Ist eine Restschuldversicherung eine Pflichtversicherung?

vom 12.05.2022, 19:18 Uhr

Wenn man einen Kredit bei der Bank aufnimmt, dann wird einem ja oftmals oder auch fast immer eine Restschuldversicherung mit verkauft. Was mir dabei nur unklar ist, ob man verpflichtet werden kann, solch eine Restschuldversicherung mit abzuschließen. Kommt es hierbei auf die Kredithöhe an oder kann der Bankkunde immer frei wählen, ob er eine Restschuldversicherung möchte oder nicht?

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» Lupenleser » Beiträge: 723 » Talkpoints: 417,25 » Auszeichnung für 500 Beiträge



Am Ende kommt es immer auf den Vertrag an. Ganz grundsätzlich ist eine Restschuldversicherung keine Pflichtversicherung. Also nur weil man einen Kredit abschließt muss man nicht zwangsweise eine entsprechende Restschuldversicherung abschließen.

Allerdings ist es zum einen so, dass viele Banken diese Versicherung so offensiv anbieten und gleich mit dazu schreiben, dass man oft den Eindruck bekommt, dass diese automatisch zum Kredit dazu gehört. In manchen Verträgen ist das auch so, dann müssen aber auch die Versicherungskosten in den effektiven Jahreszins eingerechnet werden, damit für den Kreditnehmer deutlich wird, was er tatsächlich bezahlen muss.

In vielen Fällen aber kann man diese Versicherung ablehnen und das Ausfallrisiko auf eigene Kosten übernehmen. Zumal es nur in wenigen Fällen wohl tatsächlich zu besseren Konditionen des Kredites führt, wenn man über eine Restschuldversicherung das Ausfallrisiko abdeckt. Meistens ist das wohl eher einfach ein erträgliches Zusatzgeschäft für die Bank.

» Klehmchen » Beiträge: 5317 » Talkpoints: 940,79 » Auszeichnung für 5000 Beiträge


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