Keine gute Mutter, wenn Baby nicht an Kursen teilnimmt?

vom 23.04.2018, 10:32 Uhr

Eine Bekannte hat zwei Kinder und hatte regelrecht Theater mit anderen Müttern, weil sie nicht der Meinung ist, dass ihre Kinder im Babyalter schon als Kursen wie Yoga, Massagen und Co teilnehmen müssen, sondern dass man die Kinder auch ohne diese gut groß bekommt.

Ich war doch sehr überrascht, was mittlerweile alles für Babys schon angeboten wird und habe da auch gedacht, dass doch jede Mutter selbst entscheiden muss, was sie für ihr Baby für richtig hält. Ich weiß auch nicht, ob ich da unbedingt schon im Babyalter einen Yoga-Kurs besuchen würde.

Ist man heute eine schlechte Mutter, wenn das Baby nicht an irgendwelchen Kursen teilnimmt? Habt ihr da auch durchaus Anfeindungen erlebt oder ähnliches? Muss man da heute wirklich mit der Zeit gehen, wenn man nicht als schlechte Mutter oder ignorant abgestempelt werden möchte?

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» Nelchen » Beiträge: 27736 » Talkpoints: 1,45 » Auszeichnung für 27000 Beiträge



Heutzutage bekommt man eigentlich oft den Eindruck als Mutter etwas falsch zu machen, wenn man es nicht so wie die breite Masse macht. Da wird man schnell mal komisch angesehen und bekommt blöde Sprüche zu hören. Solche Kurse sind ja eigentlich nur etwas für die Mütter oder die Eltern, da man dann eben auch mit anderen Müttern in Kontakt kommt, sich selber vielleicht auch mal bewegen kann und etwas abnehmen kann nach der Schwangerschaft.

Ich bin aber schon der Meinung, dass ein Baby auch gut ohne solche Kurse leben kann. In einer Krabbelgruppe waren wir dann auch, einfach auch um andere Mütter kennenzulernen, sich mal zu unterhalten und so weiter, aber sonst habe ich keinen Babyschwimmkurs, keinen Yogakurs und keinen Fit mit Baby Kurs gemacht. Ehrlich gesagt ist das auch nicht schön, wenn man Schlafmangel hat und dann noch zu zig Kursen gehen möchte. Ich finde die Zeit mit dem Baby im Alltag zu Hause und unterwegs da einfach schöner, nicht an Zeiten gebunden.

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» Ramones » Beiträge: 36074 » Talkpoints: 41,92 » Auszeichnung für 36000 Beiträge


Ich habe selber keine Kinder, kenne solche Szenarien aber aus Erzählungen und zum Teil auch aus Büchern. Ich bin auch der Meinung, dass man das als Mutter doch selber entscheiden muss, ob man das Kind bei solchen Kursen anmeldet oder nicht. Das muss man als Erwachsener doch auch für sich entscheiden, ob man das mag oder nicht.

Ich finde daher auch nicht, dass man solche Kurse für das Kind auf jeden Fall machen muss und mir wäre es auch recht egal, was andere dann über mich denken. Ich hatte als Kind solche Kurse auch nicht und ich würde mal behaupten, dass mir das auch nicht geschadet hat.

» Barbara Ann » Beiträge: 24862 » Talkpoints: 52,78 » Auszeichnung für 24000 Beiträge



Meiner Ansicht nach ist man erst dann eine gute Mutter, wenn man auf die Grundbedürfnisse des Kindes eingeht und diese voll erfüllt (oder dafür sorgt, dass sie erfüllt werden) und wenn man sich so verhält, dass die physische und psychische Entwicklung des Kindes positiv beeinflusst und gefördert wird. Das hat aber mit irgendwelchen Baby-Kursen nichts zu tun. Dem Baby wird das total egal sein, ob es jetzt plantschen geht oder in die Krabbelgruppe. Das ist nicht zwingend notwendig für die Entwicklung.

Meine Mutter war bei keinem ihrer Kinder in solchen Kursen und wir sind jetzt alle erwachsen und ich kann bei keinem dieser Erwachsenen eine Fehlentwicklung feststellen. Diese Kurse sind doch eher eine neumodische Erscheinung für die Mamas, damit diese Kontakt zu "Leidensgenossinnen" haben und nicht die ganze Zeit zu Hause sitzen. Das hat mit den Qualitäten als Mutter wenig zu tun.

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» Täubchen » Beiträge: 23226 » Talkpoints: 1,68 » Auszeichnung für 23000 Beiträge



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