Durch Meckern negative Gefühle abbauen wollen?

vom 17.04.2018, 09:54 Uhr

Angeblich sehen viele Menschen Meckern als ein Ventil an, um negative Dinge und Gefühle abbauen zu wollen. Aber das Gegenteil davon, soll der Fall sein. Meckern soll nicht nur die Seele, sondern auch den Körper krank machen. Durch stöhnen und jammern empfindet der Mensch noch mehr Stress und es wird Cortisol freigesetzt, dass dann zu Fettleibigkeit, Herzinfarkt und Diabetes führen kann.

Ich denke, dass die meisten Menschen mal meckern und dies eher als Stressabbau betrachten. Die Wenigsten werden wissen, dass sie sich jammern und meckern nur selbst noch mehr Stress bereiten. Ich muss auch sagen, dass mir das nie bewusst war und auch nicht aufgefallen ist.

Meckert ihr durchaus um negative Gefühle los zu werden und Stress abzubauen? Wusstest ihr, dass Meckern dem Körper und der Seele eher schaden als nützen? Meint ihr, dass viele Menschen das einfach nicht wissen und sich ansonsten anders verhalten würden?

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» Nelchen » Beiträge: 26059 » Talkpoints: 2,45 » Auszeichnung für 26000 Beiträge



Ich habe früher auch viel gemeckert und mein Freund ist Weltmeister darin, würde ich jetzt mal sagen. Mir tat es aber auch auf die Dauer wirklich nicht gut, sodass ich versucht habe, die Dinge gelassener anzugehen und mit einer guten Portion Ironie. Seitdem lache ich mehr etwas abfällig über meine Fehler und versuche dran zu denken, dass viele Dinge "jedem" doch schon mal passiert sind.

Seit Kurzem weiß ich auch davon, dass Diabetes auch mit Stress und übler Laune einhergeht.

» ygil » Beiträge: 2454 » Talkpoints: 16,19 » Auszeichnung für 2000 Beiträge


Soweit ich weiß, ist schon länger bekannt, dass es eher schadet als nützt, negative Gefühle immer auszuleben. Viele glauben, dass sie dadurch "Dampf ablassen", sodass der psychische Druck nachlässt und es ihnen wieder besser geht, aber allem Anschein nach werden negative Emotionen dadurch eher noch verstärkt.

Es erscheint ja auch dem gesunden Menschenverstand logisch, dass man über Stress und Ärger schlechter hinwegkommt, wenn man sich selber durch Motzen und Meckern quasi noch in der Ansicht bestärkt, dass das alles ganz blöd ist und der Typ ein Idiot oder was auch immer. Vielleicht wäre es wirklich besser, sich gerade in den Gefühlen, die langfristig gesundheitsschädlich sind, nicht allzusehr zu suhlen, sondern sich statt dessen eher abzulenken oder die Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Ich selber neige je nach Tagesform wie viele Leute auch oftmals zum Motzen und Jammern, wobei ich mich durchaus versuche zur Ordnung zu rufen. Es gibt eben wiederkehrende Ärgernisse im Leben, und was nützt es mir, wenn mein Blutdruck schon dadurch in die Höhe schnellt, dass mal wieder jemand laut mit dem Handy telefoniert?

» Gerbera » Beiträge: 6088 » Talkpoints: 3,60 » Auszeichnung für 6000 Beiträge



Gerbera hat geschrieben:Viele glauben, dass sie dadurch "Dampf ablassen", sodass der psychische Druck nachlässt und es ihnen wieder besser geht, aber allem Anschein nach werden negative Emotionen dadurch eher noch verstärkt.

Hängt es nicht eher davon ab, wie man in solchen Situationen damit umgeht? Ich muss auch mal Dampf ablassen, das ist normal. Aber dann sage ich einmal alles, was ich zu sagen habe, dann ist das Thema abgehakt und erledigt und das Leben geht weiter. Ich finde diese endlosen Wiederholungen total überflüssig. Das führt doch erst recht dazu, dass man sich in ein Thema reinsteigert. Ich hake so etwas im Alltag ziemlich schnell ab und schaue dann nach vorn. Ich habe übrigens eine positive Grundeinstellung im Leben und ich merke nichts davon, dass mich meine Strategie irgendwie runterzieht oder anders negativ beeinflusst. Man darf es eben nicht übertreiben und sollte seine Grenze kennen.

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» Täubchen » Beiträge: 16135 » Talkpoints: 3,84 » Auszeichnung für 16000 Beiträge



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