Nach großer Aufregung ein paar Tage zur Erholung brauchen?

vom 14.05.2018, 18:57 Uhr

Ich merke immer wieder, dass ich nach großer Aufregung oder viel Stress einige Tage brauche, bis sich mein Körper davon wieder erholt hat. Ich bin dann meist recht ausgepowert und müde. Es kommt natürlich darauf an, wie groß die Aufregung war und wie lange sich diese hingezogen hat. Wenn es einen ganzen Tag andauerte oder mehrere Stunden, habe ich auch einen Tag danach noch einige Auswirkungen davon zu spüren. Ich kenne auch einige, denen es ähnlich geht.

Braucht ihr nach großem Stress oder Aufregung auch durchaus etwas länger, bis ihr euch davon erholt habt? Seit ihr dann auch durchaus auch noch müde und geschafft? Kommt es darauf an, wie lange die Aufregung anhält? Habt ihr Mittel und Wege, um euch davon schneller zu erholen?

Benutzeravatar

» Nelchen » Beiträge: 28769 » Talkpoints: 2,31 » Auszeichnung für 28000 Beiträge



Irgendwie süß. Ich meine, wenn man berufstätig ist und nicht gerade irgendeinen eintönigen Hilfsjob verrichtet hat man ziemlich regelmäßig "große Aufregung" und "viel Stress". Wenn man sich dann jedes Mal ein paar Tage zur Erholung krank schreiben lassen würde, würde man seinen Job mit Sicherheit nicht lange haben.

Ich glaube du bist das einfach nicht gewohnt, weil Stress eben normalerweise nicht Teil deines behüteten Alltags ist. Als Arbeitnehmer nimmt man das normalerweise mit und freut sich aufs Wochenende wenn es ganz dick kommt und das sind dann genug "Mittel und Wege" um mit der Realität des Berufslebens klar zu kommen.

Benutzeravatar

» Cloudy24 » Beiträge: 20463 » Talkpoints: 63,68 » Auszeichnung für 20000 Beiträge


Cloudy24 hat geschrieben:Ich glaube du bist das einfach nicht gewohnt, weil Stress eben normalerweise nicht Teil deines behüteten Alltags ist.

Den Eindruck habe ich offen gesagt auch. Ist es schon Stress, wenn der Hund nicht fressen will? Das ist doch albern. Ist es Stress, weil der Kuchen in sich zusammengefallen ist? Das ist doch kein Stress mal ehrlich. Für mich ist es auch kein Stress, wenn die Oma krank ist, daran kann man doch eh nichts ändern.

Wenn man dagegen arbeitet und zig Abgabetermine einhalten muss, sieht das schon anders aus. Dann kommen noch private Projekte dazu, die eine Deadline haben, die man einhalten muss. Aber davon drehe ich nicht durch oder fühle mich gestresst oder dergleichen. Da brauche ich auch keine Pause oder Erholung, das finde ich übertrieben.

Ich hatte vor kurzem richtig viel Stress, wobei ich da eine Weile gebraucht habe, um das zu verdauen. Aber das ging auch gut ohne Urlaub oder dergleichen. Man sollte vielleicht dazu sagen, dass dieser Stress schon lebensgefährlich gewesen ist und ich daher die ganze Zeit überaufmerksam sein musste, um mein Leben nicht zu riskieren. Ich hatte 24 Stunden später immer noch weiche Knie, weil ich mich gefragt habe, wie ich das geschafft habe ohne ins Gras zu beißen. Das ist für mich echter Stress, aber nicht was, womit eine Hausfrau im Alltag konfrontiert wird.

Benutzeravatar

» Täubchen » Beiträge: 25864 » Talkpoints: 1,32 » Auszeichnung für 25000 Beiträge



Ich kann es mir auch nicht leisten, mich mehrere Tage zu erholen, wenn ich "mehrere Stunden aufgeregt" war. Ehrlich gesagt kann ich mir gar keine Situation vorstellen, in der ich nur "mehrere Stunden" aufgeregt und hinterher völlig fertig war.

Wenn ich gestresst bin, handelt sich bei mir meistens um irgendeinen Alltags-Pipifax (beispielsweise einen Zahnarztbesuch), den ich innerhalb von Minuten wieder abschüttle, nachdem die Füllung fertig ist. Oder ich sitze mal wieder vorne mit im Rettungswagen und stelle mich nicht auf einen Tag des emotionalen Ausnahmezustands ein, sondern auf mindestens ein paar Wochen je nach Größe der Katastrophe.

Und selbst in solchen Fällen kenne ich es gar nicht, mich erst mal ausführlich erholen zu müssen, solange niemand gestorben ist. Wenn man ein Familienmitglied frisch beerdigt hat, kann ich schon verstehen, dass nicht jeder am nächsten Tag wieder fit und leistungsfähig im Büro/Labor/Klassenzimmer steht, aber alles unter "Gefahr für Leib und Leben" sehe ich eigentlich als wiederkehrenden Normalzustand an, der mir nicht das Recht gibt, hinterher erst einmal die Beine hochzulegen, bis sich der Puls wieder beruhigt hat. Den Luxus kann und will ich mir nicht leisten, weil ich auch keine Lust habe, mich in meinen Befindlichkeiten zu suhlen, während die Arbeit liegenbleibt.

» Gerbera » Beiträge: 6803 » Talkpoints: 7,72 » Auszeichnung für 6000 Beiträge



Ich meinte mit erholen nicht, dass man ein paar Tage krankgeschrieben wird oder ähnliches. Mit großer Aufregung oder Stress meinte ich auch nicht etwa alltäglich Dinge, sondern wirklich besondere Situationen, die ja durchaus mal vorkommen können.

Benutzeravatar

» Nelchen » Beiträge: 28769 » Talkpoints: 2,31 » Auszeichnung für 28000 Beiträge


Was ist denn für dich eine "besondere Situation"? Mein bisher größter Autounfall ist Morgens auf vereister Straße passiert, ich konnte vor der Ampel noch bremsen, der Hintermann leider nicht mehr. Er ist mir in den Kofferraum geknallt und hat mich auf die Kreuzung geschoben und das hat meinem Auto dann denn Rest gegeben, weil da natürlich grün war.

Ich habe mir den Morgen frei genommen, weil man halt doch ein paar Sachen organisieren muss wenn das eigene Auto mit Totalschaden mitten auf einer Kreuzung steht. Und Mittags saß ich wieder im Büro. Auf die Idee mich krank schreiben zu lassen bin ich gar nicht gekommen, ich war einfach nur froh, dass ich außer ein paar Prellungen und Schürfwunden nichts hatte und von der berühmten Halskrause verschont geblieben bin.

Klar war das stressig und natürlich ist man erst mal fertig wenn man einen hohen Adrenalinspiegel hatte, der sich dann wieder normalisiert, aber das ist eben so. Damit muss man im Alltag doch klar kommen ohne direkt tagelange krank zu feiern.

Benutzeravatar

» Cloudy24 » Beiträge: 20463 » Talkpoints: 63,68 » Auszeichnung für 20000 Beiträge


Zurück zu Gesundheit & Beauty

Ähnliche Themen

Weitere interessante Themen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

^