Mit einem Schlüssel gegen Angreifer verteidigen können?

vom 10.10.2018, 17:06 Uhr

Von einer Trainerin für Selbstverteidigung habe ich gehört, dass gerade Joggern empfohlen wird, einen Schlüssel in der Hand zu behalten. So würde sich der Jogger im Fall eines Angriffs damit zur Wehr setzen können. Ich denke schon, dass man einen Schlüssel als Waffe einsetzen kann. Aber es ist sicherlich irgendwie unpraktisch, wenn man während des Joggens die ganze Zeit einen Schlüssel in der Hand hält. Vor allem sollte dieser ja so gehalten werden, dass er direkt zur Verteidigung eingesetzt werden kann.

Würdet ihr einen Schlüssel als Waffe gegen einen Angreifer verwenden? Findet ihr das gerade für Jogger eine gute Möglichkeit? Behaltet ihr selbst beim Joggen einen Schlüssel für den Notfall in der Hand? Oder findet ihr das eher unpraktisch?

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» Nelchen » Beiträge: 28791 » Talkpoints: 2,87 » Auszeichnung für 28000 Beiträge



Ich jogge nicht. Aber die Methode mit dem Schlüssel ist altbekannt und ich habe schon als Kind immer einen ziemlich fetten Schlüsselbund mit mir herum geschleppt. Ich trage auch immer ein Band am Schlüssel mit dem ich ihn mir auch mal zur Not um den Hals hängen kann. Wenn ich im Dunklen heimkomme oder irgendwo herumlaufe, nehme ich meinen Schlüsselbund schon mal in die Händfläche und schiebe mir zwei oder drei markante Teile zwischen die Finger.

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» Bellikowski » Beiträge: 7528 » Talkpoints: 47,85 » Auszeichnung für 7000 Beiträge


Meiner Meinung nach geht es hier nicht um eine "praktische Waffe", sondern darum, dass es im Zweifelsfall, wenn es um Leben und Tod gehen könnte, praktisch jeder harte oder spitze Gegenstand zur Waffe werden kann, und einen Schlüsselbund hat der durchschnittliche Breitensportler im Regelfall eher mit dabei als einen Dolch oder Morgenstern. Sprich, wenn man den Schlüsselbund schon mit herumträgt, kann man ihn ja gleich so halten, um ihn im Zweifelsfall einem Angreifer ins Auge rammen zu können.

Ich selber bin in dieser Hinsicht zwiegespalten. Einerseits finde ich durchaus, dass man jede Chance nutzen soll, um nicht in Aktenzeichen XY vorzukommen, andererseits gibt es sicher effizientere Verteidigungsmöglichkeiten als den berühmten Schlüssel in der Faust. Aber dritterseits leben wir in extrem sicheren Zeiten, auch wenn viele das nicht gerne hören wollen, weswegen ich es auch als übertrieben ansehe, mit ernstzunehmender Bewaffnung wie Pfefferspray oder was auch immer in die Öffentlichkeit zu gehen, um im Ernstfall nicht nur jämmerlich mit meinem Hausschlüssel herumfuchteln zu können.

» Gerbera » Beiträge: 6807 » Talkpoints: 9,91 » Auszeichnung für 6000 Beiträge



Das soll sicherlich eher ein Tipp für den Notfall sein. Ich glaube kaum, dass jeder Jogger jetzt die ganze Zeit mit dem Schlüssel in der Hand umherrennen soll. Vielmehr wird das so gedacht sein, dass man in einer Bedrohungssituation zum Schlüssel greift. Wenn du gerade allein im Wald joggst, ist das egal, ob du den Schlüssel fest hältst oder nicht. Aber wenn dann plötzlich noch jemand auftaucht und hinter dir her joggt, dann sollte man vielleicht schon mal zum Schlüssel in der Tasche greifen, bis der wieder weg ist.

Dafür ist das sicher gedacht und hilft noch einmal mehr als die bloße Faust, wenn man sich verteidigen will. Das soll ja sicherlich auch nur für einen ersten Abwehrschlag reichen um dann schnell wegrennen zu können. Ich glaube jetzt nicht, dass es Sinn macht, sich die ganze Zeit mit dem Schlüssel zu wehren bis man gewonnen hat.

» Klehmchen » Beiträge: 3868 » Talkpoints: 345,36 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



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