Mehr mobile Schwimmbäder zum Schwimmenlernen anbieten?
Immer weniger Kinder können gut schwimmen. Laut Berichten in den Medien liegt diese Tatsache in vielen Fällen aber nicht an der generellen Lernbereitschaft sondern daran, dass es zu wenige Angebote bzw. auch Schwimmbäder in manchen Regionen gibt.
Eine Schweizer Firma namens Aqwa Itineris bietet nun eine Lösung mit einem
mobilen Schwimmbecken in Form eines Lkw-Anhängers an. Dieser wird zum Beispiel u.a. schon im Ahrtal eingesetzt, da dort viele Schwimmbäder zerstört wurden und den Kindern wieder die Angst vor dem Wasser genommen und schwimmen gelernt werden soll. Auch Städte wie Landau, Heilbronn und Köln denken über eine solche Anschaffung nach.
Laut Schwimmexperte vom DLRG, Holger Boshammer, lösen diese Schwimmbäder allerdings auch nicht das generelle Problem. Zur Wassergewöhnung wären sie zwar geeignet, für richtiges Schwimmtraining sehe er allerdings ein Platzproblem. Die Schwimmbecken sind 8 Meter lang, etwa 2,10 Meter breit und bis zu 1,40 Meter tief.
Was haltet ihr von solchen mobilen Schwimmbädern? Würdet ihr euer Kind in so einem mobilen Schwimmbad zum Schwimmkurs anmelden? Worin seht ihr die Vor- und Nachteile eines solchen mobilen Schwimmbades?
Wie soll das denn bitteschön praktikabel sein? Anstelle dass der Prophet zum Berg geht, schafft man den Berg zum Propheten. Ich würde für das Geld ein Bus-Shuttle für die Kinder organisieren, anstatt ihnen ein besseres Planschbecken irgendwo hin zu karren, zumal da Wasser in Schwimmqualität auch schlechter zu transportieren ist als ein Sack voller Grundschüler.
Ich bin durchaus der Meinung, dass Schwimmen eine grundsätzlich nützliche Fertigkeit ist, die Kindern vermittelt werden sollte, schon allein zu dem Zweck, dass sie nicht reihenweise ersaufen. Und es wäre schon aus Gründen der Teilhabe und Freizeitgestaltung ideal, wenn Kinder Zugang zu sicheren Schwimmgelegenheiten hätten. Aber wenn nicht mal ein Bus zum nächsten Freibad oder Baggersee organisiert werden kann, hat das zumindest den Vorteil, dass die Kinder mangels Gelegenheit wohl kaum darin ertrinken können.
Zu meiner Schulzeit gab es noch Schwimmunterricht. Heute gibt es den bei uns in Sachsen auch noch. Einmal pro Woche sind hier in der Stadt die Zweitklässler in der Schwimmhalle. Da ist eben jeden Tag eine andere Grundschule dran. Selbst auf dem beruflichen Gymnasium was meine Tochter besucht, ist noch mal Schwimmen im Lehrplan für Sport dabei.
Aber es liegt ja nicht unbedingt am Mangel der Möglichkeiten. Selbst wenn es Schwimmhallen in der Nähe gibt, benötigt man eben auch Personal, das den Kindern das Schwimmen richtig beibringt. Auch das ist Mangelware geworden.
Und wenn ich nun einen LKW hinstelle, was nur zwei Meter Breite zum Schwimmen bietet, was soll das bringen? Gehen wir davon aus, dass eine Klasse aus 20 Kindern besteht. Es können maximal 2 Kinder gleichzeitig schwimmen gehen. Was macht man mit den restlichen 18 Kindern? Wo ziehen die sich dann um? Also Fragen über Fragen.
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