Sich ärgern, Dinge der Vorfahren nicht aufbewahrt zu haben

vom 11.01.2019, 10:29 Uhr

Als meine Eltern beide gestorben waren, haben wir außer Fotos und handgearbeitete Tischdecken nichts aufbewahrt, sondern alles verschenkt, verkauft oder entrümpelt. Darunter war auch ein alter schwerer Taschenrechner, den sich mein Vater um die siebziger Jahre für damals, glaube ich, 2000 DM gekauft hatte. Es war einer der ersten handhabbaren Tischrechner, der auch Sinus, Kosinus, Tangens und Logarithmus konnte.

Das musste mein Vater vorher umständlich in Tabellen nachschauen beziehungsweise mit dem Rechenschieber berechnen. Heute wäre dieses Ungetüm von Taschenrechner bestimmt viel wert. Vielleicht würde sich auch eines meiner Kinder darüber freuen und ihn in der Wohnung sozusagen als Museumsstück ausstellen. Habt ihr auch alte Dinge weggeworfen, worüber ihr euch im Nachhinein ärgert und die vielleicht sogar heute viel wert sind?

» anlupa » Beiträge: 11323 » Talkpoints: 91,40 » Auszeichnung für 11000 Beiträge



Ärgerst du dich nur, dass der Taschenrechner nicht mehr da ist, weil er heute viel Geld eingebracht hätte? Darüber würde ich mich nicht ärgern. Der Zug ist eben abgefahren. Viel schlimmer fände ich es, wenn man es im Nachhinein bereut, weil es ein schönes Erbstück gewesen wäre und man weiß, dass es dem Verstorbenen immer viel bedeutet hat.

Ich hatte mal eine schöne gestrickte oder gehäkelte Stola, die ich von meiner Oma bekommen hatte. Leider ist diese einfach nicht mehr auffindbar. Ich bin unsicher, ob sie beim letzten Umzug mit weggekommen ist oder mal mit ausgemistet wurde, weil ich vielleicht dachte, dass ich sie vielleicht eh nie tragen würde. Mich macht es schon manchmal traurig, wenn ich daran denke. Aber ich habe alles abgesucht und muss eben damit leben, dass es weg ist.

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» Nelchen » Beiträge: 30282 » Talkpoints: 0,73 » Auszeichnung für 30000 Beiträge


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