Mehr weibliche Mitarbeiterinnen in Apotheken

vom 01.11.2014, 17:14 Uhr

Frauen lassen sich mehr als Männer in den Apotheken beraten, zum Beispiel über alternative Medizin, Wirkung und Kosten. Dabei ist es aber nicht egal, wer sie berät. Ist eine weibliche Apothekenmitarbeiterin frei, werden sie diese einem Mann vorziehen. Die Beratung durch eine Frau schätzen viele Frauen.

Ist das vielleicht der Grund warum es eine Menge mehr weibliches Personal in den Apotheken gibt als männliches? Vielleicht lassen sich selbst Männer davon überzeugen, sich in der Apotheke beraten zu lassen, wenn sie an eine weibliche Mitarbeiterin geraten.

» Cid » Beiträge: 20027 » Talkpoints: -1,03 » Auszeichnung für 20000 Beiträge



Wenn es einen Mann interessiert, was er schluckt und ob er davon stirbt dann sollte er fragen, egal ob dort ein menschliches Wesen mit oder ohne Brüste steht. Diese Logik verstehe ich nicht. Davon abgesehen ist es ja wohl Sache der Frauen, was sie lieber studieren und wenn sie sich für Pharmazie entscheiden, dann gibt es eben mehr weibliche Pharmazeuten in der Apotheke. Ich verstehe nicht, was das damit zu tun haben soll, dass Frauen sich angeblich lieber beraten lassen. Eine 18jährige Abiturientin entscheidet sich doch nicht dafür Pharmazie zu studieren, weil sich Frauen in einer Apotheke so gerne beraten lassen.

» Crispin » Beiträge: 14916 » Talkpoints: -0,43 » Auszeichnung für 14000 Beiträge


Ich kann mir schon vorstellen, dass weibliches Personal von Frauen gewünscht wird. Immerhin kann man in der Apotheke doch auch Schwangerschaftstests oder auch die Pille danach kaufen. Außerdem ist es bestimmt für einige Frauen unangenehm, wenn sie ein Mittel gegen Scheidenpilz bei einem Mann kaufen. Manche Frauen sind in dieser Hinsicht eben sensibler und das ist auch okay.

Manche Frauen wollen auch auf gar keinen Fall einen männlichen Frauenarzt. Mit 16 Jahren hatte ich meinen ersten Termin bei einem Frauenarzt gehabt und das war ein Mann. Vielleicht wollen manche Frauen nicht einmal bestimmte Medikamente bei einem Mann einkaufen gehen, vor allem wenn diese aus einem bestimmten Kulturkreis kommen. Ich weiß es nicht, es ist nur eine Vermutung meinerseits. Vielleicht gibt es aus diesem Grund mehr weibliches Personal, wer weiß?

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» soulofsorrow » Beiträge: 9239 » Talkpoints: 26,10 » Auszeichnung für 9000 Beiträge



Ich war schon so manches Mal in einer Apotheke, sogar bei ganz unterschiedlichen und mir ist ehrlich gesagt noch nie ein männlicher Mitarbeiter aufgefallen. Es kann natürlich schon sein, dass die dann ausgerechnet dann keinen Dienst haben, wenn ich dort was kaufen wollte, aber vielleicht sind wirklich deutlich weniger Männer in Apotheken eingestellt als Frauen. Woran das liegt kann ich allerdings nicht so wirklich sagen. Möglicherweise auch einfach am Interessengebiet. Viele Männer ziehen ja eher technisch-naturwissenschaftliche Gebiete vor wie beispielsweise Elektrotechnik oder Ingenieurwesen.

Mir ist das ehrlich gesagt so ziemlich egal, ob ich jetzt etwas bestimmtes bei einem Mann oder einer Frau kaufe. Ich hätte auch kein Problem damit ein Mittel gegen Scheidenpilz oder die Pille danach bei einem männlichen Apotheker zu kaufen. Mag sein, dass das im ersten Moment ein wenig unangenehm ist und sich komisch anfühlt, aber tagtäglich kommen so viele Kunden und kaufen etwas, dass man sich bestimmt nicht ausgerechnet an mich erinnern wird nur weil ich ein Pilzmittel gekauft habe.

Ich finde derartige Panikreaktionen total übertrieben. Ich achte eher darauf, dass mir die Person auch sympathisch ist und auf mich auch kompetent wirkt. Ich habe beispielsweise mal ein Präparat bei einer Frau gekauft, die ich überhaupt nicht mochte und bei der ich froh war, so schnell wie möglich die Apotheke verlassen zu können. Sie hat so langsam und überdeutlich gesprochen als würde sie mich für bescheuert oder geistig behindert halten, dabei hatte ich ganz normal mit ihr gesprochen.

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» Olly173 » Beiträge: 14700 » Talkpoints: -2,56 » Auszeichnung für 14000 Beiträge



PTA ist ein typischer Frauenberuf und das war auch schon immer so. Männer werden Apotheker (Ok, Frauen mittlerweile auch, aber die fallen dann nicht auf). Als PTA sind die Verdienstmöglichkeiten gering, die Vergütung unterscheidet sich nun nicht sonderlich von Maurer oder Elektriker. Die Arbeitszeiten sind unangenehm, dafür ist Arbeit in Teilzeit möglich und üblich. Das kennzeichnet einen typischen Frauenberuf. In einem Männerjob erhalten Männer bei ähnlicher und sogar schlechterer Qualifikation einfach mehr Geld.

» cooper75 » Beiträge: 13450 » Talkpoints: 524,56 » Auszeichnung für 13000 Beiträge


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