Finanzieller Ruin durch behindertes Kind in der Familie?
Eine Bekannte von mir hat eine Schwester, die behindert ist. Sie ist gesund geboren worden, ist dann aber erkrankt und kann sich alleine auch kaum bewegen. Viele Therapien werden von der Krankenkasse aber nicht gezahlt, so dass die Familie inzwischen hoch verschuldet ist und sich nichts mehr leisten kann.
Solche Beispiele gibt es aber immer wieder und deswegen wundert es mich auch nicht, wenn viele Frauen Vorkehrungen treffen und alles dafür tun, damit ihr Kind abgetrieben werden kann, wenn es behindert ist. Immer weniger Menschen wollen ein behindertes Kind behalten, da es eben oftmals auch ein finanzieller Ruin sein kann, der das ganze Leben zerstört.
Kennt ihr auch Familien wo ein behindertes Kind dem finanziellen Ruin der Familie gleich kam? Warum werden solche Familien nicht stärker finanziell unterstützt? Oder ist dies gewollt, damit sich mehr Frauen für eine Abtreibung entscheiden?
Ich weiß ja nicht, was du für Leute kennst. Aber ich kenne solche Dinge nur komplett gegenteilig. Klar, es wird nicht alles bezahlt. Doch wenn eine Familie mit zwei behinderten Kindern, die tagsüber auch außer Haus betreut werden, es sich leisten kann, dass die Mutter nur zum Spaß an der Freude ein paar Stunden arbeitet, dann scheint mehr Geld zu fließen, als allgemein gesagt wird.
Und da steht kostentechnisch ja nicht nur die Versorgung der Kinder an, sondern auch ein großes Haus, welches ständig Geld kostet. In dem Fall zahlt halt die Pflegeversicherung des vollen Satz, dazu gibt es pro Jahr eine Familienkur, die Fahrten zur Tagesbetreuung werden auch übernommen und für ein Kind ist ja auch ein Rollstuhl nötig, der auch gestellt wird.
Sicherlich gibt es auch Therapien, die nicht bezahlt werden. Aber das hat dann auch Gründe, da eben oft genug kaum Erfolgschancen gesehen werden. Wenn dann die Familie der Meinung ist, dass diese Therapie trotzdem gemacht wird, dann doch bitte nicht auf Kosten der Allgemeinheit.
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