Homer Simpson früher autoritär?

vom 26.08.2017, 22:37 Uhr

Im Zuge dessen dass ich mir ab und an moderne Folgen von den Simpsons anschaue und daran Gefallen gefunden habe, beschloss ich, auf einem Filmeportal eine der ersten Folgen von den Simpsons anzuschauen. Dort fiel mir gleich auf, dass Homer Simpson damals nicht so trottelig dar gestellt wurde.

Im Gegenteil: Er war seinen Kindern und seiner Frau gegenüber sehr autoritär und es war auch keine Spur von Schwachsinnigkeit vorhanden. Es war eben ein ganz normaler Vater. Nun weiß ich nicht, warum sich diese Charaktere im Laufe der Serie so verändert hat.

Liegt es allgemein am Wandel der Zeit? Etwa, dass früher eine autoritäre Erziehung den Kindern gegenüber an der Tagesordnung war und heute eher ein Laissez fair Stil praktiziert wird? Und in einer Folge ist ja im Atomkraftwerk etwas passiert, vielleicht ist Homer dadurch etwas dumm geworden?

Kennt ihr die früheren Folgen der Simpsons und könnt ihr da ein wenig urteilen? Oder kennt ihr nur die modernen Folgen, die jetzt gerade im Fernsehen laufen oder eben auf den Plattformen angesehen werden können?

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» nordseekrabbe » Beiträge: 8567 » Talkpoints: 65,51 » Auszeichnung für 8000 Beiträge



Diese Serie schaute ich mir niemals an und meine Tochter durfte sie auch niemals in meiner Anwesenheit schauen. Mit meinen Kollegen auf der Arbeitsstelle ging ich diesbezüglich konform. Die fanden diese Zeichentrickserie auch ziemlich dämlich und nicht wirklich unterhaltsam. Ob der Obertrottel früher weniger trottelig dargestellt wurde, ist mir völlig einerlei. Der antiautoritäre Erziehungsstil hat seinen Ursprung schon Ende der sechziger Jahre.

So richtig boomte er in den siebzigern. Was man zum Beispiel an so bescheuerten Sendungen wie der Rappelkiste sehen konnte. Ratz und Rübe waren echt nervende ungezogene Plagen und obwohl ich damals auch ein Kind waren, mochte ich die so gar nicht leiden. Schon ihr Äußeres stieß mich ab und ihr Verhalten ging damit konform. Dass Homer inzwischen ausschließlich den Vollidioten mimt, ist eben seinen Fans geschuldet, die ihn so halt viel witziger finden.

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» Quasselfee » Beiträge: 1504 » Talkpoints: 83,55 » Auszeichnung für 1000 Beiträge


Ich weiß gar nicht, ob Homer Simpson in den früheren Folgen autoritärer gewesen ist. Ich finde die Simpsons einfach langweilig und wenig interessant. Abgesehen davon würde es mich nicht überraschen, wenn sich Figuren im Laufe von so vielen Staffeln verändern und charakterlich anpassen. Figuren, die sich so gar nicht entwickeln im Laufe der Zeit, werden für die Zuschauer irgendwann langweilig und genau das müssen diese Fernseh-Menschen eben verhindern.

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» Täubchen » Beiträge: 33313 » Talkpoints: 0,01 » Auszeichnung für 33000 Beiträge



Ich kann mich da jetzt auch nicht so dran erinnern. Anfangs liefen die Simpsons ja im Nachmittagsprogramm des ZDF und waren bei uns durchaus Schulhofthema. Ich meine mich noch zu erinnern, dass zunächst die Serie auch eher Bart Simpson als zentrale Figur darstellen sollte. Seinerzeit las ich, dass es halt um einen frechen rappenden Teenager und seine Familie gehen sollte. Ich glaube, Homer ist da einfach über die Zeit aus seiner Nische heraus gewachsen und ins Zentrum gerückt.

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» Bellikowski » Beiträge: 7692 » Talkpoints: 15,42 » Auszeichnung für 7000 Beiträge



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