Mit seinen Freiheiten nicht umgehen können?

vom 20.03.2018, 13:56 Uhr

Gerade dann, wenn man volljährig wird, hat man oft plötzlich eine Menge mehr Freiheiten als zuvor. Man hat beispielsweise eher Zugriff auf irgendwelche Geldquellen, kann im Prinzip so lange wegbleiben wie man will und auch Alkohol trinken und auf Partys gehen. Ich habe dabei schon einige Male gehört, dass viele mit ihren neugewonnen Freiheiten dann aber nicht umgehen können, ihr ganzes Geld auf einmal ausgeben, sich nächtelang herumtreiben und die Schule oder die Ausbildung vernachlässigen.

Bei mir war es noch nie so, wobei ich auch mit meiner Volljährigkeit nicht so viel mehr Freiheiten hatte wie zuvor, da meine Eltern schon immer ziemlich streng waren und ich eben auch nicht alles machen durfte, als ich noch dort gewohnt habe. Wie war es denn bei euch? Wart ihr schon einmal in einer solchen Situation?

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» Prinzessin_90 » Beiträge: 34336 » Talkpoints: 0,15 » Auszeichnung für 34000 Beiträge



Hängt das nicht eher davon ab, wie viele Freiheiten man auf einmal bekommen hat und wie der Charakter des Menschen ist? Ich könnte mir vorstellen, dass man sich weniger von seinen Freiheiten erschlagen fühlt, wenn diese nach und nach in der Teenagerzeit gesteigert werden, sodass mit 18 eben nicht mehr so viel neues (und interessantes) auf einen zukommt. Ich persönlich habe mich mit 18 nie erschlagen gefühlt von meinen Freiheiten und bin da sehr bodenständig geblieben.

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» Täubchen » Beiträge: 33305 » Talkpoints: -0,78 » Auszeichnung für 33000 Beiträge


Ist das wirklich immer noch so, dass mit 18 die große Freiheit anbricht? Ok, man darf wählen gehen, aber selbst der oft sehnlichst erwartete Führerschein ist mittlerweile auch mit 16 unter bestimmten Bedingungen schon drin, und gerade auf dem Land gurken schon jüngere Teenager mit Mofas, Quads oder landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen durch die Gegend. Da ist die Romantik schon mal weg. Und auch der Alkoholkonsum setzt nicht schlagartig mit 18 ein, sondern die jungen Leute werden quasi von Kindheit an schrittweise herangeführt. Was natürlich nicht gesund ist.

Und woher mit 18 das große Geld kommen soll, frage ich mich auch. Viele Jugendliche fangen schon mit 15 oder 16 eine Lehre an und so üppig sieht es mit der Ausbildungsvergütung auch nicht überall aus. Letzten Endes wird es in vielen Fällen auch mit 18 noch schwerpunktmäßig das Geld der Eltern sein, das die jungen Leute finanziert, und ich kann mir eher nicht vorstellen, dass es üblich ist, den Nachwuchs zum 18. mit Kohle zu überhäufen und ihn dann von der Leine zu lassen, damit er alles verprasst.

» Gerbera » Beiträge: 9893 » Talkpoints: 5,02 » Auszeichnung für 9000 Beiträge



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