Haben Zwangsneurosen etwas mit Suchtverhalten zu tun?
Wenn jemand unter einer Zwangsneurose leidet, dann hat er oder sie, wohl das unbändige Verlangen irgendetwas und immer wiederkehrend zu tun. Könnte man so etwas auch mit einem Suchtverhalten wie das Rauchen oder Alkohol trinken vergleichen oder hat das eurer Meinung nach, nichts damit zu tun? An welchen Symptomen würdet ihr denn eine Zwangsneurose festmachen und welche Beispiele könnte man denn da anführen.
Das mutet an wie eine psychologische Frage! Es lassen sich durchaus Vergleiche erkennen, wenn man mal das Rauchen/Trinken mit Zwangsneurosen vergleicht. Häufig geht es dem Menschen ja dabei um die Befriedigung eines Triebes.
So kann Rauchen und Trinken ja auch genauso zum Zwang werden, wie zum Beispiel das zwanghafte berühren von Straßenlaternen am Pfahl, um mal eine relativ banale Zwangshandlung zu nennen. Trinkt man Alkohol, oder raucht man, will man sein Bedürfnis nach diesem Konsumgut befriedigen, weil man eben verinnerlicht hat, dass man ein gutes Gefühl erlebt, wenn man eine Zigarette raucht oder mehrere Gläser Bier trinkt.
Zwar besteht natürlich objektiv ein Unterschied zwischen dem erfüllen von Zwangshandlungen und dem Konsumieren von Konsumgütern wie Alkohol und Zigaretten, aber letztendlich geht es doch darum, durch die Handlung einen gewissen gefühlten Effekt herbeizuführen: Der Raucher will das Entspannungsgefühl, das er bekommt, wenn er raucht. Und der Zwangsneurotiker will das Entspannungsgefühl, das er nur spüren kann, wenn er den Pfahl berührt hat. Es tritt gewissermaßen ein Erfolgserlebnis ein, dass man natürlich so oft wie möglich fühlen möchte.
Der Unterschied liegt wohl auch darin, dass der Zwangsneurotiker eigentlich tatsächlich vermeiden will, in diese Situation zu kommen, weil sie ihm unbehaglich ist. Sieht er aber den Gegenstand, auf den sich seine Neurose bezieht, so muss er die Handlung ausführen. Der Raucher hingegen hat kein Problem damit, weil Rauchen gesellschaftlich akzeptiert ist. Die einzigen Sorgen die ihn plagen, sind häufig die gesundheitlichen Erwägungen.
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