Staatliche Zuschüsse für Lastenfahrrad ein Kaufanreiz?

vom 22.08.2021, 20:19 Uhr

Die Grünen bringen einen staatlichen Zuschuss für den Kauf eines Lastenfahrrads ins Gespräch, wenn man dieses privat für seine Einkäufe nutzt und dafür das eigene Auto stehen lässt. Über die Höhe des Zuschusses konnte ich zwar nichts in Erfahrung bringen, aber ich wüsste auch so nicht, ob ich auf ein solches Angebot anspringen würde. Wären für euch derartige Zuschüsse ein Kaufanreiz und hättet ihr keinerlei Probleme eure Einkäufe mit einem Lastenfahrrad zu tätigen oder wäre euch das doch etwas zu mühselig?

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» Lupenleser » Beiträge: 604 » Talkpoints: 283,96 » Auszeichnung für 500 Beiträge



An sich würde ich das mit einer entsprechenden Prämie schon irgendwie spannend finden. Wir wohnen im Dorf, also ist der nächste Supermarkt etwas weg, aber so ein Lastenrad kann ja dennoch Sinn machen. Ich meine man bekommt ja doch einiges unter und da ich eh gerne draußen bin, wäre das wohl auch kein Problem.

Bisher hat mich tatsächlich der Preis sehr abgeschreckt, da ich das doch ein bisschen viel finde. Ich hatte nämlich schon mal über eine Anschaffung nachgedacht. Der Gedanke ging aber nicht in Richtung einkaufen, sondern eher wie ich die Kinder angenehmer in den Kindergarten bringen kann, da die da eine ganz schwierige Phase hatten, was das Laufen anging. Dafür würde ich es nun nicht mehr brauchen, aber zur Freizeitgestaltung wäre das sicherlich dennoch ganz gut. Wie viel Gewicht kann man denn da eigentlich zuladen?

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» Ramones » Beiträge: 45671 » Talkpoints: 14,69 » Auszeichnung für 45000 Beiträge


Früher wäre das durchaus ein Kaufanreiz für mich gewesen. Ich musste für die Kinder immer viel einkaufen und mangels Auto alles schleppen. Auch für die Fahrten zum Kindergarten wäre das vielleicht ganz praktisch gewesen. Ich weiß aber gar nicht, was so ein Lastenfahrrad genau ist. Ich stelle mir da keinen Kinderanhänger vor, sondern eher so eine Konstruktion, die vorne mit dem Fahrrad fest verbunden ist. Wenn man einen alten Hund hat, ist so ein Gefährt bestimmt auch ganz praktisch.

Aber in meiner jetzigen Lebensphase brauche ich so ein Ding nicht, weil alle Geschäfte direkt in meiner Nähe und auch S-Bahn, Tram und Bus fußläufig in ein bis fünf Minuten erreichbar sind. Aber in einigen Jahren muss ich voraussichtlich wieder umziehen. Dann käme so ein Fahrzeug vielleicht in Frage, weil ich kein Auto fahren möchte beziehungsweise mangels Übung nicht mehr kann.

» blümchen » Beiträge: 3172 » Talkpoints: 1,00 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



Im gewerblichen Bereich ist das teilweise schon praktisch. Mein Buchhändler verteilt so zum Beispiel die Buchbestellungen im Stadtgebiet und teilweise sind auch Lieferdienste für Essen mit solchen Rädern unterwegs, was in Teilen der Altstadt sehr viel praktischer und schneller ist als mit dem Auto. Die Werbung mit "CO2 freie Lieferung" ist sicher auch nicht schlecht fürs Geschäft.

Ich verstehe aber nicht so ganz, wer da im privaten Bereich die Zielgruppe sein soll. Ich meine, wer kann und will sich denn ein Fahrzeug nur für Einkäufe leisten? Für längere Strecken sind diese Räder zu schwer, da können sie weder ein Auto noch ein normales Fahrrad für Radtouren ersetzen. Und sie nehmen deutlich mehr Platz weg als ein normales Fahrrad, also einfach im Flur abstellen funktioniert nicht, da braucht man schon einen ordentlichen Parkplatz.

Worüber man sicher nachdenken könnte, wäre der Verleih von solchen Gefährten, das wäre sinnvoller als diese dämlichen E-Scooter. Da man damit zum Einkaufen und wieder zurück fahren würde, könnte man feste Verleihstationen in Wohngebieten einrichten und hätte keinen Ärger mit wild abgestellten Rädern und umweltfreundlicher wären sie auch, da sie mit Muskelkraft betrieben werden.

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» Cloudy24 » Beiträge: 26413 » Talkpoints: 49,48 » Auszeichnung für 26000 Beiträge



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