Mit der Zeit Angst vor Spritzen entwickeln?
Ich hatte früher eigentlich gar keine Angst vor Spritzen. Wenn ich eine bekommen sollte, dann habe ich auch oft zugesehen, wie der Arzt die Spritze fertig gemacht hat und so und hatte da gar keine Angst vor. Egal ob Blut abnehmen oder eine Impfung bekommen, es hat mich nicht weiter beeindruckt. Ich bin auch regelmäßig Blut spenden gegangen. Dann hatte ich eine Zeit lang etwas Probleme mit meinen Knien, da sich dort der Innenmeniskus entzündet hatte und der Arzt nannte Medikamente oder auch eine Spritze als Möglichkeit. Insgesamt wären es dann drei Spritzen geworden, eigentlich 6 da beide Knie betroffen waren. Die Spritzen lagen bei dem Orthopäden auch aus, es waren sehr lange und vor allen Dingen auch dicke Nadeln. Der Anblick hat mir offenbar gereicht.
Bei meiner letzten Impfung dann ging es mir gar nicht gut. Der Pieks war mir schon zu viel und ich musste mich hinlegen. Auch Blutabnehmen ist irgendwie zur Folter geworden. Beim letzten Mal hat die Ärztin mir mehrere Ampullen Blut abgenommen und ich konnte kaum hinsehen. Auch kann ich mir inzwischen gar nicht mehr vorstellen, Blut spenden zu gehen. Ob es wirklich an den Spritzen für das Knie lag, die ich noch nicht einmal bekommen habe, weiß ich nicht. Auf jeden Fall aber hat sich mein Verhalten zu Spritzen und Blut geändert.
Wie ist das bei euch, habt ihr Angst vor Spritzen oder ist es euch eher egal? Hat sich eure Einstellung dazu über die Jahre verändert? Wie kam es zu der Veränderung? Denkt ihr das ein bestimmtes Erlebnis der ausschlaggebende Punkt war oder passiert sowas auch einfach mal so?
Hast du denn jedes Mal hingesehen, als du die Spritze bekommen hast? Bei mir ist es komischerweise so, dass ich nicht hinsehen kann, wenn mir eine Spritze reingejagt wird, aber wenn sie schon drin ist, habe ich keine Probleme damit zuzusehen und es spielt bei mir keine Rolle ob ich eine Betäubungsspritze bekomme, eine Impfung oder ob ich Blut abnehmen muss. Es ist wirklich jedes Mal so, dass ich erst so wirklich hinsehen kann, wenn die Spritze schon drin ist.
Ich könnte mir schon vorstellen, dass es beängstigend ist, wenn man sieht wie so eine große Spritze mit dicken Nadeln ins Bein gejagt wird. Ich glaube dann hätte ich auch keinen Bedarf mehr, überhaupt jemals eine Spritze zu sehen oder zu spüren.
Ich hatte als Kind zwar keine Angst vor Spritzen aber ich fand sie aber immer nicht besonders schön wenn ich auch nicht panisch wurde. Diese Einstellung hat sich bis heute eigentlich nicht geändert und wenn dann eher zum positiven als zum negativen insofern als das mir der Einstich inzwischen deutlich weniger weh tut und ich mich vor allem nicht mehr so erschrecke wenn die Nadel dann piekst.
Ich gehe nicht davon aus das so etwas von einem bestimmten Ereignis herrührt sondern das es eher eine allgemeine Entwicklung einer Persönlichkeit ist die aber durchaus durch äußere Einflüsse beeinflusst werden kann. Nur das es ein einzelnes Ereignis auslösen daran glaube ich nicht es muss dann schon sehr traumatisch gewesen sein und das war es nach deinen Schilderungen ja nicht.
Vielleicht legt es sich ja so "mysteriös" und unscheinbar wie es gekommen ist. Ich denke nicht das man gegen solche Ängste großartig etwas machen kann aber vielleicht legt es sich ja wieder wenn entweder eine Weile lang gar nicht gespritzt wird oder die nächsten Spritzen nicht mehr so extrem dick sind.
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