Ist der Begriff 3D-Drucker nicht etwas verwirrend?

vom 15.06.2019, 17:11 Uhr

Immer wenn ich etwas über Neuerungen aus dem Bereich 3D-Drucker lese, dann finde ich das ja meistens ziemlich interessant, aber trotzdem habe ich immer so meine Probleme mit dem Begriff „Drucker“. Denn eigentlich hat das doch nichts mit Drucken zu tun, denn für mein technisches Verständnis handelt es sich doch hierbei doch eher um eine computergesteuerte Werkzeugmaschine oder so etwas ähnliches. Geht es euch da ähnlich oder wisst ihr warum der 3D-Drucker eben Drucker und nicht anders heißt und was den Namen rechtfertigt?

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» mikado* » Beiträge: 2842 » Talkpoints: 836,16 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



Ich finde es eigentlich relativ einleuchtend wenn man bedenkt, dass man beim 3D-Drucken eine Datei hat, die vom Computer gelesen und dann 1 zu 1 umgesetzt wird, so wie man bei einem "normalen" Drucker beispielsweise auch ein Dokument hat, dass "umgesetzt" und ausgedruckt wird, der Unterschied liegt einfach darin, dass es sich bei dem 3D Drucker dann um ein Objekt mit 3 Dimensionen handelt, also eigentlich einfach eine mehr als bei einem "normalen Druck".

» Viktoria_ » Beiträge: 396 » Talkpoints: 31,85 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Was ist daran verwirrend? Man hat sich halt auf diesen Begriff geeinigt und inzwischen weiß doch jeder, was damit gemeint ist. Wenn ich sage "Handy" weißt du doch auch, dass ich ein Mobiltelefon meine und bist nicht verwirrt weil du nicht weißt, auf was sich das "praktisch" bezieht. Dieser falsche Begriff hat sich eben eingebürgert und wird heute ganz selbstverständlich benutzt.

Ich wüsste jetzt auch nicht, was man statt "3D Drucker" sagen sollte. "Computergesteuerte Werkzeugmaschine" jedenfalls nicht, weil das auf sehr viele verschiedene Maschinen in der Produktion zutrifft und überhaupt nichts über die speziellen Eigenschaften eines 3D Druckers aussagt.

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» Cloudy24 » Beiträge: 23187 » Talkpoints: 65,89 » Auszeichnung für 23000 Beiträge



Muss ehrlich zugeben, dass nicht nur für mich der Begriff 3D-Drucker ganz deutlich ein Beispiel für sprachliche Ungenauigkeit darstellt. Es sind ja im Sprachgebrauch bislang die Bezeichnungen für verschiedene Arten von Druckern ganz eng mit deren Funktionsprinzip verkoppelt gewesen, es gibt zum Beispiel Nadeldrucker, die prinzipiell wie eine Schreibmaschine mit Farbband und Typen arbeiten, dann Laserdrucker und last not least Tintenstrahldrucker.

Für mich würde der Begriff 3D-Plotter wesentlich deutlicher hervorheben, um welches Funktionsprinzip es sich handelt. Bei Plottern dürfte allgemein bekannt sein, dass dabei mit Koordinaten gearbeitet wird. Und diese X-Y-Koordinaten werden nun um die dritte Dimension Z erweitert, was sich dann in der Namensergänzung, eben 3D, ganz deutlich abheben würde vom Begriff Drucker als solchem. Man kann nur hoffen, dass sich bei der nächsten Gerätegeneration auch die Begrifflichkeiten in Richtung sprachlicher Verfeinerung verbessern.

Genau so könnte man ein Smartphone als Handy bezeichnen. Man hält es ja in der Hand. Aber die Engländer schauen nur verdutzt, wenn sie Handy hören, Mobile Phone ist da wesentlich aussagekräftiger. Handy heißt im Englischen nämlich handwerklich geschickt. Hieße das vielleicht, man müsse erst handwerklich geschickt sein, um mit einem "Handy" telefonieren zu können?

» Gorgen_ » Beiträge: 356 » Talkpoints: 160,67 » Auszeichnung für 100 Beiträge



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