nicht vorstellen. Von einem Verlauf, der so schnell tödlich endet, habe ich nämlich noch nichts gehört. Wenn C noch ganz klein war, schätze ich, dass die Mutter nicht viel älter als vielleicht Mitte 30 gewesen sein wird. Wenn man bedenkt, dass die Krankheit meistens so zwischen 20 und 40 ausbricht, dann wäre das schon ein sehr früher Tod.
Meine Stiefcousine hat MS mit 14 oder 15 bekommen und ist jetzt fast 22 Jahre alt. Bei ihr äußert sich das so, dass sie zeitweise kein Gefühl mehr in den Fingerspitzen und in den Zehenspitzen hat. Eben immer dann, wenn ein neuer Schub kommt. Mittlerweile hat sich das etwas ausgebreitet, weil es immer mehr Nerven betrifft, sodass sie mittlerweile schon ihre Hände nicht mehr spüren kann, wenn wieder ein Schub kommt.
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