In welchen Situationen, gezielt Zeit vertreiben?
Viele Leute, die ich kenne, reden gezielt von einem "Zeitvertreib" wenn sie beispielsweise Kreuzworträtsel lösen. Scheinbar wollen sie sich gezielt die Zeit vertreiben, wenn sie nicht wissen, was sie sonst mit ihrer freien Zeit machen könnten. Dabei nutze ich selbst den Begriff "Zeitvertreib" eigentlich so gut wie nie, weil ich nur sehr selten in Situationen komme, in der ich gezielt versuche, mir die Zeit zu vertreiben.
Ich langweile mich eigentlich nur selten, so dass ich auch gar nicht versuche, mir die Zeit einfach nur deshalb zu vertreiben, weil ich gar nicht wüsste, was ich sonst machen könnte. Ich habe eigentlich immer etwas zu tun und mir fällt so gut wie immer etwas ein. Und auch dann, wenn ich auf etwas warte, dann versuche ich eigentlich auch nicht, gezielt die Zeit zu vertreiben, bis es soweit ist.
Ich lese dann einfach etwas, wobei ich auch immer ein Buch dabei habe. Das ist für mich einfach Spaß und ich mache das dann auch nicht nur deshalb, um die Zeit zu vertreiben. Ich freue mich in Wartesituationen eher, dass ich dann beispielsweise dazu komme, etwas zu lesen. Versucht ihr oft, euch gezielt die Zeit zu vertreiben? In welchen Situationen macht ihr das?
Unser Sprachgebrauch sagt viel darüber aus, welches Verhältnis wir zur Zeit haben - und das scheint oft kein gutes zu sein: Wir vertreiben die Zeit, versuchen, sie rumzukriegen, manchmal schlagen wir sie sogar tot. Dabei ist Zeit eigentlich so wertvoll! Aber auch ich bin kein "Übermensch" und vertreibe die Zeit ab und an. Vor allem, in Situationen, in denen ich warten muss und keinen Einfluss auf die Zeit habe, die das dauern wird.
Im Wartezimmer beim Arzt vertreibe ich mir die Zeit mit Lesen oder Häkeln, die tägliche Bahnfahrt überbrücke ich mit einem Buch, einer Zeitschrift oder Arbeit. Wenn ich mit jemandem in der Stadt verabredet bin, wird die Wartezeit mittels Schaufenster-Bummel überbrückt und wenn ich zu Hause warte, bis ich zu einem Termin muss, mache ich ein paar Handgriffe im Haushalt.
Ich muss aus unterschiedlichen Gründen täglich fast drei Stunden in öffentlichen Verkehrsmitteln zubringen. Da fällt es irgendwann schon schwer, die Zeit mit Meditation und Achtsamkeit sinnvoll zu nutzen, sodass ich mir lieber etwas Unterhaltsames zum Zeitvertreib suche. Die Möglichkeiten sind in vollen Pendlerzügen naturgemäß eingeschränkt, weswegen ich viel lese.
Ich überlege mir auch, einen kostenlosen Sprachkurs auf dem Smartphone anzufangen. Kreuzworträtsel oder Handarbeiten finde ich im Zug schwer umsetzbar, auch wenn ich schon Leute stricken häkeln und Wolle spinnen (!) gesehen habe. Manche Mitreisende verkürzen sich die Zeit auch mit Plaudereien, aber dazu habe ich früh morgens oder nach Feierabend meistens wenig Lust. Jedenfalls bin ich immer froh, wenn es mir gelungen ist, eine Stunde Fahrzeit angenehm zu überbrücken.
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