Kritik an Stephen Kings "Es" wegen Clown gerechtfertigt?

vom 28.09.2017, 11:11 Uhr

Bereits 1990 kam der Klassiker "Es" von Stephen Kings in die Kinos und keiner hat sich daran gestört, dass ein Clown nicht lustig, sondern eben doch beängstigend ist. Doch plötzlich wird die Kritik laut, dass Clowns keine Angst machen sollen, sondern lustig sein sollen. Eben kam im Fernsehen ein Bericht, wo eine Frau total entsetzt war und meinte, dass es schlimm wäre, dass man einen Clown als Horrordarstellung macht. Die Frau war so alt, dass sie eigentlich Pennywise auch schon 1990 gesehen haben sollte.

Auch Klinikclowns meinten, dass es das Image der Clowns einfach kaputt macht. Ich finde das so ein Quatsch. Kinder sollten den Film ja auch nicht sehen. Warum also macht man den Film jetzt mit der Kritik so kaputt? Sicher ist Pennywise nicht mehr der Clown, denn es damals gab und er sieht auch nicht so aus. Aber es ist doch ein Film für Erwachsene.

Findet ihr die Kritik an dem Clown wirklich gerechtfertigt und sehr ihr es auch so, dass ein Clown etwas Lustiges haben sollte und aus Horrorfilmen verbannt werden sollte? Warum kommt die Kritik fast 30 Jahre nach dem ersten Film und warum hat sich früher keiner dran gestört?

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» Diamante » Beiträge: 41749 » Talkpoints: -4,74 » Auszeichnung für 41000 Beiträge



Ich habe den Beitrag bei Punkt12 auch gesehen und finde es übertrieben da von einem Imageschaden zu sprechen. Ich denke auch, dass es genügen Menschen gibt, die Clowns an sich nicht mögen. Da wird kaum ein Film ausschlaggebend sein, den es vor zig Jahren schon mal gab. Ich denke, dass nicht nur die Krankenhaus-Clowns für Kinder da sind, sondern auch durchaus zu Erwachsenen gehen.

Aber es ist ja auch nicht gesagt, dass diese alle nun den Film von Stephen King kennen. Ich denke, dass es da durchaus übertrieben ist von einem Schaden zu sprechen. Vor allem kann man das doch jetzt noch gar nicht absehen, da der Film doch heute erst in die Kinos kommt, wenn ich das richtig verstanden habe.

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» Nelchen » Beiträge: 32238 » Talkpoints: -0,25 » Auszeichnung für 32000 Beiträge


Ja, die Neuverfilmung ist heute erst angelaufen. Aber den gleichen Film gab es ja schon mit der gleichen Handlung und auch dem Clown Pennywise. Der Imageschaden müsste also schon fast 30 Jahre alt sein und das finde ich einfach lächerlich. Ich finde die Neuverfilmung schrecklich und die Ausschnitte fand ich nicht gut, weil der Clown einfach bescheuert ausschaut. Aber das ist nur meine Meinung und ich sehe es so, dass diejenigen, die Horror vor einem Clown haben es auch ohne den Film, haben.

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» Diamante » Beiträge: 41749 » Talkpoints: -4,74 » Auszeichnung für 41000 Beiträge



Das Image von Clowns ist doch deswegen nicht kaputt. Nur weil es eine Neuverfilmung von "ES" aka Pennywise gibt, ist doch nicht jeder Clown nun in Gefahr, was sein normalerweise lustiges Image angeht. Das würde ich für vollkommen übertrieben finden und wer das denkt, der findet wahrscheinlich auch jeden Horrorfilm mit Hunden als Gefahr für die Vierbeiner. Ich finde, dass man es auch wirklich übertreiben kann oder?

"ES" ist ein Horrorclown und ja der macht einem schon Angst, wenn man sowieso etwas mehr ängstlicher gegenüber Clowns ist. Davon habe ich 2 Bekannte, die Clowns im Allgemeinen nicht sonderlich mögen und als diese Clownmania mit den Erschrecken begonnen hat, waren die alles andere als zufrieden und klar kennen sie "Es" aus den 90er und wir kennen ihn auch jetzt schon aus dem Jahre 2017. Das mach den Beiden immer ein etwas ungutes Gefühl.

Ich finde aber nicht, dass man nun glauben muss, dass jeder Clown eine Gefahr sei, das Kinder direkt denken würden, dass jeder Clown so ist oder anderweitig. Der Ruf eines Clowns hängt doch nicht maßgeblich von einem Film ab oder? Wer noch immer so denkt, der hat aus dem Film Jaws von Steven Spielberg und der Ausrottung oder nahezu bedrohlichen Jagd auf Haie bis heute nicht gelernt zwischen fiktiven Filmfiguren und Story zum realen Leben zu unterscheiden.

Für mich ist "ES" eine Story und nicht mehr oder weniger. So wie der weiße Hai ein Film mit bitterem Nachgeschmack für die Tiere ist und für mich ist Freddy Krüger auch kein Grund, Menschen mit einem verbrannten Gesicht schnell aus dem Weg zu gehen, weil mit ihnen etwas nicht stimmen könnte.

Klar sind meine Vergleiche hinkend, aber ich wollte damit mal aufzeigen, wie affig es sein kann, wenn man aufgrund von Filmen irgendwelchen Leuten, Kostümen, Tieren & Co das Leben zur Hölle machen würde.

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» Kätzchen14 » Beiträge: 5612 » Talkpoints: 13,80 » Auszeichnung für 5000 Beiträge



Bezüglich der Kritik am Film sind es doch aber nur Einzelmeinungen von Leuten, die mit dem Thema zu tun haben oder aber solchen, die überempfindlich sind und immer irgend etwas kritisch sehen. Überzogener Shitstorm ist ja heutzutage sehr modern und dann immer noch all diese Bedenkenträger, deren Leben wohl zu wenig Aufregung hergibt, sodass sie sich künstlich über Banalitäten echauffieren müssen.

Vor 25 Jahren hätte so etwas keine Sau interessiert, auf gut Deutsch gesagt. Der Film ist ja schließlich auch gar nicht für Kinder gedacht. Und Kinder oder Erwachsene, die Clowns nicht leiden können hat es auch schon vor "Es" gegeben, ich muss es wissen, ich war nämlich solch ein Kind. :mrgreen:

Schon mit vier Jahren im Zirkus fand ich die Typen total unlustig und blöd und meine Meinung hat sich da nicht sonderlich geändert. Ich kenne auch Menschen, die regelrecht Angst vor Clowns haben, was ja bei diesem ins Fleisch gehauene Dauergrinsen auch kein Wunder ist. Ein Wesen, das ständig starr vor sich hin grient kann in meinen Augen nicht interessant und sympathisch sein. Das hat Stephen King wohl noch viel krasser gesehen und seine diesbezüglichen Ängste eben in Buchform gepresst.

» Verbena » Beiträge: 4263 » Talkpoints: 3,42 » Auszeichnung für 4000 Beiträge


Ich fand Clowns noch nie lustig. Bei dieser gespielten Dummheit in den Clownnummern habe ich mich schon als Kind immer gefragt, was das soll. Und diese extrem geschminkten Gesichter können schon etwas gruseliges haben. Ich glaube das liegt an dem aufgemalten Lachen, das kein echtes Lachen ist.

Diese Ansicht ist gar nicht so selten, es gibt sogar so etwas wie eine Clownphobie. Stellt sich da nicht eher die Frage, ob Stephen King in seinem Buch nicht einfach etwas aufgegriffen und verarbeitet hat, was schon lange vor seinem Buch existiert hat?

Die Clowns, die sich über einen Imageschaden beklagen, sollten eigentlich froh sein, dass sie überhaupt mal wieder in den Medien vorkommen, Dank dieser Neuverfilmung. Ich meine, wann hat man zum letzten Mal etwas über lustige Clowns gehört? Die sind einfach nicht mehr besonders angesagt und damit haben Filme nun wirklich nichts zu tun.

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» Cloudy24 » Beiträge: 25963 » Talkpoints: 83,03 » Auszeichnung für 25000 Beiträge


Wahrscheinlich machen sich alle wegen Clowns in den Hosen, da es auch diese Horrorclowns gab, die wahrscheinlich dieses Jahr an Halloween wieder auftauchen werden. Ich finde die Kritik nicht gerechtfertigt, warum auch? Ein gruseliger Clown ist nicht schlimmer als ein gruseliges Kind, wie zum Beispiel bei The Ring oder sonstigen merkwürdigen Filmen.

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» soulofsorrow » Beiträge: 9076 » Talkpoints: 1,76 » Auszeichnung für 9000 Beiträge



Ich finde nicht, dass die Kritik an Stephen Kings "Es" wegen den Clowns gerechtfertigt ist. Es wurden scheinbar nur Einzelpersonen gefragt und diese stellen letztendlich nicht die große Masse dar. Daher finde ich solche Umfragen eh nicht repräsentativ und ich denke eher weniger, dass Pennywise nun dem Image der Clowns geschadet haben soll. Was wird denn nur für Kritik am "Friedhof der Kuscheltiere" aufgeploppt sein, da gab es doch auch eine Neuverfilmung.

Also ich mag Clowns nicht und ich bin geneigt, jedem Clown, der mir zu nahe kommt eine reinzuhauen. Ich finde sie einfach nicht lustig und das liegt eindeutig nicht an Pennywise, sondern an einem Erlebnis als kleines Kind im Zirkus. Ich war mit circa 7 Jahren mit meiner Schwester im Zirkus und der dort aufgetretene Clown wollte unbedingt lustig sein, ich fand ihn aber beängstigend penetrant und langweilig und wollte mich auch nicht von ihm anfassen lassen, wenn er Freiwillige für seine Show benötigte. Seitdem wurde diese Abneigung immer größer und ich mag Clowns einfach nicht.

Das war bevor ich Stephen Kings "Es" gelesen habe. Ach übrigens: Wie schaut es eigentlich mit dem Horrorclown aus American Horror Storys Staffel "Circus" aus? Der müsste das Ansehen von Clowns ja auch wahnsinnig auf dem Gewissen haben, oder etwa nicht?

» Wibbeldribbel » Beiträge: 11636 » Talkpoints: 11,77 » Auszeichnung für 11000 Beiträge


Ich finde das absoluten Schwachsinn! Wenn man so etwas für voll nehmen würde, dann dürfte es gar keine Filme mehr geben, denn irgendwer wird immer negativ dargestellt oder als blöd. Wenn ich mir "Der Teufel trägt Prada" angeguckt habe, dann bin ich gegen Frauen in Chefpositionen. Gucke ich mir Robin Hood an, dann sind Ordnungshüter meine Feindbilder. Gucke ich mir Baywatch an, dann muss ich davon ausgehen, dass Rettungsschwimmer nicht unbedingt mir Intelligenz gesegnet sind.

Und so geht es doch immer weiter. Wann kapieren die Menschen endlich, dass Filme Fiktion für die Unterhaltung sind und eben keine Nachrichten? Ansonsten wäre ich ja hin- und hergerissen, wie ich Bernhardiner einordnen soll: In Cujo ist es eine tollwütige Bestie, in "Ein Hund namens Beethoven" aber so unheimlich süß! :lol: Oder bin ich gleich ganz gegen Hunde, weil ich "Der Hund von Baskerville" gesehen habe? Und nachdem ich "Tom und Jerry" konsumiert habe, bin ich absolut gegen Katzen!

» SonjaB » Beiträge: 2098 » Talkpoints: 40,57 » Auszeichnung für 2000 Beiträge


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