Grenzen sich Deutschtürken selber aus?

vom 08.08.2017, 16:00 Uhr

Das Verhältnis zwischen der Türkei und Deutschland ist wohl auf dem Tiefpunkt. Da wäre das Verfassungsreferendum, dass Erdogan auch mit Hilfe der Türken in Deutschland gewonnen hat. Da sind Spitzelvorwürfe gegen Imane der DITIB. Da ist die Verhaftung deutscher Journalisten und Menschenrechtler in der Türkei. Da ist die Schließung von Stützpunkten in der Türkei. Für die Türkei gibt es da die Armenierresolution, die Duldung von PKK-Fahnen bei deutschen Aufmärschen.

Dieser Streit trifft insbesondere die Türken in Deutschland. Diese sehen sich selber als ausgegrenzt an. Aber stimmt dies auch wirklich so? Die Italiener hatten ungefähr die gleichen Probleme und sind wesentlich integrierter. Grenzen sich die Türken nicht auch selber etwas aus und verweigern eine ordentliche Integration?

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» Juri1877 » Beiträge: 6549 » Talkpoints: 5,33 » Auszeichnung für 6000 Beiträge



Ich sage mal so, man grenzt sich immer auch ein Stück weit selber dann mit aus, wenn man kein Bock hat, westliche Werte zu akzeptieren und zu respektieren oder? Das gilt im Übrigen nicht nur für Türken, sondern für jeden, der hier gerne leben will, aber nur die Loobeerenpickerei nutzt und alles andere bitte so laufen lässt, wie in seiner Heimat. Dann heult alle auch bitte nicht rum, dass die westlichen und zivilisierten Leute keinen Bock auf eure Mittelaltervorstellungen haben.

Explizit bei den Deutsch-Türken sei meiner Meinung nach zu sagen, dass sie sich selber ausgrenzen. Spätestens nach der Wahl für Erdogan, wo in meiner Stadt 75 Prozent der Deutsch-Türken/Türken den Diktator gewählt haben, weiß ich, dass die kein deut von dem Leben hier würdigen, respektieren und kapieren. Denn sonst würden sie ihre Koffer packen und zu ihrem Türken-Gott gehen, dem sie ihre Stimme im sicheren Pott gegeben haben, um dann draußen zu demonstrieren, die Fresse aufzureissen und mehr.

Wer sich am meisten ausgegrenzt fühlt sollte immer mal erst schauen, ob man durch seine verbohrten Ansichten, der wenigen Toleranz und Akzeptanz des westlichen Lebens nicht teilweise selber dazu beiträgt, ausgegrenzt zu werden. So sehe ich das!

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» Kätzchen14 » Beiträge: 4936 » Talkpoints: 0,74 » Auszeichnung für 4000 Beiträge


Inzwischen zeigen Beispiele wie Özil oder Mustafa Erkan, welche Defizite es gibt. Bei der Eroberung von Afrin gab es anscheinend deutschlandweit Gebete. Hier im Saarland habe ich entsprechende Verweise auf einer Seite der Ditib-Jugend gesehen. Die sind fast alle hier aufgewachsen. Aber als Deutsche fühlen sie sich anscheinend doch nicht.

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» Juri1877 » Beiträge: 6549 » Talkpoints: 5,33 » Auszeichnung für 6000 Beiträge



Wie sich Migranten fühlen hängt doch in erster Linie von der Reaktion der Einheimischen ab. Viele Einheimische sind leider der Ansicht, dass Migranten erst wirklich integriert sind, wenn sie sich assimiliert haben, was völliger Schwachsinn ist. Daher gibt es dann oft Kommentare zu hören von wegen, die würden ja nicht dazu gehören. Wenn man das als Migrant oft genug hört, dann versucht man gar nicht mehr, großartig Kontakt zu "Bio-Deutschen" aufzubauen und bleibt mehr unter sich. Das ist ein völlig normales Verhalten, wenn man sich ausgegrenzt und nicht akzeptiert fühlt und hat mit dem Migrationshintergrund an sich gar nichts zu tun.

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» Täubchen » Beiträge: 33313 » Talkpoints: 0,01 » Auszeichnung für 33000 Beiträge



Wem es hier nicht gefällt, soll dann auch die entsprechenden Konsequenzen ziehen. Wer Erdogan wählt, soll auch Erdogan ertragen. Wenn gerade 238 Milliarden für Flüchtlinge locker gemacht werden, dann kann man wohl kaum von einer breiten Gegnerschaft gegen Ausländer sprechen. Natürlich sind Clankriminalität oder der Ruf nach der Scharia nicht unbedingt nachbarschaftsfördernd.

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» Juri1877 » Beiträge: 6549 » Talkpoints: 5,33 » Auszeichnung für 6000 Beiträge


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