Klären, was mit dem Tagebuch nach dem Tod geschieht

vom 10.12.2018, 12:35 Uhr

Ich habe aus Bequemlichkeit nie Tagebuch geführt, habe aber eine Freundin, die dies seit ihrer Kindheit fast täglich tut. Sie hat nun in ihrem Testament aufgeschrieben, dass ihr Tagebuch nach ihrem Tod vernichtet wird. Ihre Kinder sollen nicht lesen, wie sie beispielsweise über deren Vater in guten oder schlechten Zeiten gedacht hat, wie und mit wem das erste Mal war, und andere intime Details oder teilweise nicht so schöne Gedanken über ihre Kinder.

Falls ihr Tagebuch führt, ist es euch egal, was nach eurem Tod mit ihm passiert? Oder dürfen eure Nachkommen ruhig intime Details oder schlechte Gedanken über nahestehende Personen erfahren?

» anlupa » Beiträge: 11696 » Talkpoints: 0,70 » Auszeichnung für 11000 Beiträge



Ich führe kein Tagebuch, aber ich stelle es mir schon blöd vor, wenn man dann nach dem Tod ein Tagebuch liest und dann vielleicht auch liest, dass man an Tag XY von der Person gehasst wurde, dass sie einen nicht immer nur geliebt hat und so weiter. Ich würde für so einen Fall einen Freund bitten das Ganze zu vernichten, wenn ich eines schreiben würde. Das würde ich machen, damit am Ende niemand verletzt ist.

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» Ramones » Beiträge: 38561 » Talkpoints: 5,09 » Auszeichnung für 38000 Beiträge


Ich denke auch, dass ich dafür sorgen würde, dass das Tagebuch oder die Tagebücher vernichtet würden. In einem gewissen Alter kann man diese sicherlich auch selbst verbrennen oder entsorgen. Wenn sie wirklich nur für einen selbst gedacht waren und niemand sonst sie lesen sollte, dann kann man sie ja auch eigentlich schon zu Lebzeiten vernichten. Zumindest die Tagebücher, die bereits voll geschrieben und schon älter sind.

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» Nelchen » Beiträge: 31186 » Talkpoints: 5,02 » Auszeichnung für 31000 Beiträge



Ganz ehrlich? Wer gibt mir die Gewissheit, dass nach meinem Tod wirklich jemand hingeht und meine Tagebücher vernichtet? Die Gewissheit, dass keiner die Tagebücher liest hat man nur, wenn man sie selbst vernichtet. Also schreibt und eins nach dem anderen verschwinden lässt. Es bringt auch testamentarisch nichts, dass verfügt wird, dass die Dinger vernichtet werden. Wer in meine Wohnung kommt nachdem ich verstorben bin, kann sie zur Seite schaffen. Oder schon lesen, bevor das Testament eröffnet wurde. Was soll man da also klären?

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» Diamante » Beiträge: 41442 » Talkpoints: 123,63 » Auszeichnung für 41000 Beiträge



Ich bin in dieser Hinsicht viel zu misstrauisch und vorsichtig. Ich führe kein Tagebuch, aber wenn ich es tun würde, dann würde ich die Sätze von Anfang an in dem Glauben formulieren, dass es eben jemand anderes lesen könnte. Nur, weil man selbst sich wünschen würde, dass die Tagebücher nach dem Tod vernichtet werden, ist das ja keine Garantie, dass das auch passieren wird. Daher finde ich, dass man das Tagebuch von Anfang an bewusster schreiben sollte oder aber, dass man die Tagebücher selbst vernichten sollte.

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» Täubchen » Beiträge: 30089 » Talkpoints: 0,06 » Auszeichnung für 30000 Beiträge


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