Medikamente die man zu viel bekommt einlagern?
Letztens habe ich ein Buch von Dr. med. Gunter Frank gelesen und dieser schreibt in seinem Buch auch, dass die Normwerte für viele Dinge in den letzten Jahren stark gesunken sind, so dass heute mehr Menschen wegen Dingen wie Bluthochdruck oder Blutzucker therapiert werden müssen, als dies früher der Fall gewesen ist.
Hinzu kommt, dass viele dieser unnötigen Medikamente auch starke Nebenwirkungen haben und so kommt es oft vor, dass aus einer oder zwei Krankheiten bei älteren Menschen locker schon mal an die 8 Tabletten am Tag werden. Und oftmals wissen diese Menschen auch, dass es unnötig ist Tabletten gegen Symptome zu nehmen, die nicht krankhaft sind und dann noch fünf Tabletten gegen die Nebenwirkungen der Tabletten.
Er schreibt, dass er es daher häufig erlebt hat, dass er bei älteren Menschen zu Hause war, die mitunter größere Mengen Tabletten in ihren Küchenschränken eingelagert hätten, da diese sie im Krankenhaus oder beim Arzt bekommen und intuitiv auch wissen, dass das unmöglich gesund sein kann, so viele Pillen zu schlucken.
Ich selbst weiß, dass meine Urgroßmutter die meisten Medikamente die sie bekommen hat, auch nicht genommen hat. Früher fand ich das schlimm weil ich immer dachte, dass sie deswegen kränker werden könnte. Heute weiß ich, dass sie sich damit eigentlich nur vor einem frühen Tot bewahrt hat. Und das hat funktioniert, immerhin ist sie 98 Jahre alt geworden.
Nehmt ihr immer alle Tabletten und Medikamente, die ihr vom Arzt verordnet bekommt, auch wenn ihr mitunter daran zweifelt, dass es wirklich notwendig ist, so viele Medikamente zu nehmen? Wie ist es bei euren Großeltern oder anderen älteren Menschen die ihr kennt, gibt es da auch Personen die Medikamente eher einlagern, wenn sie sie bekommen, als das sie sie nehmen? Wie findet ihr das?
Ich war vor einigen Wochen beim Hausarzt und der hat mir dann auch ein Rezept ausgestellt, von dem ich aber der Meinung bin, dass ich es nicht brauche. Ich habe es zwar aus der Apotheke abgeholt das Medikament, aber es liegt bei mir zu Hause rum. ich habe nur die Packungsbeilage gelesen, die Tabletten aber nie angefasst.
Als ich die Woche danach beim Hausarzt war, hat er mir ein anderes Medikament gegeben, das ich noch nicht einmal in der Apotheke abgeholt habe. Wozu auch? Es würde nur Platz wegnehmen und schlucken würde ich diese Tabletten eh nicht. Bei Antibiotika oder Medikamenten die notwendig wären, würde ich das nicht so machen. Aber bei der Begründung dieser Medikamente zweifle ich schon und bin der festen Überzeugung, dass diese stressbedingten Symptome auch von selbst verschwinden, sobald ich etwas abschalten kann. Fürs Abschalten brauche ich keine chemische Medizin.
Genauso würde ich das auch bei Tabletten gegen Vitamin-D-Mangel oder Eisenmangel machen. Ich glaube, dass solche künstlichen Präparate gerade in Bezug auf Nahrungsergänzung mehr schaden als nutzen. Daher finde ich es sinnvoller, gerade bei Tabletten die man gar nicht erst braucht, sie gar nicht erst zu Hause zu lagern und sie dementsprechend auch gar nicht erst abzuholen.
Mir hatte vor zwei Jahren ein Facharzt auch zwei verschiedene Medikamente aufgeschrieben, die ich mir in der Apotheke geholt hatte. Als ich dann auf dem Beipackzettel die ganzen Nebenwirkungen gelesen habe, ärgerte ich mich, dass ich sie überhaupt abgeholt habe. Nochmals passiert mir das nicht. Da gehe ich dann mit dem Rezept nach Hause ins Internet und überprüfe die Nebenwirkungen. Denn immerhin kosten die Tabletten auch etwas.
Ich finde es immer schwierig zu beurteilen und bei meiner Arbeit bekomme ich doch auch so einige Dinge in dieser Richtung mit. Es gibt schon Menschen, die sich die verordneten Medikamente in der Apotheke holen und diese aber doch nicht nehmen möchten. Genauso gibt es Menschen, die erst mal fragen, wofür die verordneten Medikamente denn sind und die dann nur bestimmte Dinge kaufen und den Rest vom Rezept streichen lassen.
Auch ich kenne natürlich Menschen, die richtig viele Medikamente einnehmen müssen, teilweise auch über 10 Stück. Dann verstehe ich es schon, dass es schwierig ist, wenn dann noch etwas dazu kommt oder dass man sich dann fragt, ob die Mittelchen wirklich alle nötig sind. Aber ich denke, dass man solche Dinge dann auch dem Arzt sagen sollte, weil man als Laie sonst womöglich das falsche Medikament absetzt, was gerade wichtig wäre.
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