Sperma verhindert Wirkung von Gelen mit antiviralem Effekt

vom 24.11.2014, 12:47 Uhr

Vaginal-Gel mit einer Wirkung gegen Viren wurde bisher als Chance gesehen, Neuinfektionen mit dem HI-Virus zu verhindern, wenn keine Kondome genutzt werden. Insbesondere auf dem afrikanischen Kontinent sollten diese Mittel den Frauen die Möglichkeit geben, sich vor einer Ansteckung zu schützen.

Im Labor haben die verschiedenen Wirkstoffe sehr gute Ergebnisse erzielt. In der Praxis sieht das allerdings anders aus. Vor einiger Zeit entdeckten Forscher Amyloidfibrillen in menschlichem Sperma. Diese kleinen, klebrigen "Stäbchen" wirken als Verstärker bei einer Infektion mit HIV.

Ohne diese Eiweißbruchstrücke sind viel mehr Viren nötig, um eine Infektion zu verursachen. Doch nicht nur die normale Infektion wird durch diesen Inhaltsstoff des Sekrets gefördert. Die kleinen Stäbchen setzen auch die Wirkung der meisten Vaginal-Gele zu Verhinderung einer Ansteckung herab.

Die WHO geht davon aus, dass sie die Ausbreitung der Immunschwächekrankheit AIDS bis zum Jahr 2030 unter Kontrolle hat. Was meint ihr, wie beeinflussen diese neuen Erkenntnisse die Prognose?

» cooper75 » Beiträge: 13450 » Talkpoints: 524,56 » Auszeichnung für 13000 Beiträge



Ich bin nach wie vor der Meinung, dass das einzige Mittel, um HIV zu vermeiden Abstinenz ist. Wenn man aber nicht enthaltsam leben kann, sollte man zumindest Kondome benutzen. Von allen anderen vorbeugenden Mitteln kann ich nur abraten, da sie noch nicht gut genug getestet und erforscht sind.

Meiner Meinung nach liegt es in der Verantwortung eines jeden von uns, uns selber zu schützen. Und bei Zweifel sollte man wirklich einen Test machen, bevor man mit dem Partner ungeschützten Verkehr hat, wie schon in einem anderen Thread beschrieben.

» nordseekrabbe » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »


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