Junge Asylanten oft ohne Hilfe?

vom 27.05.2015, 23:38 Uhr

In meiner Stadt gibt es ein tolles Programm bei dem man eine Patenschaft mit einem Flüchtlingskind eingehen kann. Das Kind holt man dann ab und an zum Spielen ab, stellt es neuen Kindern vor und zeigt ihm die Stadt. Das Programm kommt gut an, aber offenbar geht es nicht allen so. Die Sendung ''Frontal 21'' hat neulich skandalöse Zustände aufgedeckt. Viele jugendliche Flüchtlinge werden in einigen Städten gar nicht mehr vernünftig betreut und unterstützt.

Man steckt sie einfach in irgendein Heim und interessiert sich dann gar nicht mehr groß dafür, ob sie in die Schule gehen können und wie es ihnen überhaupt geht. Einwohner klagen dann darüber, dass die Jugendlichen kriminell werden und es gab auch viele Proteste über die Zustände und darüber, dass man diese Jugendlichen definitiv vernachlässigen würde.

Kennt ihr solche Zustände auch aus anderen Städten? Warum nimmt sich Deutschland der jungen Asylanten nicht an? Woanders gibt es tolle Programm die die Jugendlichen unterstützen und wo diese innerhalb kürzester Zeit das Abitur nachholen und sich besser qualifizieren, als manch Deutscher. Warum wird das Potential und die Willenskraft dieser Jugendliche nicht genutzt?

» Crispin » Beiträge: 14936 » Talkpoints: 6,73 » Auszeichnung für 14000 Beiträge



Das ist so die Regel, denn alle Betreuungsprogramme kosten Geld, und es ist nicht leicht, vor allem Kinder, die ohne Familie hierher kommen, davon zu überzeugen, in die Schule usw. zu gehen. Sie sind vielleicht noch nie in einer gewesen, und haben durch traumatische Erlebnisse viel Lebensmut eingebüßt.

Ich wäre sofort dabei, so ein Kind zu unterstützen, aber ich habe noch nie von so einer Möglichkeit bei uns gehört.

Wer organisiert das bei euch? Das Jugendamt?

» Tritonus » Beiträge: 134 » Talkpoints: 36,24 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Flüchtlinge unter 18 Jahren bekommen faktisch eine Rundumbetreuung, die zwischen 6.000 und 12.000 Euro im Monat kostet. So viel bekommt ein Hartz-IV-Empfänger im ganzen Jahr. Der Streit um die Rönthgenuntersuchungen zeigt doch, dass diese sich im Gegensatz zu normalen Hartz-IV-Empfängern noch nicht einmal ausweisen müssen. Bei dieser Untersuchung gibt es übrigens eine Toleranz von 3 Jahren, d.h. bis zum 21ten Lebensjahr kann jeder gefahrlos behaupten, dass er unter 18 wäre.

» Juri1877 » Beiträge: 6086 » Talkpoints: 0,01 » Auszeichnung für 6000 Beiträge



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